Gut gemeinte Ratschläge?!

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Gerade als junge Mutter hat man es nicht immer einfach. Man scheint einen Stempel auf der Stirn zu tragen,  der  „Alle gut gemeinten Ratschläge, hier her!“ zu schreien scheint.

So ist es nicht selten, dass Bekannte, Verwandte und auch wildfremde Personen mitten auf der Straße es gut mit dir meinen und dir diese ‚gut gemeinten Ratschläge‘ um die Ohren werfen.

„Schläft dein Kind schon durch?“

„Du stillst aber nicht mehr, oder?“

„Wie lange willst du sie dir denn noch auf den Rücken binden?“

„Das ist aber nicht dein Ernst, dass sie noch bei euch im Bett schläft?“

„Wann kommt denn das Nächste?“

„Ach stell dich nicht so ein, ein bisschen Zucker hat noch keinem Kind geschadet“

Um nur ein paar der täglichen Beispiele aufzuzählen.

Liebes Umfeld – ich bitte euch!

Leben wir nicht in einer Welt, in der es einfach dazu gehören sollte, andere Erziehungstile zu respektieren?

Wenn ich die Augen verdrehe, weil ich keine Tipps mehr aufnehmen kann, dann bin ich nicht pampig oder gar eingebildet, ich bin einfach nur müde von den ganzen Erklärungsversuchen, die ich fast täglich ableisten muss. Ich möchte gar nicht verstanden werden, das müsst ihr nämlich gar nicht!
Wenn für euch euer Weg der richtig war, dann freue ich mich für euch und auch ich musste lernen das zu akzeptieren. Aber ich möchte genauso, dass mein Weg akzeptiert wird. Denn nur ich weiß, was das Beste für mein Kind ist. Ich bin die Mutter, nur ich kann das ja auch wissen.

Deswegen mach ich euch auch keinen Vorwurf, wenn ihr mir Ratschläge erteilt, mit denen ich nichts anfangen kann – solange ihr nicht von mir erwartet, dass ich mich dazu rechtfertige.

„Mein Kind schläft nicht durch, aber das muss es auch gar nicht. Wenn es nachts aufwacht und meine Nähe braucht, kuscheln wir zusammen und schlafen  zusammen wieder ein.“

„Ich stille noch, und ich sehe noch kein Ende. Ja, sie wird ein Jahr alt. Aber ich bin noch nicht bereit, genauso wenig wie sie. Es wird ihr nicht schaden, keine Angst. Die WHO empfiehlt es sogar bis zum 2. Lebensjahr.“

„Wir genießen beide die Nähe, deswegen tragen wir, schon von klein auf. Wenn sie runter möchte, darf sie das. Aber es gibt Situationen, da ist das Tragen für uns beide ein Segen.“

„Wann und ob das nächste Kind kommt, ist ganz alleine unsere Entscheidung. Wir müssen dafür bereit sein, nicht irgendwelche Zahlen, die von Bedeutung sind, nicht unser Umfeld,  das zu glauben scheint, es müsse jetzt sein.“

„Es ist mein Kind und somit ganz alleine meine Entscheidung, was es bereits zu sich nehmen darf und was nicht.“

Was sind eure Favoriten, der ‚gut gemeinten Ratschläge‘?

 

Liebste Grüße,

eure Leslie

Ein Kommentar

  1. Bisher gab es kaum „Ratschläge“, aber mein Kind ist auch erst knapp 6 Monate alt. Aber ich werde öfter mal gefragt, ob wir uns nicht doch mal einen Kinderwagen oder Buggy kaufen wollen, schließlich wird die Kleine ja mal zu schwer zum Tragen….bisher habe ich es aber nicht vor 😉

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