Vom Familienbett ins eigene Zimmer

Heidi-Zimmer

Heidi-Zimmer

Als meine Tochter geboren wurde, war für uns eines ganz klar:

Erst wird sie im Beistellbett liegen und dann in ihrem eigenen Zimmer.

ABER….. es kam ganz anders. Das Beistellbett fand sie total doof. Lieber bei Mama und Papa 🙂 Okay….. so kamen wir zum Familienbett.

Als 16 Monate später mein Sohn zur Welt kam, war meine Tochter schon soweit, dass sie teilweise im Kinderzimmer in ihrem Gitterbettchen schlief. Aber sie kam eigentlich jede Nacht irgendwann zu uns.

„Die bekommt ihr ja nie ganz raus. Was habt ihr den Kleinen nur angewöhnt!“

Das waren die Sätze, die wir ständig im Familienkreis und Freundeskreis zu hören bekamen. Aber da machten wir uns nichts draus. Ist doch ganz alleine unsere Entscheidung, also sprachen wir auch kaum noch darüber. Für uns war es einfach selbstverständlich. Wieso sollten die zwei alleine schlafen, wenn Mama und Papa auch zu zweit sind?

Mein Sohn mochte das Beistellbett fast noch weniger als seine Schwester und schlief von Anfang an direkt bei mir. So wurde es in unserem Familienbett immer enger 🙂 Als ich meinen Sohn dann mit 11 Monaten abgestillt hatte, war auch er soweit wie seine Schwester damals, dass er in seinem Zimmer einschlief und erst später in der Nacht zu uns wollte. Allerdings hatten wir nur ein Kinderzimmer und ich konnte ihn immer erst schlafend zu seiner Schwester legen. Da sie aber oft von sieben bis halb neun Bilderbücher im Bett anschaute und sang, war das keine dauerhafte Lösung. Sie genoss die Ruhe in ihrem Bett und die wollte ich ihr nicht nehmen. Aber ich wollte auch nicht jeden Abend zwei Stunden meinen Sohn auf dem Arm rumtragen bzw. ihn auch nicht im Wohnzimmer ablegen und erst später hochtragen.

Eine Lösung musste her….

Aus meinem Bügelzimmer wurde für meine 2 ½ Jährige Tochter ein Heidi-Zimmer. Mein Mann bemalte die Wand, ich baute ein Rausfallgitter an das große Bett und richtete das Zimmer liebevoll für meine Tochter ein. Da es ein Stockwerk unter unserem Schlafzimmer ist, hatte ich erst Bedenken, ob sie da überhaupt schlafen will. Und auch wie das nachts wohl ist, wenn sie nach mir ruft. Ich machte mir viele Gedanken, ob sie trotzdem noch nachts ins Familienbett kommt oder ob sie unten Angst bekommt….vielleicht aufsteht und sich verletzt?!?!? 10000 Gedanken gingen durch meinen Kopf. Sie ist nun 2 ½ und schläft nur selten durch wie wird das im neuen Zimmer?!?!

Und wisst ihr was?!?!?

Sie schläft durch!!!!! „Mein Heidi-Zimmer ist so toll!“ sind ihre Worte.

<3 Sie liebt es. <3

Alle Gedanken und Sorgen waren unbegründet. So sehr sie das Familienbett mit Mama, Papa und Bruder geliebt hat, so sehr liebt sie ihr eigenes Zimmer. Die ersten paar Tage rief sie mich nachts und wollte zu uns und eines nachts fing sie bei uns das weinen an und sagte, dass sie in ihr Heidi-Zimmer wolle. Damit war das Familienbett für sie beendet. Sie ist nun 2 ½ Jahre alt, schläft seit über 2 Wochen in ihrem Zimmer und ich bin wahnsinnig stolz auf sie, dass sie durchschläft und ihr Zimmer so gerne hat. Wenn ich in mein Umfeld schaue, kenne ich genug, die sich über das Familienbett negativ ausgelassen haben….aber deren Kinder schlafen nicht durch 😉 Die rufen fast jede Nacht aus ihrem Zimmer, dass sie etwas möchten…. 🙂

Mein Sohn schläft noch bei uns und auch wenn meine Tochter wieder zu uns will, darf sie das jederzeit <3

Wie ist das bei euch so?

Eure Kathi