Welche Babypflegeprodukte brauche ich wirklich?

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Welche Babypflegeprodukte brauche ich wirklich? Diese Frage stellen sich alle Eltern bereits in der Schwangerschaft, wenn die ganze Babypflegeprodukte in den Regalen der Drogeriemärkte sehen.

Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich gefühlt habe, als ich zum ersten Mal in den Drogeriemarkt meines Vertrauens gegangen bin und vor dieser riesigen Wand voller Pflegeprodukte für Babies und Kleinkinder gestanden habe. Ebenso die vielfältige Auswahl an Windeln, Feuchttüchern, Breien, Gläschen, Schnullern und Flaschen hat mich schlichtweg erschlagen. Ich hatte das Gefühl, als würden sich die Regalwände auf mich zubewegen und das Geschäft um mich herum immer kleiner werden. Wenn ich heute in den Drogeriemarkt gehe, sehe ich oft schwangere Frauen, die mit der gleichen Ratlosigkeit und den tausend Fragezeichen im Gesicht vor eben diesen Regalen stehen, wie ich vor knapp 2 Jahren.

Was Brauch mein Kind an Pflege? Was ist sinnvoll? Ist nicht alles wichtig, wenn man es kaufen kann? Vielleicht brauche ich ja auch gar nichts von alledem! Wo mache ich Abstriche? Was ist, wenn ich es doch brauche und dann nicht zur Hand habe? Puder oder Creme? Lotion oder Milk? Welche der verschiedenen Wundschutzsalben nehme ich denn nun? Wo ist der Unterschied bei den ganzen Feuchttüchern? Und was in Gottes Namen ist so toll an dieser ominösen Calendula? Welcher Schnuller ist der richtige für mein Kind? Kiefergerecht geformt oder doch eher der Kirschsauger? Erst recht bei den Flaschen, worin unterscheiden die sich den? Es sind doch nur Flaschen, oder?!

Diese und noch so viele andere Fragezeichen schweben in den Köpfen von werdenden Müttern und Vätern. Ich musste mich wie viele Anderen durch den undurchsichtigen Dschungel der Pflegeprodukte kämpfen, um es künftigen Eltern zu erleichtern sich im Babypflegeprodukte-Dschungel zurechtzufinden, möchte ich mit euch meine wichtigsten Babypflegeprodukte mit euch teilen

Feuchttücher

Feuchttücher, Öltücher, feuchte Waschlappen, selbstgemachte Feuchttücher oder einfach nur einen Waschlappen und Wasser. Das braucht ihr auf jeden Fall, denn der Popo eures Babys möchte gerne sauber gemacht werden.

Es müssen jedoch nicht immer die gekauften Feuchttücher aus der Drogerie sein. Es reicht den Babys auch etwas Wasser, vielleicht etwas Öl und einen Lappen zum Abwischen. Oft werden Frottee Tücher bzw. Waschlappen empfohlen. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass sie bei uns für den Popo nicht so geeignet waren. Wir nutzen sehr gerne Flannel Babywaschlappen und bei der Tagesmama die selbst gemachten Feuchttücher.

Es gibt ein tolles Video auf dem Muttergans Youtube Kanal. Einfach hier klicken und Feuchttücher schnell und einfach selbst machen.

Wundschutzcreme

Ich habe die Erfahrung gemacht, das wesentlich weniger Wundschutzcreme gebraucht wird, als man eigentlich denkt. In den ersten 4-6 Monaten habe ich sie so gut wie nicht benötigt. Erst mit der Einführung der Beikost wurde die Wundschutzcreme benötigt. Alles andere wurde bei uns immer mit etwas Muttermilch gelöst.

Vor allen Dingen sollte Wundschutzcreme sehr sparsam eingesetzt werden, denn sie beeinträchtigt, durch das Verstopfen der Poren, die Saugkraft von Windel. Eine gute Alternative zur Wundschutzcreme stellt die Heilwolle dar.

Heilwolle

Heilwolle ist ein allround Talent. Es kann für den Babypopo, den Nabel, wunde Brustwarzen bei der Mama und sonstigen wunden Stellen verwendet werden. Ganz wichtig ist hierbei, dass es keine offenen Stellen sind, auf die die Wolle gelegt werden. Das besondere an Heilwolle ist, dass es im Grunde gereinigten Schafswolle ist. Schafswolle kann sehr viel Wasser aufnehmen, hält somit den Popo trocken, lässt viel Luft an den Popo und pflegt gleichzeitig durch das Wollfett noch den zarten Babypopo. Ganz ohne Chemie, irritierende Duftstoffe oder sonstige Inhaltsstoffe, welche nicht an einen Babypopo sollten.

Heilwolle kann an den Babypopo gelegt werden, der in einer Wegwerfwindel oder Stoffwindel steckt ohne das die Windel eine Beeinträchtigung in ihrer Saugleistung erfährt.

Shampoo bzw. Duschgel

Hier scheiden sich die Geister. Ich habe mein Kind die ersten 4 Monate nur mit Wasser gebadet. Ich hatte allerdings auch ein Kind das sehr, sehr wenig gespuckt hat und fast nie nach saurer Milch gerochen hat. Als wir dann ins Babyschwimmen gegangen sind, habe ich ein Duschgel gekauft. Allerdings würde es auch nur für die Male zum Duschen genommen, wo wie im Chlorwasser geplanscht haben. Von allen anderen Badezusätzen halte ich überhaupt nichts, da ich sie schlicht und einfach für unnötig erachte. Das Einzige, was ich Mal in das Badewasser geben habe, war Muttermilch.

Bestimmt fragt ihr euch, was für ein Duschgel ihr euch jetzt für eure kleinen schätze kaufen sollt. Leider gibt es hier auch eine enorme Bandbreite. Die Qual der Wahl. Diese Wahl kann ich euch nicht abnehmen. Entscheidet nach den Kriterien die euch wichtig sind. Es gibt auch ganz tolle Schafsmilchseife, die auch sehr gut für die kleinen Säuglinge sein sollen.

Babyöl

Ich war eine faule Mama. Mein Kind hat nie eine Massage von mir bekommen. Er war jedoch noch nie ein Kind der sich an so etwas erfreut hätte. Allerdings haben wir das Babyöl zum Reinigen des Popos für die fettlöslichen Bestandteile des Nr. 2 Geschäfts genommen. Ob ihr Babyöl, Olivenöl, Mandelöl, oder Kokosöl ist hier mal wieder euch überlassen.

Wovon ich euch ganz klar abraten möchte, ist Öl ins Badewasser zu machen. Das Öl schwimmt an der Wasseroberfläche. Holt ihr euer Baby aus dem Wasser, ist es mit einem glitschigen Ölfilm überzogen. Da gleitet einem das Baby schon mal zwischen den Fingern hindurch zurück und die Badewanne. Das muss meiner Meinung nach nicht sein. Zudem muss auch nicht gepflegt werden wo keine Pflege notwendig ist.

Lotion bzw. Milk

Vor lauter Lotion, Milk und Creme, weiß man gar nicht, was man für sein Kind jetzt nehmen soll. Ich halte es immer mit der Devise:“So wenig Pflege wir möglich, so viel wie nötig!“ Die Bodylotion wurde erst bei uns rausgeholt, wenn wir im Schwimmbad waren. Ansonsten habe ich sie weggepackt gelassen. Jetzt im Winter  haben wir sie schon ein oder 2 Mal rausgeholt. Allerdings ist die große Flasche noch immer fast voll. Diese wurde uns wohlg merkt vor gut 2 Jahr n zur Geburt geschenkt und hat bald das MHD reicht 😂🙈!

Gesichts-/Windschutzcreme

Eine normale Gesichtscreme brauchten wir nicht, da wir bis jetzt sehr gut ohne diese ausgekommen sind. Allerdings haben wir eine Wind-und Wetterschutzcreme gekauft, da wir immer sehr viel draußen sind.

Fazit

Meine Empfehlungen in Punkto Pflegeprodukten lautet immer, dass Kind erst einmal kennenzulernen. Nachdem man sein Kind, dessen Bedürfnisse und Vorlieben kennt, kann man darauf auch besser reagieren und herausfinden, welche Pflegeprodukte notwendig sind und welche das Kind verträgt.

Heilwolle hilft bereits ziemlich viel bei der Pflege und bei einem Duschgel für Babies, kann man  (meist) recht wenig falsch machen. Feuchttücher werden auch gebraucht. Oft entscheidet bei vielen Eltern auch schlicht, welcher Rabattcoupon gerade griffberreit ist. Das war bei uns nicht anders, bis wir die Feuchttücher gezwungenermaßem selbst machen mussten.

Solltest du Stillen, dann kannst du viele Dinge auch mit Muttermilch behandeln. Nicht alles, aber bei vielen Dingen ist Muttermilch, eine wunderbare Geheimwaffe, da dort sehr viele Zellen der Mutter enthält wie zB. Immunoglobuline. Allerdings hat auch die Wirkung von Muttermilch ihre Grenzen.

Um auf meine Frage vom Anfang zurückzukommen „Welche Babypflegeprodukte brauche ich wirklich?“ lautet meine Antwort

– Muttermilch

– Heilwolle

– Feuchttücher

– Duschgel (nach dem 4. oder 6. Monat)

– Wundschutzcreme

Habt ihr andere Must-Haves im Bezug auf Babypflegeprodukte? Wenn ja, welche?

Herzlichst ❤️ Eure

Vanessa