Jason

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Das Muttergans Herzensprojekt startet, mit dem kleinen „Jason“, der im Alter von 8 Jahren die Diagnose Epilepsie bekam. Jason war zuvor ein fröhliches Kind mit sozialen Kontakten und einem Freundeskreis. Am 20.12.2016 feiert Jason seinen Geburtstag, seine Mutter wünscht sich von Herzen, dass Jason einen schönen Geburtstag hat. Es geht dabei nicht um Geschenke oder finanzielle Unterstützung, das alles hat Jason in seinem Leben. Schenkt Ihm ein Lachen, mit einer Post- oder Geburtstagskarte, einem Brief, einem selbstgemaltem Bild, einer Geschichte, was euch auch immer einfällt. Helft uns ein Kind glücklich zu machen und zeigt ihm, dass es genug Menschen gibt, die tolerant und offen und warmherzig sind.

Wer Jason eine Freude machen möchte, kann dies gerne bis zu 15 Dezember 2016 an uns senden, wir leiten dann ALLE eure lieben Worte an Jason und seine Familie weiter:

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Jasons Geschichte

Wir sind eine kleine, glückliche Familie, wie viele Andere auch.

Ich habe drei wundervolle Kinder, im Alter von 20, 14 und 8 Jahren, die ich über alles liebe.

Letztes Jahr, begann mein jüngster Sohn Jason, sich merkwürdig zu verhalten.

Zuerst dachte ich, es sei eine Phase und ginge vorbei. Kinder legen ja im Laufe des Lebens so einige Eigenarten phasenweise an den Tag.

Ich dachte er habe kleinere Tics und schenkte dem ganzen erstmal nicht zu viel Aufmerksamkeit, in der Hoffnung es würde wieder verschwinden.

Doch dann, wurde es von Tag zu Tag immer schlimmer und plötzlich fing er mehrfach am Tag (bis zu 30Mal) an mit dem Mund zu spasten.

Als er mir sagte,  er bekomme nichts von alle dem mit, gingen bei mir die Alarmglocken an.  Wie geht man in solch einer Situation vor, ohne direkt in Panik zu geraten und dem Kind evtl noch Angst zu machen? Gehe ich erst zum Kinderarzt oder direkt zu einem Spezialisten.

Noch während ich mir diese Gedanken machte passierte ein Vorfall, der unser Leben veränderte.

Mein Sohn begann, während des Laufens, mit den Fingern zu krampfen, er war nicht ansprechbar und lief in einem “Anfall“ fast vor ein Auto.

Wir reagierten sofort und brachten ihn nach Hannover in die Kinderklinik. Dort wurde er gründlich  untersucht und wurde ein EEG geschrieben, welches eine deutliche Anfallsbereitschaft zeigte.

Plötzlich ging alles ganz schnell….

Er musste dort bleiben. Blutuntersuchungen und MRT wurden gemacht….. ohne Befunde …

Jason tat mir so leid, da er nicht mal wusste warum er ins Krankenhaus musste… Er bekam ja nie etwas von den Anfällen mit.

Am 05.11.2015 bekamen wir endlich eine Diagnose:

Komplex fokale Epilepsie

Sofort wurde er mit Tabletten eingestellt und zu unserem Glück schlugen diese schnell an. Die Anfälle ließen nach… und es wurde wieder etwas ruhiger in Jason und unserer Welt.

Für uns als Familie brach allerdings die Welt zusammen. Vor kurzem war mein Kind noch gesund und nun? Wie gehe ich mit einer Epilepsie um? Wie geht JASON damit um? Wer zeigt uns wie wir damit leben können? Und wie reagiert das Umfeld?

Unser Leben war also völlig auf den Kopf gestellt und wir mussten uns neu finden.

Jason entwickelte extreme Konzentrationsprobleme und seine Leistungen fielen ab. Er war immer der Beste in der Klasse und nun ist er Klassenschlechtester.  Seine Klassenkameraden meiden ihn. Niemand spielt mehr mit ihm, keiner kommt nach der Schule zu Besuch. Er hat einfach keine Freunde mehr. Mein Sohn ist 8 Jahre und versteht natürlich nicht, weshalb sich plötzlich alle so abwenden.

Ich möchte schreien und weinen bei so viel Intoleranz. Ich möchte wüten und die Menschen, die ihm so weh tun, zur Rede stellen….aber ich bin stark für Jason- zumindest versuche ich es die meiste Zeit. Wir geben unser Bestes für ihn, doch manchmal reichen wir ihm nicht aus. Er möchte Freunde, er möchte akzeptiert werden, er kann ja nichts für seine Krankheit.

Mein Jason war so ein fröhliches Kind, offen, gesellig und nun klammert er an mir und igelt sich ein…. Er selbst hasst sich zeitweise. Er wird wütend auf sich selbst, seine Umwelt, die Krankheit und natürlich weiß er nicht wohin mit seiner Wut und seinen Gefühlen. Mir als Mutter bricht es das Herz. Ich glaube, jede Mutter versteht mich, wenn ich sage, dass es ein schreckliches Gefühl ist, so machtlos zu sein.

Wir bekamen letztes Jahr, kurz vor seinem Geburtstag, die Diagnose der Epilepsie. KEINER seiner eingeladenen Gäste kam zu seinem Geburtstag. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie schlimm es für meinen Schatz gewesen ist.

Dieses Jahr feiern wir das zweite Mal, mit der Epilepsie, seinen Geburtstag. Ich wünsche mir von Herzen, dass mein Sohn lacht und fröhlich ist… wir haben keinerlei Geburtstagsgäste oder Gratulanten…und das 4 Tage vor Weihnachten. Ich habe jetzt schon Angst vor diesem Tag, denn das eigene Kind möchte keiner Mutter SO LEIDEN sehen.