Ladendiebin wider Willen

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Vor kurzem hatte unser Kindergarten einen Tag geschlossen und so beschloss ich, den Tag mit den Kindern beim Möbelschweden zu verbringen.

Da man mit Kindern doch so einiges erleben kann, wurde ich plötzlich zur Ladendiebin wider Willen.

Zunächst war alles ganz normal. Wir begannen unseren Tag mit einem Frühstück und der Plan war, anschließend durch die Markthalle zu schlendern, da ich neue Gardinenstangen und etwas Deko kaufen wollte.

Doch zuvor wollten meine Kinder in der Kinderabteilung „spielen“ und meine Tochter wollte unbedingt auch noch dort zu Mittag essen, als sie gesehen hatte, das es eines ihrer Lieblingsessen, nämlich Schnitzel, gab.

Also beschlossen wir, dass wir frühstücken, dann einkaufen und anschließend dort zu Mittag essen, ehe wir nach Hause fahren. Sollte mir recht sein, so musste ich am Abend nicht mehr kochen und mein Mann aß auf Arbeit. Das klang zunächst alles nach einem entspannten, gemütlichen Tag, denn wir hatten keinen Zeitdruck.

Leider unterlief mir bereits beim Frühstück holen der erste Fehler: Ich kaufte für die Kinder ein gemeinsames Getränk und der erste Tobsuchtsanfall meines Sohnes lies nicht lange auf sich warten.

Also notgedrungen ein zweites Getränk gekauft, ich hätte es von Anfang an besser wissen sollen!

Der Rest des Frühstückes verlief sehr angenehm, die Kinder spielen noch und nach einem Toilettenstopp ging es dann endlich los in Richtung Markthalle.

Meine Kinder wären nicht meine Kinder, wenn sie nicht jeweils eine Duftkerze mitnehmen wollten.

Also luden wir als erstes unsere Kerzen in den Wagen und legten unsere Jacken dazu.

Nach langen, langen 1,5 Stunden durch die Markthalle war ich vom ständigen „Mama, Mama, Mama“ leicht angenervt. Dazu kam, dass ich, sobald ich mir etwas genauer anschauen wollte, im Anschluss mindestens eins meiner beiden Kinder irgendwo suchen musste oder von ganz wo anders wieder ein „Maaaaaaaaaaamaaaaaaaaaaaaaaaaa, wo bist du?“ erklang.

Dazu war ich so wahnsinnig und hatte tatsächlich noch 2 Gardinenstangen mit einer Länge von 2,20m im Wagen liegen, die natürlich viel zu lang waren und ich aufpassen musste, dass ich weder mich, meine Kinder oder andere Besucher damit aufspießte.

Mein Sohn hatte irgendwann keine Lust mehr und versteckte sich überall, rannte davon, brüllte, weil er mich nicht mehr sah und meine Tochter wollte unbedingt Dieses und Jenes bestaunen und am liebsten in den Wagen laden.

Ich war heilfroh, als ich endlich an den Kassen ankam. Also alles aus dem Wagen raus, gescannt, dazwischen meinem Sohn hinterher gerannt, den Wagen festgehalten, den er wegschieben wollte und die eingescannten Sachen zurück in den Wagen geräumt, wieder meinen Sohn von zwei Kassen weiter zurück geholt, die gescannten Sachen in den Wagen legen….

Endlich war es geschafft und ich hatte alles bezahlt und im Wagen. Ich wollte nur noch zum Auto, alles einladen und dann zu Mittag essen.

Plötzlich sprach mich ein Mann an: „Nachkontrolle, bitte geben Sie mir Ihren Kassenzettel zum Überprüfen“. Völlig verdattert gab ich ihm den Zettel, das hatte ich noch nie erlebt.

Dann kam er, der große Schock: „Sie haben 10 Artikel auf dem Kassenzettel, aber 12 liegen im Wagen!“ Mir wurde heiß und kalt und mir fiel siedend heiß ein, dass ich vergessen hatte, die beiden Kerzen, die wir ganz am Anfang in den Wagen gelegt hatten, zu scannen, weil während dem Einladen beim Einkaufen die Jacken nach hinten auf die Kerzen geschoben wurden.

Das war SOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO peinlich, aber zum Glück hatte der Mann großes Verständnis für genervte Mütter und ich durfte die Kerzen ohne weitere Konsequenzen oder schwedische Gardinen bezahlen.

Die liebe Dame an der Kasse meinte dann nur: „Machen Sie sich keinen Kopf, das passiert öfter, als Sie denken“. Ein schwacher Trost, aber es war ja auch wirklich keine böse Absicht von mir gewesen, ich war durch meinen Sohn einfach zu abgelenkt.

Hattet ihr in eurem Mama-Dasein auch schon so peinliche Erlebnisse?

Erzählt doch mal 😉

Liebe Grüße

Eure Nadine