Mutter werden ist nicht schwer…für manche schon…..

  

Wenn Frau ein gewisses Alter erreicht und noch dazu in einer festen Partnerschaft ist, kommt von ihrem Umfeld häufig die Frage wann denn nun Nachwuchs geplant ist.
Nun…. Seid euch bewusst: Nicht jede Frau ist unbedingt gewollt kinderlos!
Oftmals gibt es Probleme, egal ob es das schwanger werden oder auch das schwanger bleiben ist.
Bei mir war es das letztere. 

Kaum durfte ich den positiven Schwangerschafttest in den Händen halten und mich freuen …. Kam schon das böse Erwachen.
Ich bekam Blutungen und nach einigen Wochen des Hoffen und Bangen war alles vorbei!

Dieses Wort FEHLGEBURT.
Dahinter versteckt sich so viel.

Angst, Trauer, Verzweiflung, reden wollen, aber nicht können…..
Ich weiß, dass es leider oft ein Tabuthema ist, aber ja…. Ich bin eine Sternenmama.

Hätte mir jemand vor 3 Jahren gesagt, dass ich heute 2 gesunde Töchter habe, ich glaube ich hätte ihn ausgelacht.

Heut sag ich euch: gebt die Hoffnung nicht auf ?
Ich hatte das große Glück, dass meine Frauenärztin einen rundum-Check der extraklasse veranlasste!

Ich war jung und gesund… Weshalb da ein Baby nicht bleiben wollte, konnte keiner verstehen.
Nach ein paar Monaten stand dann fest, dass ich eine Blutgerinnungsstörung habe, die mir vererbt wurde.

Egal wie oft ich schwanger geworden wäre, ohne Medikamente und ärztliche Betreuung hätte keines der Kinder überlebt.
Für mich war dies eine unglaubliche Erleichterung. Endlich konnte ich mir erklären warum meine Babys nicht bei mir bleiben durften. Und ich wusste: 

Ich bin nicht schuld… Ich habe nichts falsch gemacht!
Oftmals ist es nämlich genau das was Frau sich dann fragt: bin ich schuld? Warum klappt es bei mir nicht, aber bei anderen? 
Ein unerfüllter Kinderwunsch oder auch verlorene Schwangerschaften sind eine enorme Belastung für die Paare die es betrifft. 

Und eine Frage stellt man sich immer wieder: “WARUM wir?”
Immer wurde ich gefragt was man für mich tun könne, oder was man sagen soll.

Sagen kann man nichts, raten kann man nichts, aber man kann einfach zuhören.
Heute stehe ich da und schau meine zwei perfekten, schlafenden Mädchen an und bin einfach nur unendlich dankbar, dass ich sie habe.

Liebe Kinderwunschfrauen,

Liebe Sternenmamas,
Wie ging oder geht es euch? 

Ich freue mich über eure Geschichten.

Macht euch und uns Mut mit eurer Offenheit.
Herzlichst eure Tascha

1 Kommentar

  1. Hallo liebe Tascha,

    Ich lese deinen Text und mir kommen die Tränen.

    LEIDER erging es mir genauso wie dir …
    Ich hatte eine Fehlgeburt (ganz hässliches Wort) in der 14+5 :'(

    Ich hatte eine Routineuntersuchung bei meiner Frauenärztin und habe mich soooooo gefreut denn es stand ENDLICH der große Ultraschall an .
    Heißt riesen groß auf Leinwand.
    Ich war so aufgeregt omg.
    Ich ging rein, machte voller stolz meinen Bauch frei und freute mich ungemein als meine Ärztin reinkam.
    Sie legte los.
    Auf dem Bildschirm mein Baby ?
    Gott ich starrte nur auf mein Baby …. Und ich weiß nicht wieso aber ich suchte soofort den Herzschlag.
    Doch leider war da keiner zusehen. Egal wie meine Ärztin das Gerät auch drehte und wendete. Kein Herzschlag.
    Sie sagte nichts….

    Ich schaute sie an und sagte” hier stimmt was nicht oder “?
    Und sie konnte mich garnicht ansehen und sagte ” Leider ist das keine Intakte Schwangerschaft mehr”!

    Und ich hatte das Gefühl sie hatte kein Deutsch gesprochen, denn ich hab nicht verstanden was sie mir damit sagen will.

    Ich sagte was ist den los ?
    Was ist mit meinem Kind ????
    Und sie sagte ” Ihr Kind hat leider keinen Herzschlag mehr “.

    Ich habe sie angestarrt und losgeweint ohne ende.
    Ich bin einfach aufgestanden, hab mich sauber gemacht und bin die Tür raus … Da stand ich dann…..
    Ich sah die ganzen Schwangeren Frauen auf dem Flur stehen und ich bin einfach heulend auf den Boden gefallen….. :'(
    Meine Ärztin nahm mich mit und setzte mich ins Sprechzimmer.
    Sie hat sich wirklich Zeit für mich genommen.
    Sie sagte mir wie das jetzt genau abläuft mit der Ausschabung und wie es dann weiter geht….

    Ich bekam gleich für 2 Tage später einen Termin im Krankenhaus zur Ausschabung.

    Ich kam dort hin, die Leute waren sehr nett zu mir .
    Sie hatten verständnis das es mir schlecht geht und das ich Angst hatte.

    Ich kam in einen sehr großen ” Aufwachraum” wo ich ein Bett hatte und ein Schrank wo ich meine Kleidung rein machen konnte.
    Hab ein Hemd von denen bekommen das ich anziehen sollte.

    Gesagt – Getan !!

    Die Ausschabung war passiert .
    Ich bin aufgewacht und habe einfach am Laufenden Band geweint.
    Ich habe mich einfach soooo verdammt leer gefühlt.
    So einsam und alleine obwohl ich meine liebsten bei mir hatte.

    Ich bekam leichte Schmerzen und habe nach einer Schmerztablette gebeten.
    Da Schwesternwechsel im Krankenhaus war kam eine neue Schwester die für mich zuständig war.

    Sie hatte wohl ueberhaupt kein Plan wieso ich diese Ausschabung machen lassen musste aber sie hat mir einen seeeeehr bösen Satz ins Gesicht gepresst.
    Sie sagte einfach zu mir
    ” Wenn man kein Kind möchte, dann sollte man lernen zu verhüten. ”
    Ich schaute sie an und bin einfach in Tränen ausgebrochen.
    Und meine Mutter hat dann ihrer Wut luft gemacht, ob das gerade okay war und hat Ihr erklärt WIESO ich dies machen musste.
    Sie war sichtlich erschrocken und sie hat sich entschuldigt.
    Aber ich hatte einfach so ein istmiregal Gefühl.

    Ich bin dann nach 3 std entlassen worden und bin nach Hause gebracht worden. Ich habe mich mindestens 4 Wochen zuhause einfach eingeschlossen.

    Dann hatte ich das Bedürfnis richtig Abschied nehmen zu wollen …
    Ich schrieb alles auf ein Blatt was ich meinem Sternenkind immer sagen wollte.

    Ich bin raus, habe es an einem Herzluftballon befestigt und habe ihn dann mit Tränen in den Augen steigen lassen.

    Das hat mir schon ein bisschen geholfen.

    Und ansonsten habe ich nur 1 groß mit jemand gesprochen.
    Ansonsten habe ich es immer fuer mich behalten.
    Natürlich ist auch die Beziehung mit meinem Freund dann zuende gegangen.
    Sie konnte die Last des Verlustes einfach nicht tragen.

    :'(
    Aber was gut tut ist das man sich nicht alleine fühlt und ist.

    Danke für dein Blog und sorry für meinen Ewig langen Text.

    Lg Vanessa B.

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