Alles schläft, Mama wacht

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Kommt euch das bekannt vor? Wie oft wurde ich im Freundeskreis bemitleidet, wenn es um die Schlafgewohnheiten meiner Kinder ging…

Meine Kinder waren keine „Schlafkinder“ und die ersten Jahre waren wirklich hart. Im Grunde genommen habe ich 5 Jahre lang gefühlt gar nicht geschlafen.

Meine Tochter stillte teilweise im Stundentakt, und oft wachte ich zum nächsten Stillen mit noch hochgezogenem Shirt auf. Quasi Kind andocken und weiterschlafen. Ich glaube einige Stillmamis schmunzeln nun über den letzten Satz… 😉  Ich stillte sie 10 Monate, danach gab es Nachts die Flasche…. Auch das war genauso anstrengend wie das Stillen….ja sogar aufwändiger, da die Flasche ja nicht ins Schlafzimmer geflogen kam. Als meine Tochter mit 18 Monaten beschloss, dass sie keinen Mittagsschlaf mehr braucht und  nur noch 2-3 Mal pro Nacht ihre Flasche wollte, war das die reinste Erholung für mich.

Leider nicht lange, denn ich wurde mit meinem Sohn schwanger 😉

Also lag ich nun, obwohl mein Mädchen endlich auch mal 3 Stunden am Stück schlief, stundenlang wach und konnte nicht schlafen. In dieser Zeit wurden TKKG und Die drei Fragezeichen meine besten Freunde.

Geplagt von der Schlaflosigkeit ginge direkt mit Kind Nummer 2 weiter…

Mein Sohn war anfangs noch recht mustergültig und schlief 2-3 Stunden am Stück. Als er 6 Monate alt war, schlief meine Tochter endlich durch und mein Sohn meinte, er müsse stündlich stillen. Blöder Schub! Vor allem ein sehr langer, denn dieser “Schub” hielt fast 2,5 Jahre an ^^.

Schlafen wird eindeutig überbewertet, ich sag´s euch! Wer braucht schon Schlaf, wenn man Kinder hat. Diese wundervollen keinen Engel beim schlafen zu beobachten reicht uns Mamas doch völlig…. ( Die Ironie springt euch gerade an…) Aber nun gut… ich sagte mir immer:

Sie werden älter und das Schlafen wird bestimmt bald besser!

Ich hatte ja keine Ahnung….den Höhepunkt unserer Schlaf-Odysee erreichten wir also letzten Sommer:

Sohn seit einem Jahr abgestillt, verlangte bis zu 7 Flaschen Getreidemilch pro Nacht. Und nein, Hunger war das sicher nicht, denn er aß recht schnell vom Tisch mit und vor allem auch viel.

Im August letzten Jahres war ich völlig am Ende, müde und verzweifelt, weil ich einfach nur 3 Stunden am Stück schlafen wollte. Ich hatte ja nicht nur die Kinder, es gab und gibt noch einen Job, in dem ich Leistung erbringen muss und teilweise Verantwortung für Menschenleben habe.

Da stand unser lang ersehnter Urlaub an die Ostsee auf dem Programm. Also Flaschen und Getreidemilch eingepackt und das Schlimmste erwartet. Fremde Umgebung und so, ihr kennt das vielleicht.

Nach der langen Fahrt und den vielen neuen Eindrücken vergaß mein Sohn am ersten Abend seine Milch komplett. Als er nachts wach wurde und nach der Milch weinte, sagte ich zu ihm, dass ich sie zu Hause vergessen hätte und zu meiner Verwunderung war das für ihn ok. Kurzes Gemotze und weiter geschlafen. Ich war echt verblüfft, Zuhause hatte das nie geklappt, im schlimmsten Fall brüllte er so laut bis Mama doch die Pulle machte.

Nach dem Urlaub war mein Sohn somit 6 Tage „milchfrei“. Zuhause angekommen, war die erste Frage, wo seine Milch wäre. Ich habe ihm die Milch dann im Becher angeboten, das wollte er allerdings nicht.

Tja, er legte sich ins Bett und schlief. Er wurde max. 2 x die Nacht wach, trank einen Schluck Wasser und schlief weiter. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie glücklich ich war!

Endlich schlafen. Teilweise sogar durchschlafen! Ein Traum.

Tja, nur leider schlafe ich nun noch immer nicht. Warum? Keine Ahnung.

Ich verbringe noch immer viel Zeit mit TKKG und den Drei Fragezeichen und bin ständig müde.

Denn wenn ich schlafe, komme ich kaum in den Tiefschlaf, ich höre jedes Husten und lautes Atmen der Kinder (Segen und Fluch des Familienbettes).

Und am Morgen ist Mama die Erste, die wach ist. Alles schläft, Mama wacht. Fast täglich. Außer am Wochenende natürlich. Da heißt es dann: Mama schläft, Kinder wach 😉 (auf deutsch: Mama hat dann zwangsweise ausgeschlafen).

Wie ist es bei euch mit dem Schlafen? Erzählt mal, kommt euch das alles bekannt vor, oder hattet ihr das Glück, dass eure Kinder oft und lange geschlafen haben?

Und wie ist euer Schlaf, seit ihr Kinder habt?

Liebe Grüße

Nadine