Keine Angst vorm Kindergarten

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Der Beginn der Kindergartenzeit ist für jede Mama und für jedes Kind ein bedeutender Lebensabschnitt. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt das Kind zu dem Zeitpunkt ist, es ist einfach etwas ganz Besonderes und Einschneidendes.

Doch wie ist das so, mit dem Kind und dem Kindergarten?

Mit meinem heutigen Beitrag möchte ich euch einen kurzen Überblick darüber geben, worauf ihr bei der Wahl des Kindergartens achten solltet.

Bei uns auf dem Land ist es noch so, dass es meist ausreichend ist, sein Kind 1 Jahr vorher im Kindergarten anzumelden, wenn es ab 3 Jahren den Kindergarten besuchen soll. Bei den Plätzen ab 2 gilt jedoch auch bei uns: Je früher, desto besser.

(Eine Krippe gibt es bei uns in der Kreisstadt, aber mit diesem Thema habe ich mich nie befasst und kann euch da leider nicht viel dazu sagen, von daher geht es in meinem Blog im Speziellen um einen Kindergarten ab 2 Jahren!)

Ich weiß jedoch auch, dass es in vielen Städten quasi üblich ist, sein Kind bereits im Kindergarten anzumelden, bevor es überhaupt geboren ist, um einen der Plätze zu ergattern. Auch ist es übliches Kind gleich in mehreren Einrichtungen anzumelden, denn immerhin hat jeder Kindergarten nur begrenzte Plätze zur Verfügung.

Und von wegen Rechtsanspruch: Was bringt es, zu klagen? Wenn kein Platz mehr frei ist, ist keiner frei, da hilft der Rechtsanspruch nämlich wenig. Das nur am Rande, denn die Theorie ist oft anders als die Praxis und klingt oft so schön und so einfach 😉

Daher mein Rat: Ruft im Kindergarten eurer Wahl an und fragt, wie es dort gehandhabt wird, macht es einfach bereits während der Schwangerschaft oder vielleicht kennt ihr ja auch Mamas, die ihr Kind dort betreuen lassen und eure Fragen beantworten können.

Was ist dann nun aber der perfekte Kindergarten? Dazu kann ich nur sagen: den perfekten Kindergarten wird es wohl nicht geben, denn dort, wo mehrere Kinder betreut werden, muss man sicher Abstriche machen. Ich kann nicht erwarten, dass es eine 1:1 Betreuung gibt, das muss klar sein.

Wonach ihr schauen solltet, ist dennoch der Betreuungsschlüssel. Fragt nach, wie viele Kinder von wie vielen Erzieherinnen betreut werden. 1 Erzieherin auf 10 Kinder wäre z.B. zu wenig. Allerdings ist dabei auch zu beachten, wie alt die Kinder sind. Werden bereits Einjährige betreut, sind es mehr Erzieherinnen als bei Kindergärten, die Kinder erst ab 2 oder 3 Jahren aufnehmen. Im Internet gibt es dazu übrigens Tabellen, wie es sein sollte und wie es im Durchschnitt ist.

Ebenfalls wichtig ist sicher auch zu wissen, wie die Öffnungszeiten sind, gerade, falls ihr zurück in euren Beruf möchtet.

Bei uns gibt es z.B. 3 verschiedene Betreuungsvarianten, ich weiß auch von Kindergärten, in denen man Stunden buchen kann und sein Kind dann pro Woche eben diese maximale Anzahl an Stunden betreuen lassen kann.

Gibt es warmes Essen, ist das Essen im Kindergartenbeitrag inbegriffen oder wird es separat bezahlt? Wie wird es mit dem Frühstück gehandhabt, muss man etwas mitgeben, oder bietet der Kindergarten ein Buffet an? Ebenso das Trinken.

Für mich war es sehr wichtig zu wissen, wie die Eingewöhnung verläuft, ob mein Kind eine Bezugserzieherin hat und wie damit umgegangen wird, wenn sich das Kind am Anfang nicht von der Mama trennen mag. Wird darauf eingegangen und sich Zeit für die Eingewöhnung genommen, oder wird verlangt, dass das Kind nach 3 Tagen alleine im Kindergarten bleibt?

Muss das Kind schon zur Toilette gehen oder ist auch die Windel kein Problem? Wenn gewickelt wird, wie steht es mit Utensilien die ihr oder Kiga zur bereitstellt?

Werden die Kinder einigermaßen bedürfnisorientiert  betreut, wie ist das Konzept des Kindergartens? Fragt, ob ihr die Konzeption einsehen dürft, dann wisst ihr bereits mehr und merkt gleich, ob die „Ansichten“ dieses Kindergartens zu euch passen.

Abschließend bleibt für euch noch zu entscheiden, ob es ein kirchlicher oder städtischer Kindergarten sein soll, ein Waldkindergarten, eine Montesori- oder Waldorfeinrichtung.

Und bitte denkt daran: Es wird in jedem Kindergarten etwas geben, das euch nicht so gut gefällt, wägt ab, was für euch am Wichtigsten ist und entscheidet danach!

Über unseren Kindergarten und die Eingewöhnung meiner Kinder berichte ich euch dann ein anderes Mal 😉

Ich hoffe, ich konnte euch damit etwas helfen und wünsche euch viel Spaß und Erfolg bei der Kindergartensuche!

Liebe Grüße

Nadine