Trennung und dann? Das Wohl des Kindes über die eigenen Befindlickeiten stellen

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Eine Trennung ist nie einfach und noch schwieriger, wenn ein Kind involviert ist und man nicht nur Mann und Frau ist, sondern auch Eltern.

Natürlich gibt es verschiedene Gründe für eine Trennung und somit auch verschiedene Wege die man einschlagen kann. Eine Trennung aufgrund von Gewalt und Kindeswohlgefährdung erfordert andere Schritte und Maßnahmen als eine Trennung aus dem Grund, dass man als Paar nicht mehr funktioniert.

Ich möchte euch heute davon erzählen, wie wir, nach einer friedlichen Trennung, mit dem Thema, im Bezug auf unser Kind, umgegangen sind.

Das Wichtigste für uns war , dass das Mini-Mädchen (22 Monate) nicht allzu sehr unter der neuen Situation leiden und weiterhin möglichst viel Kontakt zu ihrem Papa haben sollte. Das es was anderes ist, als in einer Familie zusammen zu leben steht dabei außer Frage, aber ich denke wir habe für uns einen guten Weg gefunden.

Es war von Anfang an klar, dass Sophie ihren Papa so oft wie möglich sehen darf und er uns auch jederzeit besuchen kann. Wir haben uns bewusst gegen starre Besuchszeiten entschieden und das klappt ganz gut. Sophie übernachtet jedes zweite Wochenende eine Nacht bei ihrem Papa und verbringt dort jedes Wochenende mindestens einen Tag dort. Welche Tage das sind entscheiden wir meist danach, was Terminmäßig so bei uns anliegt. Wenn es die Arbeitszeiten zulassen kommt er auch unter der Woche vorbei. Außerdem ruft sie Papa jeden Abend, vor dem zu Bett gehen , an um ihm ein Gute-Nacht-Kussi zu geben.

Meine Ängste sie könnte sich von ihrem Papa entfremden waren ganz und gar unbegründet. Sie geht super gerne hin und freut sich immer, wenn Papa uns besuchen kommt.

Ich denke, dass wir einen für die kleine Maus recht guten Weg gewählt haben.

Da wäre dann aber doch noch der Aspekt der eigenen Trauerbewältigung und Verarbeitung. Denn wenn wir mal ehrlich sind, am liebsten möchte man dem Ex-Partner aus dem Weg gehen um erstmal emotionalen Abstand zu schaffen.

Nun mit einem gemeinsamen Kind, dessen Wohl in diesem Fall, meiner Meinung nach über den eigenen Befindlichkeiten stehen sollte, ist das nicht so einfach. Es ist sogar verdammt schwer, sich zusammen zu reißen und unsere Begegnungen fallen mir, auch jetzt zwei Monate nach der Trennung, immer noch nicht leicht. Und ich vermute mal, dass es da nicht nur mir so geht.

Aber wisst ihr was….wenn ich die leuchtenden Augen meines Kindes sehe, wenn Papa sie abholt, dann weiß ich, dass es das Wert ist.

Welche Aspekte und Themen zum Thema Trennung würden euch noch interessieren?

Eure Lina