Wieviel Mama braucht ein Kind?

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„Ein Kind gehört zu seiner Mutter“

dieser Satz ist auch 2016 noch Gang und gäbe.
Ich ertappte mich dabei, ihn selbst zu nutzen.

Doch wieviel Mama braucht ein Kind tatsächlich?  Welche Aufgaben können wir Mamas auch getrost dem Papa überlassen?

Bis auf das Stillen kann ein Papa sicher ein paar Stunden die Mama vertreten.

Sind ja auch immerhin Frau UND MANN notwendig, neues Leben entstehen zu lassen.

Dennoch ist es in der Gesellschaft noch weit verbreitet, dass die Mama beim Kind ist und der Papa das Geld verdient. Alle anderen Modelle stoßen leider bei vielen auf Unverständnis.
Aber ich bin mir sicher, die Zeit wird das richten ?

Aber wie ist das dann im normalen Alltag als Eltern?
Darf nur der Papa weggehen und die Mama soll dazu verdammt sein, sich immer und ausschließlich um die Aufzucht ihrer „Brut“ zu kümmern? Ich sage klar: „Nein“.
Gleiches Recht für alle! Meine Oma sieht das zwiespältig. Wenn ich z.B. einen Abend in der Woche mit den Mädels weg bin, findet sie das völlig in Ordnung, bin ich aber in einer Woche öfter unterwegs, dann darf ich mir gerne anhören, dass das nicht ginge, der „arme Mann, der kann das doch gar nicht“ usw.

Kann er wohl! Außerdem: Jeder wächst mit seinen Aufgaben ?
Und den Kindern schadet es mit Sicherheit nicht, Zeit mit Papa zu verbringen.

Übrigens, bin ich mit mir selbst im Reinen und glücklich, ist es auch meine Familie.
Geht es mir schlecht, geht es meiner Familie auch nicht gut.

Übrigens darf mein „armer Mann“ in seinen über 5 Jahren als Papa quasi durch- und ausschlafen, was man von mir nicht behaupten kann. ICH habe meine Kinder in den Schlaf gestillt, ICH war und bin nachts für sie da, wenn sie krank sind oder schlecht träumen, ICH bin der Ansprechpartner Nr. 1 für meine Kinder, ICH sorge dafür, dass der Laden hier läuft ?
(und da ich eine Frühaufsteherin bin, macht es für mich keinen Sinn, ihn aus dem Bett zu quälen, wenn ich sowieso wach bin, nur damit er „Frühschicht“ hat)

Natürlich werde ich dabei von meinem Mann unterstützt, das ist keine Frage, und so ist es für ihn auch völlig in Ordnung, wenn ich mir eine kleine Auszeit gönne, mal zum Friseur, zur Massage, zur Kosmetik oder einfach mit den Mädels schön essen gehe.
Ihm gestehe ich übrigens das Gleiche zu, nicht dass da Missverständnisse aufkommen! ?
Es ist ein Geben und ein Nehmen. Dafür, dass ich mit den Kindern morgens aufstehe, gönnt er mir dann eben am Wochenende am Nachmittag meine 2 Stunden auf der Couch, wenn die Nächte wieder grausam waren und ich am Ende.

Leider geht es in einigen Familien nicht so ausgeglichen zu wie bei uns und das finde ich sehr schade. Denn, um zurück zur Ausgangsfrage zu kommen, ein Kind braucht zwar viel Mama, aber nicht ausschließlich, und mindestens genauso viel Papa!0

Wie seht ihr das?

Liebe Grüße
Nadine