Working Mom

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Ich bin Mama und ich arbeite. Und das sogar gerne!

So absurd es für die ein oder andere Mama vielleicht klingen mag, aber ja, ich bin gerne eine Working Mum.

Ich habe das Glück, dass meine Firma sich ca. 800m von unserem Haus entfernt befindet, sodass ich in der glücklichen Situation bin, morgens nicht gleich in großer Eile und Hetze zum Bus, zur Bahn oder auf die Autobahn zu müssen.

Fast entspannt können wir also tagtäglich in unseren Tag starten. FAST!

Meine Arbeitszeiten sind insofern flexibel, dass ich irgendwie in der Woche auf meine 30 Stunden kommen und spätestens um 9:00 Uhr im Büro sitzen sollte.

Meine Kinder sind bis 14:00 Uhr im Kindergarten, sodass ich bis 13:45 arbeiten kann.

Ich weiß, dass das wie ein 6er im Lotto ist und bin dafür sehr dankbar. So als arbeitende Mama hat man es nicht immer leicht und ja, dass wir nur solch kurze Strecken zu bewältigen haben ist schon sehr ungewöhnlich.

Stehen Terminsachen an und ich schaffe das Vormittags nicht, darf ich die Kinder am Nachmittag auch mal für 2 Stunden mitbringen.

Das klingt soweit richtig gut, ich weiß, aber im normalen Alltag haben wir den gleichen Stress wie alle anderen arbeitenden Mütter.

Auch ich muss unter der Woche die Kinder wecken, dann wird gefrühstückt und wir müssen uns fertig machen.

Natürlich müssen auch die Extrawürste berücksichtigt werden 😉 Und die sind täglich anders: mal Kaba, aber nur mit kalter Milch, nur wenn das Pulver selbst gelöffelt werden darf und der Strohhalm muss unbedingt diese und jene Farbe haben, weil es anders nicht schmeckt. Am anderen Tag soll es Toast sein, aber ungetoastet (*schüttel*), dann wieder Müsli und am 4. Tag am liebsten Schokolade, was dann bereits um 7:30 Uhr zu heißen Diskussionen führt.

Mein persönliches Ziel ist es immer wieder, die Kinder zwischen 8:15 und 8:30 in den Kindergarten zu bringen, was mir meistens gelingt.

Im Büro angekommen gönne ich mir erst einmal einen Kaffee in Ruhe, die nur vom Telefon gestört wird, während ich die Mails abrufe und lese.

Nach der Arbeit hole ich die Kinder ab, mal besuchen wir die Omi, mal sind wir einfach zu Hause, mal muss ich erneut ins Büro, mal gehen wir einkaufen.

Ich liebe meine Kinder und freue mich immer, sie vom Kindergarten abzuholen und bei ihnen zu sein, aber dennoch empfinde ich es nach einem Vormittag im Büro mit unzähligen Telefonaten, Kundengesprächen usw. als sehr anstrengend, wenn es von zwei Seiten „Mama, Mama, schau, höre, Mama, Mama“ schallt.

Es gilt wohl einen Lautstärkewettbewerb zu gewinnen:-)

Zu Hause gibt es dann für mich einen Kaffee und die Kinder erzählen mir von ihrem Kindergartentag. So die Theorie.

Kaffee gibt es zwar, aber es fällt natürlich alltägliches an…. Ihr kennt das sicher!

 

Spielen, aufräumen, saugen, wischen Katzenklos reinigen, Wäsche, Kochen, Einkauf, Arztbesuche, Freizeitaktivitäten, Freunde besuchen….. All das macht sich nicht von allein und muss in unserem Alltag Platz finden.

So friedlich wie es sich liest, ist es leider nicht, denn dazwischen wird sich gestritten, gehauen, geheult, gebrüllt und sich wieder vertragen, dass mir der Spruch: „Immer wenn ich Ruhe vor meinen Kindern haben möchte, stelle ich mich an eine Großbaustelle“ in den Sinn kommt 😉

Trotz allem versuche ich immer wieder ein wenig RUHE und Chaos zu bringen.

Wenn Papa dann nach Hause kommt, wird gegessen und die „Fernsehzeit“ beginnt.

(Würde es nach meinen Kindern gehen, würden sie den ganzen Abend schauen und solange das Ding läuft, sind sie übrigens auch nie müde :D)

Bettfertig machen ist dann nochmal eine Sache für sich, es wird in die Länge gezogen, beim Zähneputzen wird dann endlich vom Tag im Kindergarten erzählt und gegen 21:30 Uhr ist endlich Ruhe bei uns. Leider brauchten meine Kinder schon immer wenig Schlaf.

Manchmal wünsche ich mir eine Putzfrau. Oder nicht auf ein 2. Gehalt angewiesen zu sein. Oder ich wünsche mich einfach zurück ins Büro, dort sehe ich das Chaos nicht. 😉

Working Mom eben.

Wie ist es bei euch, wie klappt es bei euch mit Kindern und Arbeit?

Liebe Grüße

Nadine

1 Kommentar

  1. Du hast die anklagenden Blicke und Aussagen gegenüber einer arbeitenden Mutter vergessen.

    Ich ziehe den Hut vor allen Eltern, egal ob sie zu Hause als ‘Hausfrau’ die Kinder erziehen oder als Teilzeitkraft arbeiten oder Vollzeit arbeiten. Einfach mit Kindern ist es eben nicht immer.

    Und zu deiner Frage : 5.45 aufstehen, duschen und um 6 Kinder wecken, dafür sorgen, dass sich der Große anzieht (Phasenweise läuft es super und dann eben wieder nicht) und während dessen Baby anziehen.
    Dann nach unten, Frühstück machen / schauen, ob der Große schon Hunger hat oder etwas mehr für den Kindergarten gepackt wird. Die Flasche für die Kleine fertig machen und füttern, anschließend geht der Große die Zähne putzen, ich stürze meinen kalten Kaffee runter, lege Baby in den MaxiCosi, packe Frühstück für den Großen ein (und nach Bedarf noch Wechselsavhen für beide Kinder)
    um 6.40 ist spätestens Abfahrt – Baby zur Tagesmutter um 6.45 (+/- 2 Minuten), dann weiter um 7 Uhr den Großen zum Kindergarten bringen.
    Um 7.03 oder 7.07 bin ich auf dem Weg zur Arbeit und um 7.45 sitze ich dann am Schreibtisch.
    um 16.23 ist dann spätestens Abfahrt, den Großen abholen um 16.53 und um 17.10 dann unser Baby holen.
    um 17.30 sind wir dann zu Hause. Dann gibt es gegen 6 Abendbrot, einer von uns fährt nach Bedarf noch einkaufen oder auch alle zusammen, dann Zähne putzen, umziehen, manchmal noch vorher Baden, kuscheln, Buch lesen, sich unterhalten und um 20 Uhr ist dann spätestens Schlafenszeit und auch Ruhe bei uns.

    den Luxus den wir uns gönnen? Am Wochenende ist bis mindestens 8.30 Familienkuscheln bei Mama und Papa im Bett.

    Achja – Haushalt ist ein NebenbeiGeschäft – saugen und wischen wenn die Kinder im Bett sind. die Wäsche wird dann erst zusammen genommen, weil sie vorher läuft und 1 oder 2 Stunden kommen dann auch am Wochenende dran.

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