Das erste Fieber – Was tun?

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Irgendwann müssen da alle Eltern einmal durch: Fieber. Unsere Tochter bekam ihr erstes richtiges Fieber nach ihrer dritten großen Impfung. Es begann ganz langsam und erreichte in der Nacht seinen Höhepunkt mit 39,2°C.

Es war Mitte September und noch angenehm warm draußen. Als ich durch Handauflegen merkte, dass mein Kind warm wurde, habe ich ihr nur die nötigste Kleidung angelassen, wie einen Body und ein paar Söckchen. Extra für diesen Tag und an dem Darauffolgenden hatte ich mir nichts vorgenommen, damit mein Kind genügend Ruhe bekam und ich alle Zeit und Konzentration für sie hatte.
Wir verbrachten den ganzen Tag mit viel Stillen, Tragen und etwas Spielen. Trotz der leicht erhöhten Temperatur war sie wirklich gut drauf. Aber gegen Mitternacht wurde sie dann wach, fühlte sich dann richtig fiebrig an, weinte und wimmerte sehr.

Ich zog ihren Body und mein T-Shirt aus, nahm mein kleines Glühwürmchen auf den Arm und trug sie Haut an Haut kuschelnd eine gute halbe Stunde durch die Wohnung. Ich schmiegte mich ganz nah an sie. Als sie sich wieder beruhigte, stillte sie und schlief bald darauf wieder ein. Und bis auf ihre zwei üblichen nächtlichen Stilleinheiten schlief sie bis zum Morgen durch.

Auch am nächsten Morgen war ihre Temperatur bei 38,7°C und aber im Laufe des Tages sank diese auf 37,7°C. Ich war mir in meinem Handeln bis dahin wirklich sicher. Da es ihr bis auf die erhöhte Temperatur gut ging und sie auch Spielen wollte, entschied ich mich gegen die Gabe von Fieberzäpfchen.

Und dann kam mein Mann…
Er fragte, warum ich unserer Tochter keine Zäpfchen geben wolle. Schließlich hätte er mal gelesen, dass man diese ab 38°C geben sollte. Das verunsicherte mich dann doch. Also fragte ich „Dr. Google“ und bekam widersprüchliche Aussagen von Müttern und angeblichen Ärzten. Das verunsicherte mich noch mehr und so fragte ich sicherheitshalber nochmal bei Freunden nach, wie sie es handhaben würden.
Das Ende vom Lied: Ich hätte einfach auf meine Intuition vertrauen und meinen Kurs beibehalten sollen. Solange mein Kind fröhlich und wach wirkt, ausreichend trinkt bzw. stillt und in den Schlaf findet, darf sie ruhig mal quengelig sein.
Mein Mann ist manchmal etwas besorgter als es nötig wäre.
Seit geraumer Zeit versuche ich ihm zu erklären: Solange Mama nicht panisch im Kreis springt, kann es
so schlimm nicht sein 😉

Wie war es bei euch, als euer Kind das erste Mal Fieber hatte? Seid ihr gelassen gewesen oder habt ihr Panik bekommen?

Liebe Grüße

Eure Anke

Anmerkung der Redaktion:

Anke beschreibt in diesem Artikel, wie Sie in der damaligen Situation mit dem ersten Fieber ihrer Tochter umging. Sie beschreibt ferner, den inneren Konflikt, den man als Mutter hat und die vielen Stimmen welche jeweils eine andere Meinung vertreten. Der Artikel stellt keine Handlungsempfehlung dar.

Daher haben wir, um eine Verwirrung zu vermeiden einmal ein paar allgemeine Fieber-Infos für euch gesammelt.

Ab wann hat man Fieber?

  • Normaltemperatur: 36,5 – 37,5 Grad Celsius
  • erhöhte Temperatur: 37,6 – 38,0 (bei Säuglingen und Kleinkindern) 38,5 Erwachsenen
  • danach spricht man von Fieber bzw ab ca 39,5 von hohem Fieber

Wichtig zu wissen ist, die Höhe der Temperatur, lässt keine Rückschlüsse auf die Schwere der Erkrankung ableiten. Gerade bei Säuglingen, sollte man aufgrund des noch nicht ausgereiften Immunsystems, möglichst früh den Arzt konsultieren (spätestens ab 39 Grad).

Was tun wenn das Baby Fieber hat?

Lassen Sie sich als Mutter nicht verrückt machen, hören Sie einerseits auf Ihren Instinkt und beobachten Sie Ihr Kind. Geht es dem Kind gut, besteht bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr erstmal kein Grund zur Panik. Sollte das Kind allerdings Schwächesymptome oder Auffälligkeiten zeigen, lassen Sie lieber einen Arzt die Ursache des Fiebers finden. Medikamentieren sie niemals auf eigene Faust, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, welche Medikamente das Kind bekommen darf und in welcher Dosierung.

Lernen Sie mit Ihrem Kind zusammen, diese neuen Situationen kennen, die vielen Eltern den ersten großen Schreck verpassen. Das Haut auf Haut tragen (zB.: in einem Tragetuch) erleichtert des dem Körper es Kindes, die Temperatur besser zu regulieren.