Ein kleiner Held mit starken Eltern

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Ich bin Ricarda und heute möchte ich euch von unserer Geschichte berichten. Es ist keine einfache Geschichte, denn das Schicksal hatte für uns als Familie keinen einfachen Weg vorgesehen.
Ich habe schon im Abi meinen zukünftigen Mann kennengelernt, kurz nach der Schule sind wir zusammengezogen, haben 2013 geheiratet und wollten dann, etwa ein Jahr danach, auch Kinder.

2014 wurde ich schwanger, eine ganz unkomplizierte und angenehme Schwangerschaft, Geburt im Geburtshaus und dann war er da: unser Mika.

Ein wundervoller, perfekter kleiner Junge. Wir haben ihn von der ersten Sekunde an unendlich geliebt und wir haben uns mit ihm einfach vollständig gefühlt. Er war ein ruhiges und sehr aufmerksames Kind, liebenswert und offen. Er war der Mittelpunkt unseres Lebens und unserer Herzen, das ganze Leben drehte sich um ihn. Die Zeit, die uns geschenkt wurde, war die schönste und intensivste Zeit unseres Lebens. Leider war sie viel zu kurz.
Es gibt so viele seltene Krankheiten, man kennt die Wahrscheinlichkeiten und denkt sich immer: das ist so selten, das passiert uns nicht. Aber irgendjemandem passiert es doch. Uns ist so etwas passiert.

Im Alter von nur 4 Monaten fing Mika eines Tages an, ganz schlimm zu erbrechen. Wir fuhren ins Krankenhaus, dachten an eine Magen-Darm-Grippe. Es kam aber ganz anders. Es war Krebs. Ein seltener, aggressiver und höchst bösartiger Krebs, eine der schlimmsten Arten, die bekannt sind – ein ATRT: Mitten in Mikas Kopf hatte er sich breit gemacht. Wir haben so sehr gekämpft und Mika war so unglaublich tapfer. Er hat innerhalb von so kurzer Zeit so viel mitgemacht, hat aber nie sein Lächeln verloren.

Und auch wenn wir wussten, wie schlecht die Prognosen sind, haben wir bis zum Ende gehofft. Am 13.08. aber, nur 3 Wochen nach der Diagnose Krebs und nur zwei Wochen nachdem wir überhaupt wussten, was es ist, ist Mika in meinen Armen für immer eingeschlafen. Ich habe gesungen während er starb und wir haben ihn gehalten und gewiegt, bis sein Herz aufhörte zu schlagen.

Es ist der schwerste Weg, den Eltern mit ihrem Kind gehen können und es ist furchtbar falsch, dass so etwas geschieht. Übrig bliebt Fassungslosigkeit, Verzweiflung und eine tiefe, unendlich tiefe Trauer. Je mehr man liebt, desto tiefer ist die Trauer, und es gibt keine intensivere Liebe als die von Eltern zu ihrem Kind.
Aber wir haben nicht aufgegeben. Durften wir auch nicht. Mika hat uns bis zum Ende gezeigt, was es heißt, zu kämpfen. Er ist dem Tod lächelnd entgegen getreten, obwohl er erst 5 Monate alt war. Nichtmal 6 Monate hat das Schicksal uns geschenkt. Trotzdem haben wir weitergemacht. Aufgeben war nie eine Option. Mika hat uns so viel gegeben, mit all seiner Liebe und seinem wundervollen Wesen. Deshalb müssen wir etwas davon weitergeben. Und damit fangen wir gerade erst an.
Ich habe ganz viel geschrieben nach seinem Tod, um zu verarbeiten, was passiert ist, und um meiner Verzweiflung zu begegnen. Mikas Geschichte kann man hier nachlesen.

Aus Mikas Geschichte ist außerdem ein Buch geworden. SchMIKAlings Reise – Mikas Weg in den Himmel und darüber hinaus heißt es.

Hier geht es zum Buch: Schmikalings Reise: Mikas Weg in den Himmel und darüber hinaus *

80% des Verkaufserlöses, der mir ausgezahlt wird, geht dem gemeinnützigen Verein SchMIKAling e.V. zu, den man bei Facebook und auch unter www.schmikaling.de finden kann.
Wir haben den Verein in Mikas Namen gegründet, um anderen Eltern mit schwerem Schicksal helfen zu können und um in seinem Namen Gutes zu tun. Jetzt sind wir noch klein, aber ich wünsche mir, dass wir irgendwann ganz groß werden können. Wir haben unglaublich viel Unterstützung erfahren, als Mika starb. Es standen uns sehr viele liebe Menschen zur Seite, mit Worten, Taten und auch mit finanzieller Unterstützung. Das möchten wir auch anderen Eltern ermöglichen.

Auch ein kleiner Mensch kann große Fußstapfen hinterlassen. Und so sind Mikas Fußstapfen schon jetzt größer, als ich es mir jemald hätte wünschen können. Wir lieben dich, kleiner Schmetterling, und wir kämpfen für dich weiter. Jeden Tag.

Liebe Grüße, Ricarda

 

 

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