Auf 400km alleine mit zwei Kleinkindern Teil 2

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Es war alles so gut geplant.

  • Ca 7 Uhr aufstehen,
  • Kinder fertig machen,
  • frühstücken,
  • Kinder ein paar Minuten spielen lassen und Auto fertig packen,
  • ab in die Spielgruppe und dort mit den Kindern spielen, toben, essen und auspowern, damit sie im Auto so lange wie möglich schlafen.

ABER wie das so ist 🙂 es kommt alles anders als geplant 🙂

Die Nacht von Montag auf Dienstag begann um ca 23Uhr mit sehr hohem Fieber bei meinem kleinen Mann. Er hat geglüht und konnte einfach nicht richtig schlafen 🙁 Der Urlaub war gedanklich schon gestrichen. So quälten wir uns schlaflos durch die Nacht. Am nächsten Morgen war er leider immer noch fiebrig, aber sonst ganz gut drauf. Also war die große Frage „Fahren oder nicht fahren?“

Nachdem meine Tochter freudig im Bett stand „heute Oma Opa fahren“ und mein Sohn auch recht gut drauf, aber sehr müde war, entschloss ich mich zu fahren.

Henry saß wie immer hinten und Ronja durfte vorne sitzen. Das war für sie das Größte! Nie darf sie das und deshalb war sie mächtig stolz. Bepackt mit Getränken, Keksen und Obst startete die große Fahrt.

Zum Glück hat mein Auto hinten getönte Scheiben. Es war ein richtig heißer, sonniger Morgen und nachdem die Kids mit Sonnencreme ausgestattet im Auto saßen, ging es los.

Henry schlief nach fünf Minuten tief und fest. Ronjas Mund stand auf dem Beifahrersitz nicht still 🙂 „Großer Baum Mama!“ …. „Windrad dreht sich!“ …. „“ein großer Bus!“…. „Musik lauter!“ Sie hatte großen Spaß neben mir, während Henry 100km schlief. Dann entschloss sie sich auch mal ne Runde für ca 100km zu schlafen. Frisch gestärkt ging es weiter mit aufregenden Entdeckungen 🙂 Nach 250km wachte auch Henry auf. Wir standen im Stau 🙁 Keine Chance raus zu fahren. Dabei wollte ich raus fahren, sobald Henry wach wird. Einige Kekse später , hatten wir den Kampf durch den Stau geschafft und ein Parkplatz war in sich. „Obstpause!“

So…. wie macht man das nun alleine mit zwei Kleinkindern, ohne, dass eins abhaut? 🙂 Ganz einfach 🙂 Schuhe bleiben im Auto….Barfuß ist angesagt und bei dem heißen Wetter, wollte meine Tochter auch gar nicht von der Bank abhauen, als ich sie dort hingesetzt hatte. So gab es dann  leckere Trauben, Äpfel und etwas zu trinken. Henrys Fieber war so ziemlich „weggeschlafen“. Dann noch frische Windeln, Schuhe an und etwas rennen lassen und dann ging die Fahrt weiter, denn ein Toilettengang für mich war nicht drin…wie auch, mit den zwei Räubern? -lach- Da muss “Frau” durch 😉

Mein Sohn wollte nicht wirklich wieder ins Auto…aber was muss, das muss. Wir hatten noch 100km vor uns. Ronja war happy, wieder vorne zu sitzen um alles zu beobachten 🙂

Diese letzten 100 km wurden durchgesungen. Denn nur wenn Ronja und ich Kinderlieder sangen, hat Henry die Autosituation akzeptiert und sogar mit uns gelacht. Jedes Spielzeug war blöd, nur Mamas „Gesang“ im Duett mit seiner Schwester war super.

Und soll ich euch was sagen? Wir haben die 400km richtig gut hinter uns gebracht.

Kennt ihr das auch? Lange Autofahrten mit Kindern….was sind eure Tipps und Tricks?

Liebe Grüße und einen tollen Urlaib wünsch ich euch,

eure Kathi

 

1 Kommentar

  1. Hallo Kathi,

    auch wir, meine 9 Monate alte Tochter und ich, hatten vor ein paar Wochen unsere erste große Reise – eine Stunde Fahrt zur Uroma. Und auch bei uns gab es Gesang bis zum Einschlafen. Gott sei Dank kennt sie noch nicht die Texte der Lieder. 🙂

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