Felicitas und die magsiche Schneekugel

Geschichte: Felicitas und die magsiche Schneekugel

Dieses Jahr brachte der Nikolaus der kleinen Felicitas eine wunderschöne Schneekugel.

Sie stand auf einem weißen Sockel, der mit silbernen Sternchen und Schneeflocken bedruckt war.

In der Kugel tanzten zwei winzige Feen auf Schlittschuhen auf einem See auf dem Eis und wenn Felicitas die Schneekugel schüttelte,wirbelten tausende von kleinen Schneeflocken herum.

Eines Nachmittags war es Felicitas furchtbar langweilig. Sie saß in ihrem Zimmer auf dem Boden, schüttelte ihre Schneekugel und sah den winzigen Schneeflocken zu, wie sie in der Kugel umherwirbelten und langsam auf die Feen und den Boden schwebten.

„Ach, ich wünschte, ich könnte auch eine Fee sein“ seufzte Felicitas und schüttelte die Schneekugel erneut.

Plötzlich flogen Funken, es regnete silberne Sternchen auf den Boden des Kinderzimmers und ein Strudel erfasste Felicitas.

Huch, wo war sie denn nun? Das war doch nicht ihr Kinderzimmer? Da war auf einmal ein See und auf dem See tanzten zwei Elfen auf ihren Schlittschuhen auf dem Eis.

Verwundert rieb sich Felicitas die Augen. Das sah ja aus wie ihre Schneekugel! Wie konnte das sein? War sie etwa eingeschlafen und träumte?

„Hallo Felicitas, wir sind Amalia und Lilly und wir begrüßen dich recht herzlich hier bei uns im Feenland. Wenn du diesen Armreif anziehst, wirst du dich ebenfalls in eine Fee verwandeln.“

Mit diesen Worten überreichte ihr Amalia einen schmalen, silbernen Armreif.

Kaum hatte Felicitas sich den Armreif angezogen machte es „pling“ und auf einmal trug sie ein silbernes Kleid und wunderschöne, zarte Feenflügel.

„Wollen wir gleich das Fliegen üben?“ fragte Lilly. „Ich habe Angst“ piepste Felicitas kleinlaut.

„Keine Sorge, wir nehmen dich in die Mitte, du wirst sehen, du kannst es, hab keine Angst“ erwiderte Lilly.

„Na gut, dann mal los“ Mit diesen Worten flatterte Felicitas mit ihren Flügel und tatsächlich, sie erhob sich langsam in die Luft. Sie konnte es kaum fassen! „Ich kann fliegen“ rief sie überglücklich und Amalia und Lilly applaudierten. So flatterte Felicitas gemeinsam mit den beiden Feen durch die Luft. Sie flogen über den See und flatterten in den geheimnisvollen Feenwald. Auf einer verschneiten Wiese standen Einhörner, die ihr leise hinterher wieherten.

Und was war das?? Da war ja die Werkstatt der Weihnachtswichtel! Dort war wenige Tage vor Weihnachten einiges los, die Wichtel schwirrten mal hierhin, mal dahin und waren so beschäftigt, dass sie die Besucherin gar nicht zur Kenntnis nahmen. Felicitas stand vor lauter Staunen der Mund offen. Das war ja tatsächlich so, wie es ihre Mama ihr immer aus den Büchern vorgelesen hatte.

Unglaublich!

„Felicitas, es wird langsam Zeit, du musst zurück in deine Welt. Du musst dir den Armreif anziehen, damit kehrst du zurück“ sagte Amalia und Lilly nickte.

„Schade, es ist so schön bei euch. Darf ich euch mal wieder besuchen und wieder eine Fee sein?“ fragte Felicitas.

„Wer weiß? Vielleicht bringt dich deine Schneekugel noch einmal zu uns in unsere Welt“.

Mit diesen Worten legte Lilly ihr den Armreif um und Felicitas fand sich wieder auf dem Boden ihres Kinderzimmers wieder.

 by Nadine Ulrich im Dezember 2016