Geburtstagsvorfreude – Mein Kind wird 6

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Heute ist es so weit und mein Mädchen, das doch gerade erst mein Baby war, wird 6 Jahre alt!

Meine Tochter wird 6, und ich bin dann seit 6 Jahren Mama. Diese 6 Jahre sind geflogen, sie war doch erst gestern mein hilfloses, kleines Baby und nun ist sie plötzlich ein Vorschulkind und kommt im September in die Schule. Es ist wirklich Wahnsinn, wie schnell zu Zeit vergeht und der alte Spruch, den ich immer so belächelt habe, ist leider wahr: „An den Kindern sieht man, wie schnell die Zeit vergeht“.

Für mein Mädchen ist ihr Geburtstag etwas ganz Besonderes. Seit November wird der Geburtstag geplant, werden Einladungskarten ausgesucht, werden sich Gedanken um die Geschenke gemacht, und ob das Christkind denn weiß, dass dieses und jenes Geschenk doch „zum 6.Geburtstag und nicht zu Weihnachten“ gewünscht wird.

Seit Weihnachten wird der Countdown herunter gezählt und täglich erhalte ich neue Anweisungen, was zu tun sei.

Da muss das Partyset bestellt werden; dieses Jahr feiern wir übrigens eine Einhornparty, und meine Tochter war nicht dazu zu überreden, schöne Papiertüten für die Mitgebsel zu gestalten, weil, wie könnte es anders sein, es müssen ja Einhörner darauf sein!

Pünktlich zum ersten Kindergartentag nach den Weihnachtsferien mussten im Kindergarten natürlich auch die Einladungskarten verteilt werden.

Mit viel Liebe und Mühe hat sie die Namen ihrer Freundinnen selbst auf die Karten geschrieben und ich durfte nur ganz wenig vorschreiben, weil sie die meisten Buchstaben schon kennt. Das macht mir Angst, ehrlich, sie soll das doch in der Schule lernen, aber irgendwie scheinen die Kinder heute schneller zu sein als wir früher.

Tagtäglich werde ich gefragt, ob ich ihre Geschenke schon besorgt habe, und inzwischen ist auch die leidige Kuchenfrage geklärt. Ich muss mich dieses Jahr nicht anstrengen und eine Torte backen, von der die Kinder gar nichts essen und die nur dazu da ist, um das Mama-Ego zu streicheln und einfach nur gut aussieht. Ok, meine Torten schmecken meist besser als sie aussehen, Grobmotorik lässt grüßen! hüstel

Im übrigen backe ich sehr gerne, falls mit dem oben Geschriebenen ein falscher Eindruck entstehen sollte.

Meine Tochter hat für ihren 6. Geburtstag andere Pläne: „Mama, es ist MEIN Geburtstag, nicht deiner, und ICH sage, was gemacht wird. Ich werde für meine Gäste Waffeln backen, du hilfst mir dann aber bitte mit dem Waffeleisen, und dann machst du bitte eine „Rote Inge“ (Dessert aus Himbeeren).

Auf meine Frage, ob sie denn keinen Kuchen möchte, meinte sie ganz gönnerhaft „Wenn du unbedingt willst, dann back halt einen Nusskuchen, Tante A. Soll noch Muffins mitbringen, das reicht!“

Tja. Also gut. Aber der Nusskuchen geht tatsächlich immer. Und ich muss nicht wieder mit dem Fondant kämpfen.

Zum Thema Abendessen gibt es auch diese Jahre genaueste Anweisungen: Es wird auch dieses Jahr wieder das geben, was es gefühlt die letzten drei Jahre auf allen Kindergeburtstagen gab: Hähnchen Nuggets mit Pommes!

Wenn es denn sein muss, auch das! Dieses Essen ist der absolute Renner derzeit, da sind sogar Nudeln mit Tomatensoße „out“.

Weiter wurde das „Rahmenprogramm“ genauestens durchgeplant, es muss wieder eine Schatzsuche durchs Haus geben und zum Abschluss werden alle Kinder im Rahmen einer „Nachtwanderung“ nach Hause gebracht. Da alle Freundinnen fußläufig wohnen, ist das eine prima Sache und die Kinder lieben es!

Ihr seht, ein 6. Geburtstag wird generalstabsmäßig geplant und ich fungiere nur noch als Geldgeberin für meine Tochter, meine Vorschläge werden abgeschmettert, „weil, ich bin doch schon groß!!!!“

So anstrengend es oft ist, ich kann das Wort „Geburtstag“ manchmal wirklich nicht mehr hören, so schön ist es, ihre Aufregung und ihre Freude zu sehen, ihren Plänen zu lauschen und darüber zu staunen, wir gut durchdacht sie das alles hat.

Ja, mein Mädchen ist tatsächlich schon groß, und doch noch so klein, sie ist doch gerade erst 6 Jahre alt. Oder schon 6 Jahre alt? Ich weiß es nicht, denn für mich ist meine Tochter immer mein groß-kleines Mädchen.

Je näher der Geburtstag meiner Tochter rückte, umso mehr denke ich an die letzten Tage der Schwangerschaft mit ihr, die ich sehr genossen hatte.

Ich denke an die ersten Tage mit ihr, wie es im Krankenhaus war, wie die ersten Tage zu Hause verliefen und sehe mir die „alten“ Fotos von vor sechs Jahren an. Ja, und ich werde melancholisch, wie schnell und doch auch langsam diese sechs Jahre vergangen sind, wie es war am Anfang als Mama, welche Vorstellungen ich hatte und was daraus geworden ist.

Wie jedes Jahr an ihrem Geburtstag verdrücke ich heimlich, still und leise ein paar Tränchen, teils vor Glück, teils aus Rührung und teils aus Dankbarkeit, so eine tolle und vor allem gesunde Tochter zu haben.

Ich denke darüber nach, dass auch ich wenige Tage nach meiner Tochter ein Jahr älter werde!

Wie ist das bei euch, dürft ihr die Geburtstage eurer Kinder noch mit planen, wie sieht ein „typischer“ Kindergeburtstag bei euch aus?

Seid ihr an den Geburtstagen eurer Kinder auch so sentimental?

Liebe Grüße

Eure Nadine