Yoga mit Kindern

mama blog, Yoga Anleitung, warum Yoga, für was Yoga, Kinder Yoga, ab wann Kinder yoga

Meine Kinder haben einen sehr langen Kindergartentag. Auch wenn man meinen könnte, sie seien dort beschäftigt und ausgepowert worden, habe ich doch oft das Gefühl, dass in den Kleinen noch mehr Energie steckt die raus muss. Sie kommen Heim und sind zappelig und aufgedreht. Wir setzen uns zusammen hin und erzählen uns von unserem Tag. Kurz darauf fangen sie schon wieder an rumzurennen. Nach meinem Arbeitstag habe ich manchmal nicht mehr die Kraft mit ihnen raus zu gehen oder einen Sportkurs zu besuchen. Ja und manchmal will ich auch einfach nicht mehr raus oder unter Leute. Dann möchte ich meine Kinder genießen und meine Ruhe haben.

Wie kombiniere ich nun also ihr Bedürfnis nach Bewegung und meines nach Ruhe?

Ein Antwort hat sich schnell gefunden – YOGA

Nach eingehender Recherche habe ich mich für zwei Bücher entschieden die eine einfache Einführung geben. Eins mit DVD, also geführtes Yoga und eins mit einem schönen, großen und übersichtlichen Poster. Die Illustrationen sind sehr bunt und fröhlich und laden die Kinder nicht nur zum Turnen, sondern auch zum anschauen ein.

Alle Übungen sind sehr einfach und können bequem vor´m Couchtisch gemacht werden.

Die Kinder tendieren mehr zur DVD, da dort ein anderes Kind die Übungen vormacht und eine sehr melodische Stimme noch einmal erklärt, was man genau machen muss.

Natürlich war es zu Anfang schwer für meinen kleinen Zappelkinder runterzukommen, auf ihre Atmung zu achten und sich auf ihrem Körper zu konzentrieren. Klar, ist ja auch schwierig, wenn man von 180 auf einmal runter fahren muss. Aber wie heißt es so schön? Übung mach den Meister.

Nach nun drei Wochen lockeren Yogas, werde ich schon gefragt, ob wir denn jetzt den „Mutigen Löwen“ machen können und es wird geschaut wer bei „der Giraffe“ einen längeren Hals machen kann. Die Kinder lenken ihre Energie in „die Blume“ oder sammeln neue Kraft aus „der Windmühle“. Es ist schön zu sehen, wie die Beiden immer neue Tierfiguren annehmen und so nicht nur ihre Muskeln und ihre Sinne trainieren, sonder auch lernen ihrem Körper anders wahrzunehmen. In kurzer Zeit sehe ich Fortschritte im Halten der Balance und vorallem im bewussten Atmen.

Ich bin als Buchhändlerin körperlich sehr eingebunden, trage schwere Lasten und muss mich häufig Bücken und in die Knie gehen. Meine Schultern und mein Rücken sind häufig verspannt und ich fühle mich unausgeglichen. Die leichten Dehnungen und Übungen des Kinderyogas haben gerade dort schon Linderung verschafft und ich merke wie ich sogar auf der Arbeit kurze Figuren einfließen lasse.

Wir sind noch sehr weit davon entfernt als Yogaprofis durchzugehen. Wir haben keine Matten und wir dehnen uns entweder in Strumpf- oder Jogginghosen – Hauptsache bequem.

Das Wichtigste ist, das wir eine neue Familienaktivität gefunden, Sonntags macht sogar mein Mann mit, haben von der wir auf so vielfältige Art und Weise profitieren.

Wie ist das bei euch? Was habt ihr für einen Ausgleich zum manchmal stressigen Alltag?

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Alles Liebe

Denise