Wie ich meinen eigenen Weg als Mama fand

Ins Mama-Geschäft reingewachsen

Für mich als „alter Hase“ im Mama-Geschäft ist es immer wieder faszinierend zu sehen, warum und worüber man sich als „Neu-Mama“ aufregt.

Sei es Stillen, Beikost und was weiß ich alles – alles nimmt man sich zu Herzen.

Das war bei mir nicht anders.

Beim ersten Kind ist man als Mama einfach unsicher, von allen Seiten prasseln vermeintlich gute Ratschläge (und ich wiederhole mich gerne, auch Ratschläge sind Schläge!) auf die Mama (und teilweise auf den Papa) ein und man wird fast schon gezwungen, gegen sein Bauchgefühl zu handeln, weil ja jeder Hinz und Kunz meint, er kenne das Baby besser als die Mama.

Ich hatte mich im Vorfeld bereits über bestimmte Themen belesen und bin da auch meiner Meinung treu geblieben – aber es war nicht immer leicht. Ich habe mich schon immer informiert, informiert, informiert! Ob es ums Stillen ging oder auch die Sicherheit im Auto, plötzlicher Kindstod und was es noch so alles gibt.

Bei Kind 1 war alles neu, aufregend und ich war sehr unsicher.

Bei Kind 2 ging das alles viel leichter von der Hand, ich war lockerer und irgendwie macht es dann auch wieder viel mehr Spaß.

Was ich für mich mitnehmen kann: Alles, was ich getan habe, würde ich genauso wieder tun, würde ich nochmal ein Kind bekommen. Es war und ist gut so, dass es Phasen gibt, in denen es nicht so gut läuft, ist sicher normal. Die grundlegenden Dinge aber waren für uns der richtige Weg und das macht mich auch ein kleines bißchen stolz 😉

Jetzt, mit fast 6 Jahren „Mama-Erfahrung“ kann ich allerdings nur müde lächeln, wenn ich dran denke, worüber ich mich am Anfang aufgeregt habe.

Ich fasse andere Meinungen schon lange nicht mehr als Kritik auf, es ist eben der Weg der Anderen, und der KANN nicht der gleiche sein wie unser Weg, da jede Familie anders ist.

Ich lasse mir nicht rein reden und kann auch „contra“ geben – und ich habe auch gelernt, wann es besser ist, einfach mal nichts zu sagen und mir nur meinen Teil zu denken 😀

Mommy-Wars? Nicht mit mir, das überlasse ich den anderen, ich stehe drüber.

Wie ist es bei euch? Seid ihr auch „rein gewachsen“, habt euren eigenen Weg als Mama gefunden und nehmt euch nicht mehr alles zu Herzen oder fühlt ihr euch angegriffen und in eurer Mama-Ehre verletzt?

Liebe Grüße

Nadine

Ein Kommentar

  1. „Gesunder Menschenverstand“, sagte meine Kinderärztin zum Umgang mit Kindern. Viele Eltern scheint dieser zu fehlen. Doch auch ich höre auf mein Bauchgefühl. Aber ich muss dir zustrimmen: Gerade beim ersten Kind lässt man sich viel schneller mal reinreden- auch wenn man es am Mama (oder Papa) eigentlich besser weiß 😉

    Es gibt nicht vieles, was ich beim 2. Kind einmal ändern möchte.
    Und wie du bereits sagtest, jede Familie ist anders. Was für den einen funktioniert, muss nicht bei anderen genauso gut funktionieren.

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