Wieviel teilen muss eigentlich sein? 


Gestern hatten wir Besuch von einem befreundeten Ehepaar. Ihr Sohn ist nun 3,5 Jahre alt und unsere Elisa spielt unglaublich gerne mit ihm.

Ca 30 Minuten spielten sie friedlich im Kinderzimmer. Doch plötzlich schien unsere Tochter etwas zu verärgern. Sie weinte. Laut. Rief nach Mama.
Ihr Freund hatte ihren Stoffernie in der Hand und das gefiel ihr überhaupt nicht.
Der Stoffernie ist ihr Heiligtum. Er darf überall mit hin. Er darf mit ins Bett. Er darf mit zu Mittag essen und er darf zuschauen, wenn Elisa baden geht.
Tut sie sich weh, so muss auch der Ernie ein Pflaster bekommen und werden Elisas Haare gekämmt, müssen wir auch Ernie frisieren.
Nun stand ich da.
Müssen Kinder ALLES teilen? Auch das liebste Stofftier?
Ich finde nicht.
Sicher ist teilen wichtig.

Aber leben wir unseren Kindern vor, dass Erwachsene alles teilen?
Ich teile nicht mit jedem mein Auto. Oder mein Handy.

Ich teile nicht mit jedem mein Essen, meine Kleidung oder gar mein Bett.
Und vorallem teile ich ja auch nicht mit jedem meine Zeit.
Wie kann ich dann von meinem Kind verlangen, dass es mit jedem Kind sein Lieblingsspielzeug teilt?
Ich finde man muss unterscheiden zwischen teilen und teilen.
Also ging ich zu dem Freund meiner Tochter und erklärte ihm, weshalb unsere Elisa den Stoffernie NICHT mit ihm teilen möchte.

Ich fragte ihn, ob er dieses eine besondere Spielzeug bitte unserer Tochter zurückgeben kann und sich einfach etwas anderes aussuchen kann.
Er verstand es sofort.

Gab Elisa ihr Lieblingsstück zurück und nahm sich ein Stück Kreide, um an der Tafel zu malen.

Die Welt unserer Tochter war wieder in Ordnung und der Spielnachmittag gerettet.
Ihr lieben Mamas,
Wie hättet ihr in dieser Situation reagiert?

Wieviel teilen ist euch wichtig?
Herzlichst eure Tascha