Lasst Kinder mit den Fingern essen

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“Lasst Kinder mit den Fingern essen”, dieser Satz stößt erstmal auf viele fragende Gesichter, denn wer uns besucht, nachdem es Essen gab, wird einen Hindernislauf durch unsere Küche vollführen müssen.

Nachdem unsere Tochter ausführlich mit ihrem Essen gespielt hat, die Hälfte davon auf dem Boden gelandet und der Hund ebenfalls aussortiert hat, sieht es aus wie .. ja das könnt ihr euch vermutlich denken.

Für Manche mag das ziemlich komisch klingen, denn wieso sollte man sich auch alles „versauen“ lassen?

Ich verrate es euch – Weil das Kind Spaß hat und weil es zudem auch noch etwas Positives daraus ziehen kann!

Es lernt die verschiedenen Geschmäcker, Konsistenzen, Farben, Formen etc. zu erkunden, sich damit zu befassen und zu unterscheiden – Darum lasst Kinder mit den Fingern essen

Schnell wurde hier z. B. herausgefunden, was schmeckt und was nicht; was interessant ist und was vielleicht weniger bevorzugt wird.

Auch die Kleinen haben ihre Vorlieben, wir müssen uns nur trauen ihnen den Freiraum dafür zu lassen. Es ist wichtig das Vertrauen in ihre Händchen zu legen und uns ihre Welt zeigen zu lassen. (Nicht nur wenn es ums Essen geht ein toller Tipp!)

Und was mir noch ganz wichtig ist, sie zeigt mir: Wann hat sie selbst genug, wann ist sie satt und fertig mit der Mahlzeit.

Hier entscheide nicht ich, wann das Essen beendet ist, sondern mein Kind. Das kann auch bedeuten, es zieht sich in die Länge.

Gerade dann, wenn es etwas Neues zu entdecken gibt, dauert es oftmals seine Zeit. Und das ist auch völlig in Ordnung so!

Ich weiß aber auch, das es gar nicht so einfach ist. Gerade am Anfang war ich mir oft unsicher was ich ihr geben kann und was nicht.

Auch mit ihrem Abhusten, das ein völlig normaler und wichtiger Reflex ist und ebenso dazugehört wie alles andere, habe ich mir zu Anfang sehr schwer getan.

Hier ist es ebenfalls wichtig nicht direkt einzugreifen, die Kleinen machen zu lassen und erstmal abzuwarten. Meistens ist es schneller vorbei, als man selbst aufgestanden ist.

Die Nerven zu bewahren, auf sein Kind zu vertrauen und einfach mal zusehen, wie es selbst lernt und sich entwickelt ist ein großer Schritt für eine Mama. Und wichtig dazu!

Jetzt nachdem sich hier alles eingespielt hat, kann ich es nur jedem empfehlen!

Die Vorteile sind ganz klar:

Es entsteht weder für die Eltern, noch für das Kind ein Zwang. Was für mich ein wirklich wichtiger Aspekt war.

Zudem können wir als Familie zusammen am Tisch sitzen und essen, gemeinsam. Ein wichtiges und schönes Ritual, mit dem man gar nicht zu früh beginnen kann.

Die Kinder lernen ihre Nahrung von Anfang an selbst kennen, lernen wie bereits erwähnt die Unterschiede, trainieren  schon früh Koordination und Motorik. Ebenfalls lernen sie selbst zu entscheiden, was wiederum bedeutet, dass die Kinder ein Sättigungsgefühl entwickeln, was sogar erwiesenermaßen späteres Übergewicht vorbeugt.

Somit lässt sich abschließend nur folgendes sagen:

Vertraut euren Mäusen, bietet immer mal wieder etwas Neues in Form von Finger Food an. Bringt immer wieder Neues ins Spiel – Seht zu uns staunt, was der kleine Mensch vor euch schon kann.

Wie ist es bei Euch? Lasst ihr eure Kinder mit den Fingern essen?

Liebste Grüße,

eure Leslie