Brei Fingerfood und Stillen

image

Das Thema Stillen war und ist für mich das Natürlichste der Welt.
Nie war die Ernährung meines Kindes eine Frage:
Ich wollte stillen!

Zu Tiefst enttäuscht war ich, als meine Tochter die Brust nur angeschrie und das Thema stillen damit vom Tisch war.
Auch als wir die Beikost „Lehrbuchhaft“ mit vier Monaten langsam starteten, war das Thema „Essen“ immer noch sehr schwierig.
Sie wollte einfach keinen Brei.

Wir kämpften uns mit wunderbar selbstgekochten Breien durch die Monate und wirklich Spaß am Essen entwickelte sie erst, als sie mit einem Jahr vom Tisch mitessen „durfte“.
Ja, „durfte“, denn ich war der Meinung, dass Babys erst im Kleinkindalter, also mit einem Jahr unser Essen, essen dürfen.
Zuvor hab ich immer fast ungewürzt gekocht,da meine Tochter ständig schlimme Bauchschmerzen hatte.
Sonald sie zuviel oder das Falsche gegessen hatte, weinte aie wie verrückt.
Aber warum?
Ich stelle mir diese Frage noch heute…. Lag es am schlechten Start?
Kaum Muttermilch und recht schnell nur noch die PreNahrung. Bekommen die Kinder da einfach nicht alles mit und werden empfindlicher?
Oder hatten wir einfach Pech?

Beim zweiten Kind wird es anders! Das war dann meine Hoffnung.
Und JA!
Beim meinem Sohn fing es da viel besser an.
Ihn konnte bzw. kann ich stillen. Bei ihm geh ich an die ganze Sache auch viel entspannter ran.
Ganz nach dem Motto „Alles kann, nichts muss“.
Die ersten vier Monate habe ich ihn vollgestillt, dann durfte er mal an nem Brot knabbern.
Schnell hat seine Schwester ihn zuckerfreie Kekse probieren lassen.

Gedünstete Gemüsesticks und Gemüsemuffins wurden ihm in Reichweite angeboten, sodass er mit sechs Monaten schon alleine am Tisch saß und sich einfach bedient hat.
Auch ein Obstbrei, Obst-Getreidebreie und Joghurt mag er nun mit sieben Monaten total gerne.
Gestillt wird er je nach Bedarf. Mal isst er wunderbar mit und mal eben nicht, dann trinkt er mehr.

Heute z.B. gab es Pizza.
Ja, richtige, selbstgemachte Pizza. Und der kleine Mann mit seinen sieben Monaten und 2 ½ Zähnen hat voller Freude ein Stückchen mit Gemüse gegessen. Danach war er völlig erledigt, satt und zufrieden. Und mit Bauchschmerzen haben wir gar keine Probleme.
Gelesen hab ich recht viel über Beikoststart.
Rezepte hab ich unzählige bei meiner Tochter probiert.

Über das Breifreikonzept hab ich mich erst bei meinem zweiten Kind schlau gemach.
Aber wisst ihr was?
Der Weg über Fingerfood ist für uns der Richtige.

Es ist viel stressfreier für euch und auch für eure Kinder, die ganze Beikostphase ruhig anzugehen.
Die WHO empfiehlt ungefähr 6 Monate ausschließlich zu stillen und dann mit Beikoststart zu starten.
Ich denke auch, dass die Kleinen sind ab ca.6 Monaten bereit einfach mal zu testen, was es an kulinarischen Leckereien in der Welt gibt.
Aber immer dran denken, jedes Kind ist anders, jedes Kind ist besonders und jedes Kind hat seinen eigenen Plan….ganz egal, was wir vorhaben ?
Wie war das bei euch?

Eure Kathi