Was, dein Kind kann das noch nicht?

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Irgendwie ist das schon seltsam. Beim ersten Kind wartet man auf jeden Entwicklungsschritt mit großer Aufregung und freut sich wahnsinnig, wenn wieder etwas passiert. Ich weiß noch, wie spannend es war, als ich darauf gewartet habe, dass Ronja krabbelt. Schon früh stand sie auf allen vieren, aber krabbeln…..da ließ sie uns warten.

 

Mit elf Monaten war es dann endlich soweit und ich war ganz aufgeregt. Aus meinem Umfeld musste ich mir ja lange genug anhören „Was sie krabbelt nicht, sie robbt ?–nur- „

Bei meinem Sohn war das irgendwie ne ganz andere Nummer.
Mit knapp sechs Monaten robbte er durch die Wohnung, stand auf allen vieren, setzte sich hin und kurz darauf, mit knapp sieben Monaten war er nicht mehr aufzuhalten. Jetzt krabbelt er wie ein Weltmeister und am 1.Januar 2016 mit 7 Monaten war er auch der Meinung, dass Hinstellen viel besser ist als „nur“ krabbeln und robben.

Wir sind schon gespannt, wann er  das Laufen für sich entdeckt.

Ronja hingegen lief erst mit 16 Monaten.

Zwei Wochen vor der Geburt unseres Henrys.

Viele Freunde und Bekannte machten mir schon Angst, sie  sei ja so ein Spätzünder.

“Mit Baby und Krabbelkind wirst du aber richtig Stress haben.”

-Einer meiner persönlichen Lieblingssätze –

Ich hatte solche Angst, dass Ronja viel hinfällt und sich vielleicht verletzt, wenn das Baby da ist und ich sie nicht mehr soviel tragen kann.

Aber soll ich euch mal was sagen?!?

Ja, sie war spät mit dem Laufen dran, aber dafür konnte sie es auf Anhieb nahezu perfekt! Kaum Gestolpere und keine Angst ihrerseits machten das Thema „Laufen lernen“ ganz schnell zur Nebensache.

Sie konnte super laufen. Spät, aber dafür richtig gut.

Ähnlich wie das späte Laufen beschäftigt uns nun das späte Reden von Ronja. Sie ist jetzt zwei und redet eher undeutlich. Sie redet mit uns so, dass wir meistens wissen, was sie möchte. Im Bekanntenkreis von uns redet sie fast gar nicht, was zur Folge hat, dass natürlich die Aussage kommt „Sie redet aber schlecht.“

 

Anfangs ärgerten mich solche Aussagen.

Mittlerweile stören sie uns nicht mehr, da wir Gelernt haben, dass sowohl unsere Tochter, wie auch unser Sohn ein ganz individuelles Tempo für sich entdeckt haben.
Denn bei unserem Sohn erleben wir gerade das genaue Gegenteil.

„Wie bitte, er steht schon?“

Oder „Was? Er kann schon am Tisch sitzen und richtiges Essen essen?“ „Er ist ja viel weiter als Ronja damals!“

Und genau so ist es bei allen Kindern. Man darf seine Kinder nie mit anderen vergleichen. Jedes Kind geht seinen Weg. Die einen entwickeln sich schneller, die anderen brauchen ihre Zeit.
Man lässt sich gerne mal vom Umfeld verunsicher und zweifelt an seinen eigenen Fähigkeiten als Mutter. Lasst euch eines gesagt sein,

HÖRT NICHT AUF SIE

Lasst euch nicht verunsichern. Eure Kinder machen das schon.
Eure Kathi