Gib ihr doch mal ein bisschen Brei

img_0152

Wer hat diesen Satz noch nicht gehört?
Ich glaube, nein ich weiß, es ist einer der wohl
meist verbreiteten Ratschläge den man zuhören bekommt.
Gleich gefolgt von:

„Versucht doch mal Schmelzflocken
in die Flasche zu mischen.“

Wieso? Mara braucht das nicht. Kein Kind braucht das.
Damit werden die Babys nur vollgestopft – in der Hoffnung
auf eine Nacht in der sie durchschlafen.
Gewiss sind solche Ratschläge nicht böse gemeint ,
doch gesund sind sie einfach nicht.

Egal wie alt man als Elternpaar ist, es gibt immer Menschen die es gut meinen und Tipps geben möchten.

Unsere Mara ist nun 4 Monate alt.
Da Stillen leider nicht klappte füttern wir nun mit der Flasche.
So oft bekommen wir gesagt , das wir Mia doch langsam an Brei
gewöhnen MÜSSEN – aber müssen wir das wirklich?

Ich sage ganz klar, nein!
Sie bekommt Pre und das ohne Probleme.
Mit den häufigsten Wehwehchen wie Bauchweh,
Verstopfung oder Blähungen haben wir nicht mehr zu kämpfen.

Wir sind froh, dass wir nun nach den ersten zwei qualvollen Wochen am Anfang auf solch einem guten Weg sind.
Der Darm unseres Kindes hatte erstmal überhaupt mit der Pre zu kämpfen.

Jetzt wo es doch so toll läuft….Wieso sollte ich also jetzt , mit 4 Monaten ,
direkt Brei füttern?
Um ihren Darm erneut zu verwirren?
Eventuell Probleme wie Verstopfung hervorzurufen?
Unverträglichkeiten riskieren?
Darauf verzichten wir gerne!

Mittlerweile weiß man, dass der Darm der Babys
erst um den 6. Lebensmonat rum vollständig entwickelt ist.
Die WHO empfiehlt nicht umsonst 6 Monate voll zu stillen bzw. PreNahrung zu füttern.

Mir kommt es also total befremdlich vor , sie sofort mit
Brei zu füttern – nur weil es auf einem Gläschen steht.
Sie ist doch noch so klein. Sie ist doch noch mein Baby.

Liebe Omas, Tanten und auch Mamas:
Wir wissen, dass ihr uns nur helfen wollt.
Diese gut gemeinten Ratschläge sind veraltet. Ja, dank der Forschung und der Erfahrung weiß man manches einfach heutzutage besser.
Ihr meint es gut, dafür sind wir euch dankbar, doch bitte erwartet nicht, dass wir Neu-Mamas euch alles gleichtun ohne uns vorher Informationen einzuholen.

Wir warten bei Mara bis wir merken, dass sie bereit ist zu essen.
Wenn sie genügend Reifezeichen erfüllt , freuen wir uns schon
darauf vollgematschen und bekleckern zu werden!

Liebe (Neu) Mamas,

wie war das bei Euch?

Habt oder haltet ihr euch an die „veralteten“ Vorgaben
und Ratschläge
? Oder habt ihr den Beikoststart
mehr an eurem Kind festgemacht?

Ich freu mich auf eure Antworten.

Bis ganz bald,
Eure Momo

Ein Kommentar

  1. Bei diesem Thema streiten sich, wie so oft, die Geister. Es gibt fast jeden Monat neue Erkenntnisse und Studien. Ich habe mich aufgrund eines Artikels dafür entschieden gleich mit 4 Monaten beikost zu geben. Hier Auszug aus dem Artikels vom Fokus.: „Tipp für allergiegefährdete Kinder (Neurodermitis, allergisches Asthma, Pollenallergie bei den Eltern oder Geschwistern): „Hier sollten Eltern zwischen der 17. und 26. Woche Beikost einführen, da das Fremdeiweiß zu einer Zeit, wo noch viel Muttermilch oder Pré-Nahrung gegeben wird, gut vertragen wird.“ Alle Reifezeichen erfüllt sie. Meine Tochter hat keinen Durchfall und ihr macht es Spaß. Denke jede Mutter ist genau die richtige für ihr Kind und sollte das selbst entscheiden.

Kommentare geschlossen