Die Sache mit den guten Vorsätzen

Vorsätze 2017, mama blog,

Jedes Jahr im Dezember, die besinnlich- hektische Zeit vor dem heiligen Abend ist vorüber. Die meisten Menschen haben nun ein paar Tage Zeit um ein klein wenig durchzuatmen bevor es in das wilde, Umtausch und Silvester Vorbereitungsgetümmel geht. Wie war mein Jahr? Bin ich zufrieden? Es wird persönliche Bilanz gezogen. Überall liest und hört man nun die Frage, was sind deine guten Vorsätze für das nächste Jahr. „Abnehmen? Mit dem Rauchen aufhören? Mehr Sport? Weniger Trinken?“ Ich müsste lügen, diese Antworten bereiten mir oft ein breites Grinsen. Dennoch bringen Sie mich zu nachdenken.

Gute Vorsätze, sind sie überhaupt für etwas gut? Brauchen wir sie, wenn sowieso die meisten nicht umgesetzt werden und irgendwann mit einem selbstironischen Lächeln auf das kommende Jahr verschoben werden?

Gute Vorsätze, gibt es denn auch schlechte Vorsätze? Vorsätze, Ziele, Wünsche es gibt so viele Namen dafür aber niemals habe ich einen Gedanken daran verschwendet mal was verrücktes zu tun. Warum eigentlich nicht? Liegt hinter den Vorsätzen ein Erwartungsrahmen? Ganz sicher, gut für dich und gut für die positive Meinung Dritter. Etwas, bei dem Andere zu dir aufsehen können und sagen: „Respekt, du hast es geschafft. Hätte ich nicht gedacht.“ – Warum sagt nicht mal jemand „Ich nehme mir vor einmal die Woche einen Wellnesstag einzulegen und pro Woche ein Duschgel extra zu kaufen, einfach nur für mich“

Genau das mache ich jetzt, es sind meine Vorsätze also dürfen Sie auch gerne für mich sein, nur für mich.

  1. Öfter mal eine Auszeit nehmen und einen Kaffee ganz alleine trinken
  2. Öfter mal ein paar Minuten ohne Ziel spazieren gehen
  3. Rauschen irgendeines Meeres mindestens 2 h genießen

Hmm, bei jedem Vorsatz wollte ich automatisch „mit den Kindern“ tippen – komisch? Nein, versucht es! Als Elternteil ist es sehr schwer seine Kinder nicht mit in seine Wünsche einzubeziehen. Wahrscheinlich werde ich gerade mal Vorsatz 1 umsetzen können, aber das macht nichts, dann eben 2018, 2019, 2020 oder einfach wenn die Kinder aus dem Haus sind. Um mich an die schönen Zeiten, als sie noch klein waren, zu erinnern, müssen nun aber viele Vorsätze weichen, erst einmal Erinnerungen schaffen.

Das ist es, der egoistischste, liebevollste Vorsatz der mir einfällt: Ich will viele positive Erinnerung für mich, damit ich einmal ziellos spazieren gehen kann!

So dann kann 2017 ja kommen – welche Vorsätze fallen euch ein?

Eure Muttergans