Schwimmkurs…. oder: Das Grauen hat einen neuen Namen

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Den Müttern, deren Kinder schon einen Schwimmkurs gemacht haben, wird vermutlich alleine die Überschrift Schweiß auf die Stirn treiben ?

Für alle anderen, lest selbst ?

Meine Tochter hat bereits den Anfänger-Schwimmkurs gemacht und dieser war zu „humanen“ Zeiten, sprich:

Papa war bereits Zuhause und mein Sohn hatte Papa-Zeit.
Also alles easy, Tochter geschnappt, ins Auto, ab ins Schwimmbad.

Eine Schwimmkurs-Einheit dauert bei uns 45 Minuten.
Ablauf: Man bringt das Kind im Badeanzug zum Becken, die Schwimmlehrerin überprüft die Anwesenheit und dann gehen die Mütter (zu 99% sind es die Mütter) entweder ins Foyer oder selbst schwimmen.

Ich habe das Bad immer verlassen, denn:

Die 45 Minuten waren nur für MICH

(ihr erinnert euch, mein Blog „Zeit für mich“ und so ? ).
45 Minuten mit Kaffee, einem einfachen Schundroman, Facebook oder ein Tratsch mit einer anderen Mama. Der Donnerstag Abend war mein Freund ?

Also null Problemo, wenn man die Schweißausbrüche in der Umkleide außer Acht lässt, die sich nicht vermeiden lassen, wenn Mama vollständig angezogen, das nasse Kind trocknet und föhnt.

Aber das alles ist steigerungsfähig mit Schwimmkurs 2.0 – Fortgeschrittenen-Kurs:
Zu einer Zeit, die mir Tränen in die Augen treibt, nämlich um 16:30 Uhr, was für uns bedeutet, mein Sohn muss mit und wir müssen um 16:00 Uhr im Auto sitzen und los fahren.

Tochter, 5, Sohn 3 Jahre. Mehr muss ich eigentlich nicht schreiben.

Also Tochter wieder umgezogen, ans Becken gebracht und vorher mit Sohn diskutiert, warum die Badeschuhe angezogen werden und man nicht einfach die Straßenschuhe anlassen kann.
Geschafft!
Anschließend mit Sohn raus aus dem Bad und im Foyer des Schwimmbades wie immer einen Kaffee geholt. Dass es mit Ruhe, Schundroman und Facebook nix werden würde, war mir vorher klar.
Dann will mein Sohn ein Eis. Kann ich ja nicht verbieten, wenn ich mir selbst einen Kaffee gönne, wäre unfair. Also Eis geholt. Da so ein Eis aber leider schneller schmilzt, als ein Dreijähriger essen kann, habe ich den großen, großen Fehler begangen und habe drum herum geleckt, bevor das Eis anfängt zu tropfen.
Ich sag mal so: Nun kennt uns im Schwimmbad jeder ?

Nach 1 Million beantworteter Fragen, die alle mit „warum“ anfangen, war der Unterricht zu Ende und ich habe meine Tochter wieder abgeholt. Gemeinsam mit Zwerg logischer Weise.
Da meine Tochter recht klein ist, muss ich ihr die Duschen anschalten, weil sie noch nicht an den Knopf kommt. Während dieser kurzen Zeit ist mein Sohn abgehauen und hat die anderen Frauen unter den Duschen besucht.
Ich Sohn gesucht, Tochter gebrüllt.
Juhu!
Mit beiden in die Umkleide, der Tochter geholfen, sich anzuziehen. In dieser Zeit hat mein Sohn versucht, unter der Umkleidekabine in die nächste durch zu krabbeln.

Dass sich mein Sohn, während ich meiner Tochter die Haare föhnte, noch den Kopf gestoßen hat und unbedingt zu mir auf den Arm wollte, war eigentlich schon vorprogrammiert. Dass er dann, als ich mit den Taschen voll bepackt das Hallenbad verlassen wollte, mal wieder „keine Kraft mehr“ zum Laufen hatte und ich ihn ins Auto tragen musste, weil wir sonst vermutlich noch heute im Schwimmbad stehen würden, war dann der krönende Abschluss.

Aber man wächst mit seinen Aufgaben und am Donnerstag heißt es auf ein Neues: Schwimmkurs!

Machen eure Kinder auch einen Schwimmkurs?

Liebe Grüße,

eure Nadine

Ein Kommentar

  1. Ne herrlich geschrieben ??

    Aber Nein meine Maus hat klassisch von Meinem Mann schwimmen gelernt und macht dieses jahr Silber Abzeichen 🙂

    Der kleine wird auch keinen besuchen

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