Abstillen wird kein Problem….oder doch?

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Abstillen wird kein Problem….oder doch?

„Was?! Du stillst noch! Gib dem Kind doch was anständiges zu essen!“

Diese Aussage muss ich mir gerade sehr oft in meinem Bekannten- und Freundeskreis anhören, wenn ich erzähle, dass wir grad am abstillen sind.

Mein Sohn ist jetzt gerade mal 10 Monate alt und obwohl er schon richtig toll am Tisch mit isst und unsere Familienkost super verträgt, stillen wir mittags und abends noch zusätzlich zur normalen Kost.

„Warum stillst du denn überhaupt noch?“ Werde ich oft gefragt. Leider ist es in der heutigen Zeit so, dass „Stillen“ meist nur als Nahrungsquelle angesehen wird.

Aber Stillen ist doch viel mehr!

Stillen ist eine emotionale Verbindung zwischen Mutter und Kind,

Stillen ist die Kuschelzeit, die nur Mutter und Kind gehört,

Stillen bzw. Muttermilch ist ein enorm gesundes Lebensmittel, welches das Immunsystem des Babys stärkt,

Stillen ist…… ja was gibt es denn noch für weitere Aspekte? Da fällt euch bestimmt noch das ein oder andere ein.

Für mich ist das Stillen meines Sohnes einfach wundervoll, da ich zum einen meine Tochter nicht stillen konnte und zum anderen er auch mit aller Wahrscheinlichkeit mein letztes Baby sein wird. Ich genieße die Zweisamkeit beim Stillen mit ihm sehr, aber leider müssen wir abstillen.
Für ein Abstillen hat jede Mama ihre eigenen Gründe, eigentlich wollte ich ihm noch mehr Stillzeit gönnen, aber körperlich schaffe ich das nun leider nicht mehr.
Ich bin nur noch erschöpft, da meine „Große“ ja nun auch erst 2,3 Jahre alt ist und sehr viel „Mama“ braucht . Mein Körper gibt mir Warnsignale in Form von Haarausfall, sehr schlechter Haut und Gewichtsverlust. U.a. aus diesen Gründen habe ich mich für ein Abstillen entschieden.

Aber diese Entscheidung hab ich irgendwie ohne meinen kleinen Mann getroffen. Da er keinen Schnuller nimmt hatten wir nun 10 Monate lang jede Nacht das gleiche Spiel. Max 1,5Std Schlaf, dann Mama wecken und an ihrem Busen einnuckeln. Dieses Einnuckeln hab ICH nun „abgestellt“. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass er das nicht so toll fand und etwas protestiert hat.
Aber nach ein paar Nächten wird es nun besser. So wird wir das Stillen in der Nacht schon mal weniger und wir sind auf einem guten und vorallem sanften Weg.

Mittags stillen wir nun nach Bedarf einmal oder gar nicht. Ich mach das immer von seinem Bedürfnis abhängig.
Abends stillen wir immer zum einschlafen. Wie lange ich das noch machen will? Ich würde am liebsten aufhören, da mein Körper nicht mehr will. Aber er….. mh….schwere Frage. So kleine Kinder können ein enormes Durchsetzungsvermögen habe :-)
Und Sprüche im Umfeld wie „lass ihn halt schreien“ möchte ich gar nicht hören. Oder würdet ihr es gut finden, wenn ihr z.B. für ein Stück Schokolade am Abend schreien müsstet, weil ihr es unbedingt wollt?

Abstillen ist für viele Frauen sowohl körperlich wie auch emotional nicht einfach, aber Frau muss stark sein und mit dem Kind durch Höhen und Tiefen gehen. Keiner hat gesagt, dass Kinder einfach sind :-)

Habt ihr Tipps zum Thema Abstillen?
Oder ein Erlebnis zu diesem Thema? Dann erzählt doch mal. 🙂

Ich halte euch auf dem Laufenden wie unsere Stillgeschichte weitergeht. Ich denke so schnell wird sie nicht enden.
Ich freu mich, eure Kathi