Kita, erst ab 3

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Letztes Wochenende war bei uns im Ort, Neueröffnung der neu gebauten Kita mit Krippe.

Ich hab mir alles angeschaut- es ist wirklich schön und freundlich geworden und auch die neue Krippe ist schon gut besetzt. Dennoch sage ich: Kita, erst ab 3!

Denn da war sie wieder die Frage nach dem „Warum“.

Warum müssen Kinder, bei denen die Mutti Zuhause ist, in die Kita gesteckt werden?

„Mein Kind macht sich gut in der Kita.“ „Ihm gefällt es super unter Gleichaltrigen.“

„Es war die beste Entscheidungen mein Kind abzugeben, es lernt dort so viel, Zuhause könnte ich das nicht schaffen.“

Solche oder ähnliche Aussagen machen mich traurig und wütend zugleich.

Wie kann man behaupten, dass es dem eigenen Kind bei fremder Betreuung besser geht?

In unserer neuen Krippe, gibt es eine sehr nette Erzieherin, die ich persönlich kenne und die sicher gut mit ihren Schützlingen umgeht. Trotzdem kann man  2 oder 3 Damen die auf mehrere Kinder gleichzeitig aufpassen, nicht mit der Betreuung zuhause vergleichen.

Das ein Kind, „andere Kinder um sich braucht“, mag stimmen, aber ich kenne keine Mutter, die sich Zuhause im Wohnzimmer verkriecht. Pekip, Babyschwimmen, Krabbelgruppe, Spielplatz, Mutter-Kind- Turnen, oder einfach mit Freunden die Kinder haben etwas unternehmen. Es gibt so viele Möglichkeiten bei denen man sich zusammen mit dem Kind  und mit Gleichaltrigen treffen kann. Dafür brauche ich mein Kind nicht fremdbetreuen zu lassen.

Viele sagen auch „sie tanzt mir auf der Nase herum, sie muss jetzt in die Kita“.

Ich hab mich doch für ein Kind – mein Kind – entschieden. Deshalb genieße ich die Zeit mit ihm- so lange ich das kann! Ich stell mich gerne der „Herausforderung Kind“ und sage „Kita, erst ab 3“! Das ein Kind nicht nur da sitzt, liegt oder zB ein Buch anschaut, sollte doch jedem Menschen klar sein!

Nur mein Kind abzugeben, weil ich einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz habe, finde ich echt schade und bedauerlich, gerade für alleinerziehende Mütter, welche den Platz in der Krippe/Kita dringend benötigen würden.

Ein Kind an sich braucht besonders in den ersten Jahren, die Wärme der Familie, die Natur hat sich das nicht ohne Grund so ausgedacht. Es braucht Mutter und Vater – nicht fremde Menschen die es den ganzen Tag betreuen, damit man mehr Zeit für sich hat.

Die meisten Frauen müssen nicht direkt wieder in den Job einsteigen, sie dürfen für diese kurze Zeit auch ohne schlechtes Gewissen, (denn Elternzeit steht Ihr ebenfalls nicht ohne Grund zu) einfach mal zeigen, was sie als Mutter alles drauf hat! Die emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz einsetzen, wo sie am besten aufgehoben ist – beim eigenen Kind.

Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße

Eure Annika

Anmerkung: Dieser Artikel richtet sich nicht an Mütter die ums Überleben kämpfen müssen oder schlichtweg keine andere Wahl haben, als Ihre Kinder in die Kita / Krippe zu schicken. Diesen Frauen gebührt unsere Anerkennung, denn den meisten von Ihnen blutet jeden Morgen das Herz, wenn Sie Ihre Kinder abgeben müssen. Dieser Artikel beschreibt eine sehr kleine Gruppe Mütter, welche es sich aus Annikas Sicht etwas zu einfach mit dem Mama sein machen.

4 Kommentare

  1. Teile deine Meinung. Du hast das sehr toll geschrieben. Nur eins habe ich hinzuzufügen. Schlimm genug, dass man keine weitere Unterstützung vom Staat bekommt und als Alleinerziehende arbeiten muss, wo wir doch zukünftige Rentenzahler grossziehen. Jede Mama sollte die Möglichkeit haben, drei Jahre zu Hause bleiben zu können! Leider ist das dem Staat aber alles egal und der kleine Bürger muss wie immer schauen wie er zurecht kommt… LG

    • Sehe ich anders. Ich bin ganz allein erziehend, also leider auch keine Grosseltern mehr, und hab mich trotzdem für mein Kind entschieden. Han ihn erst mit 3.5 Jahren in die Kita gegeben. Und auch nur wenn wir Lust hatten. Die Zeit kommt nie wieder und zu schnell gehen sie ihre eigenen Wege. Sehr schwer manchmal , klar, aber es ist -mein- Kind. Danke für diesen Artikel

  2. Oh man…ich habe auch so eine Bekannte: Sie wollte unbedingt ein Kind und nun wird es nach 6 Monaten in die Krippe gesteckt. Sie glaubt, sie würde verdummen, wenn man „zu lange“ beim Kind bleibt :-/
    (So oder so ähnlich…)

  3. Ich geb dir Recht, aber man hat keine große Wahl..
    Unsere Tochter sollte auch erst mit drei in den Kindergarten, uns wurde aber ganz klar gesagt das es dann mit nem Platz so gut wie aussichtslos ist.
    Jetzt wird sie nächsten Sommer mit 2 Jahren wohl schon gehen müssen.
    Dabei bin ich als Tagesmutter eh zu Hause und hätte mein Kind gern länger dabei gehabt.

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