Yes, Dad can!

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Kürzlich waren mein Mann, unsere Tochter und ich auf der Hochzeit meiner Schulfreundin. Unsere Tochter ist zwar erst 5 Monate alt, aber ich wollte diese Hochzeit nur ungern verpassen. Zudem konnten wir dort übernachten. Es sollte ein kleiner Verreise-Probelauf für uns mit Kind sein. Also mussten mein Mann und ich uns irgendwie arrangieren.
Zu meinem Glück kannte mein Mann bei der Feier, außer der Braut, niemanden. So zog er sich im Laufe des Abends mit der Kleinen auf unser Zimmer zurück. In regelmäßigen Abständen schaute ich bei ihnen vorbei. Ich stillte meine Tochter, wenn sie es brauchte und versorgte meinen Mann mit Leckereien vom Dessert-Buffet und frischen Getränken.
Er zappte sich durch mangelhafte Fernsehsendungen hindurch. Währenddessen konnte ich mit der Braut tanzen oder in Ruhe mit alten Bekannten reden. Ich konnte „socializen“! Und das Dank meines tollen Mannes.
Bereits nachmittags ließ ich zwischendurch immer mal wieder unsere Tochter bei ihm. Eine der Anwesenden fragte mich, ob mein Mann das denn schaffen würde mit der Kleinen alleine zu sein. Als ich dies ohne Zögern bejahte, nickte sie anerkennend und meinte:“Toll, dass dein Mann das macht. Ich habe meinem Mann unsere Kinder erst gegeben als sie Laufen konnten. Nicht als sie noch so klein waren.“
Auch am nächsten Tag kam eine der jüngeren Mamas zu mir und sprach uns ihren Respekt aus. Sie fand es toll, wie mein Mann und ich das mit unserer Tochter so hinbekommen haben am vorherigen Abend. Dass er auf sie aufpasste, während ich mit alten Freunden etwas Spaß haben konnte.
Für mich ist das ganz normal. Wir haben uns nie Gedanken darüber gemacht, ob er als Vater eine bestimmte Rolle spielen sollte. Er war einfach von Anfang an„mittendrin statt nur dabei“.
Selbst meine Hebamme bewunderte damals im Wochenbett, wie sehr ich meinen Mann mit einbezog. Aber was sollte ich denn auch anderes machen? Wenn ich zur Rückbildung wollte oder Einkaufen fuhr, hat er einfach auf unsere Tochter aufgepasst. Auch wenn ich mal duschen oder schlafen wollte, hat er mich dadurch unterstützen können. Und er macht das toll! Warum sollte ich ihm im Umgang mit seinem Kind etwas wegnehmen wollen? Er wickelt sie, er trägt sie im Tuch und er spielt mit ihr- genauso wie ich. Wir sind Partner. Wir teilen alles.

Wie ist es bei euch? Kann und will der Papa das auch, oder seid ihr auf euch alleine gestellt?

Liebe Grüße

Eure Anke