Erkältungstipps für’s Baby

 

Wenn ein Kind krank wird, scheint die Welt erst einmal still zu stehen. Der Abwasch bleibt liegen und auch die Wäsche muss warten. Denn ein krankes Kleinkind – oder in meinem Fall ein krankes Baby – benötigt unglaublich viel Nähe und Aufmerksamkeit. Vor allem Babys verstehen noch nicht, was da gerade mit ihnen passiert. Ihnen tut der Hals weh, Mama wischt ständig mit einem Taschentuch im Gesicht rum und das Stillen will nicht so richtig klappen, weil die Nase verstopft ist. Wie kann ich also meinem Baby oder Kleinkind helfen, damit die Erkältung leichter zu ertragen ist?

Gerade in der nasskalten Winterzeit sind Erkältungen oft leider unumgänglich. Man kommt daher zwangsläufig ständig in Kontakt mit erkälteten Mitmenschen. Seit ein paar Tagen hat es uns Zuhause der Reihe nach alle erwischt: erst wurde ich krank, dann meine 9 Monate alte Tochter und nun schlussendlich noch mein Mann. Wir Erwachsenen können unsere Symptome mit allerlei Hausmittelchen oder Präparaten aus der Apotheke bekämpfen. Mein persönlicher Favorit ist frisch aufgebrühter Ingwer-Honig-Zitronen-Tee. Doch wie kann ich meiner Tochter Linderung verschaffen? Sie ist total verschleimt im Hals und auch die Nase ist verstopft.

Kranke Kinder und Baby brauchen viel Ruhe. Soweit es möglich ist, sollte man auf größere Ausflüge verzichten. Stattdessen mit einem Film auf dem Sofa kuscheln ist doch auch mal eine willkommene Abwechslung. Zudem sollen sie viel Trinken. Manche Stillkinder werden während einer Erkältung wieder nahezu voll gestillt. Ab Beikostreife kann man seinem Kind zusätzlich noch Wasser anbieten- nicht nur zum Essen.

Die Klassiker bei verstopfter Nase sind Nasenspray und Nasentropfen. Es gibt spezielle Tropfen für Säuglinge, bei denen der enthaltene, abschwellende Wirkstoff einfach niedriger dosiert ist. Manchmal ist Nase aber auch nur trocken, verkrustet und verstopft. Dagegen wirkt ein Meerwassernasenspray wahre Wunder. Für meine Tochter empfiehlt unsere Kinderärztin eine Kochsalzlösung selbst anzusetzen. Hierfür werden 250 ml abgekochtes, abgekühltes Wasser mit einen 1/2 Teelöffel Salz solange verrührt bis sich das Salz komplett aufgelöst hat. Mithilfe einer Pipette oder kleinen Spritze wir dann ein wenig Kochsalzlösung in beide Nasenlöcher getropft. Die Lösung muss man täglich frisch ansetzen!

Um erkälteten Babys und Kleinkindern während einer Erkältung nachts das Atmen zu erleichtern, sollte man die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Entweder hängt man ein paar feuchte Tücher ins Schlafzimmer oder man stellt ganz einfach den Wäscheständer mit der nassen Wäsche in den Raum. Beides erfüllt seinen Zweck bestens. Die Feuchtigkeit sorgt dafür, dass die Nasenschleimhäute nicht zu sehr austrocknen und sich womöglich noch entzünden.

Wenn die kleine Schnupfnase ständig verstopft ist und das Kind dadurch Probleme beim Stillen hat oder nicht mehr Schnullern möchte, empfehle ich einen Nasensauger. Es gibt sie z. B. mit einem kleinen Ballon mit dem man das Nasensekret absaugen kann oder man kann dies mit dem Mund absaugen. Mein persönlicher Favorit ist jedoch ein Nasenstaubsauger! Man schließt ihn einfach am Staubsauger an und kann so in wenigen Sekunden das Nasensekret großzügig absaugen. Anschließend spült man den kleinen Auffangbehälter kurz unter fließendem Wasser ab. Fertig! So schnell ist die triefende Rotznase befreit. Wer dennoch lieber zum herkömmlichen Taschentuch greift, sollte den Bereich um die zarte Kindernase mit einer guten Fettcreme, wie z. B. Wollfett pflegen und so vor weiterem Austrocknen schützen.

Für Kinder ab 1 Jahr kann man Zwiebelsaft ansetzen. Er hilft gut gegen Husten und ist leicht herzustellen: Man benötigt 2-3 Zwiebeln, die man in Ringe schneidet und vermengt sie mit 2-3 Esslöffeln Zucker (alternativ: Honig). Die Zwiebel-Zucker-Mischung in einen Trichter oder ein Haarsieb geben, ein paar Stunden ziehen lassen und die Flüssigkeit dabei auffangen. Der entstandene Sirup kann pur oder in ein Glas Wasser gerührt verzehrt werden. 3-4 Mal über den Tag verteilt jeweils 1 Esslöffel vom Zwiebelsirup einnehmen. Den gab es breits in meiner Kindheit regelmäßig und meine Schwester und ich sind heute noch davon begeistert.

Was sind eure Hausmittel bei einer Erkältung? Wie unterstützt ihre eure Kinder dabei?

Anke