Mama Zeit – Zeit für sich selbst finden

mamablog, Entspannung, Auszeit, kinderfrei

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Seit meine Tochter ein Jahr alt ist, beginne ich zu verstehen, was es für mich, bedeutet Mama zu sein. Denn Mama zu sein, bedeutet nicht nur einen 24 Stunden Job zu haben, sondern auch noch für sich selbst Zeit finden zu müssen –  Mama Zeit, ein Ausdruck, der mir zuvor unbekannt war.

Ich spreche für mich bewusst nach dem 1. Jahr, vorher war es für mich nicht vorstellbar sie mal ein paar Stunden von jemand anderem betreuen zu lassen. Jetzt kann sie sich schon etwas verständigen, zeigen was sie möchte und sich auch mit ihren Spielsachen einige Zeit alleine beschäftigen. Das war der Zeitpunkt, an dem ich für mich selbst entschlossen habe darüber nachzudenken, ob ich denn eigentlich noch mehr als nur Mama bin?

Es war immer hart für mich, Anderen mein Kind anzuvertrauen und darauf zu hoffen, dass sie schon wissen was sie tun. Nicht jeder versteht unsere Einstellung dazu, sie nicht schreien zu lassen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen, was eben doch etwas mehr Feingefühl und vor allem Zeit in Anspruch nimmt.vSo hat es mich tatsächlich einige Überwindung gekostet, meine Kleine bei Oma und Opa zu lassen. Die Gedanken sind nur so durch meinen Kopf getanzt.

„Ob alles in Ordnung ist? Ob sie weint, ob sie genug zu Essen und zu trinken bekommen hat? Wissen sie, dass sie ihr immer mal wieder etwas anbieten müssen? Vermisst sie mich? Braucht sie Mama?“

Das war die größte Sorge – Das mein Kind mich braucht und ich nicht in unmittelbarer Reichweite für sie bin. Aber ich muss gestehen – es lief alles gut. Sie hat beim ersten Mal noch nicht mal groß mitbekommen, das ich überhaupt gegangen bin. Sie war so in ihr Spiel vertieft, dass das alles gar kein Problem darstellte.

Ich freute mich und traute mich natürlich immer ein paar Minuten mehr weg zu bleiben, und auch das
funktionierte. Wenn sie dann doch mal weinte, wusste meine Mutter, die auch mit einer der engsten Vertrauenspersonen ist, was sie zu tun hatte. Und so fielen die Sorgen immer mehr ab und ich fing sogar an, meine „Mama Zeit“ ein klein wenig zu genießen. So gönnte ich mir mal einen Einkaufsbummel ohne Kind, ein entspanntes Bad, einen Kaffee mit Freunden, in Ruhe telefonieren, oder sogar einen Friseurbesuch. Ich muss ganz ehrlich zugeben: Das alles tat mir unendlich gut und ich habe es gebraucht.

Ich habe mich auch anfangs oft ’schuldig‘ gefühlt, mein Kind wo anders zu lassen, nur um Zeit für mich selbst zu finden. Auch das musste ich erst lernen, zu akzeptieren. Dabei ist es wirklich wichtig zu verstehen, das man mehr ist. Das man immer noch ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen hat und es in Ordnung ist sich einfach mal diese Zeit für sich selbst zu nehmen. Das macht keine schlechte Mutter, sondern eine gute Mutter aus. Den Spagat zwischen beiden Bedürfnissen zu finden – nämlich den eigenen und die des Kindes. Natürlich gilt das nur so lange, wie es für beide in Ordnung ist. Wenn es sich noch zu früh oder komplett falsch anfühlt, wenn man gar nicht abschalten kann, ist es nur richtig wieder zu seinem Kind zu fahren. Auf biegen und brechen seine eigene Zeit einfordern, ist der falsche Weg. Aber ich glaube, das merkt jede Mutter für sich selbst, wir haben da einen besonderen Sinn für. Sowohl für uns als auch für unsere Kinder. Ihr werdet sehen, was eurer Weg ist und inwiefern ihr wieder ein Stück zu euch selbst findet, wenn ihr bereit seid, den Schritt zu wagen.

Wie seht ihr das? Braucht ihr manchmal einfach Zeit für euch als eigenständige Person, oder ist es für nur normal den Tag und die damit verbundenen Tätigkeiten mit Kindern zu gestalten?

Erzählt mir von eurem „Zeit für sich selbst finden“.

Alles Liebe,
Eure Leslie