Damals und heute

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Vor Kurzem traf ich die Urgroßmutter meiner Tochter.

Sie schaute die Kleine an und sagte dann:“Heute leben die Kleinen ja auf dem Arm. Früher haben wir sie gefüttert, gewickelt, hingelegt, gefüttert, gewickelt, hingelegt. Und wir haben ihnen Grießbrei abends gegeben, dann haben sie durchgeschlafen und wir hatten unsere Ruh‘.“
Ich glaube nicht, dass sie es negativ meinte. Denn ein paar Wochen zuvor erzählte sie mir, dass sie es toll findet, dass unsere Kleine immer bei uns ist.
Früher sei alles anders gewesen. Da habe man die Babys gerade am Anfang gar nicht ständig bei sich gehabt. Und heute würde sie es auch anders machen wollen.
Die Vorstellung, mein Kind wäre nicht bei mir ist für mich unbeschreiblich und grauenhaft. Wie Patrick Swayze einmal sagte:“Mein Baby gehört zu mir!“
Die Vorstellungen und Erziehungsmethoden von vor gut 50 Jahren sind heute zum Glück kein Pflichtprogramm mehr für Mütter. Wir haben durchaus die Wahl, unsere Kinder ständig um uns herum haben zu dürfen. Es gibt sicher auch Eltern, die die „alte Schule“ bevorzugen.
Für mich…für uns ist dies jedoch keine Option.
Unsere Tochter schläft seit dem ersten Tag mit uns in einem Bett. So fühlt sie sich nie alleine und hat dadurch auch keinen Grund nachts zu weinen oder gar zu schreien. Auf der anderen Seite habe ich jeder Zeit die Kontrolle über die Situation. Ich kann schnell reagieren, da ich mich nachts nicht erst aus dem Bett hieven und womöglich in einen anderen Raum laufen muss. Wenn meine Tochter wach wird, weil sie Hunger hat, dann stillen wir. Ich werde dabei nicht einmal richtig wach und wir beide schlafen dabei gemeinsam wieder ein. Je nachdem wie ihr Quengeln klingt, halte ich sie manchmal nachts noch ab. Dafür steht direkt neben unserem Bett ihr Asiatöpfchen. Manchmal muss sie und manchmal hält sie ihren Urin auch bis morgens um 6 Uhr zurück. Was auch immer ihr Bedürfnis ist, ich kann direkt darauf eingehen.
Und das beste daran ist: Ich kann jede Nacht mit meinem Baby unter der warmen Decke Kuscheln! <3

Wie handhabt ihr das mit den Kleinen? Wie sieht euer Modell der “Erziehung“ aus?

Liebe Grüße

Eure Anke