Sport nach der Geburt

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Ich war vor der Geburt meines Sohnes sehr aktiv und habe viel Sport gemacht. Ich war Joggen, Fahrrad fahren, Schwimmen oder habe auch sehr gerne einfach nur getanzt. Das geht bestimmt vielen anderen Mamas auch so. Ich habe es früher nicht so wahrgenommen, aber ich habe einen starken Drang nach Bewegung. Auch im Studium habe ich die meisten Wege immer mit dem Fahrrad zurückgelegt, was im bergigen Ludwigsburg nicht immer einfach war. Während der Schwangerschaft bin ich viel Schwimmen gegangen und dank unserer Hunde habe ich auch jeden Tag einen Spaziergang gemacht. Es tat mir gut und ich war nach der Geburt sehr schnell wieder fit.

Nun stellte sich die Frage welche Art von Sport man als frisch gebackene Mama betreiben kann.

Die ersten Wochen

Mama sein ist sehr aufregend. Es ist alles neu und man stellt sich komplett auf den kleinen Menschen ein, der auf einmal einfach da ist. Daher kann ich euch nur raten, euch nicht verrückt zu machen während der ersten Wochen. Genießt die Zeit mit eurem Kind. Kuschelt viel, lernt die Signale eures Kindes lesen. Glaubt mir, ihr seid die meiste Zeit am Tag mit Stillen oder Füttern, Windel wechseln, Kind beruhigen und Kind an- oder ausziehen beschäftigt. Zudem habt ihr noch den Wochenfluss und solltet euch von der Geburt erholen. Deswegen macht ihr die ersten 6 Wochen bis zu eurer Nachuntersuchung bei eurer Frauenärztin erst mal keinen „Sport“. Ihr könnt euch allerdings auch einfach euer Kind schnappen und geht spazieren. Frische Luft ist gut für Mutter und Kind. Wer sein Kind in Tuch oder Tragehilfe tragen möchte, sollte anfangs nicht zu lange Spazieren gehen, denn das kann so kurz nach der Geburt die Beckenbodenmuskulatur stark beanspruchen.

Das erste Jahr

Nachdem ihr eure Nachuntersuchung bei eurer Frauenärztin hattet, empfehle ich euch einen Rückbildungskurs zu machen. Dort fangt ihr langsam wieder mit dem „Sport“ an. Es sind beckenbodenfreundliche Übungen. Nachdem ihr den Rückbildungskurs beendet habt, könnt ihr einen Kurs machen in dem ihre der beckenbodenfreundliche Übungen macht. Am besten einen Kurs bei dem ihr euer Kind mit dabei haben könnt, dass ist sehr praktisch für die frisch gebackenen Mamas. Informiert euch im Internet über passendene Kurse, die ihr mit eurem Baby gemeinsam besuchen könnt.Oder ihr lässt euch in eurem Fitnessstudio von den Trainern besonders beckenbodenschonende Übungen zeigen.

Gerade in der Anfangszeit solltet ihr von Sportarten wie Joggen oder Trampolin springen verzichten. Damit tut ihr eurem Beckenboden absolut keinen Gefallen! Euer Beckenboden muss hier gegen die Schwerkraft arbeiten und ist durch die Schwangerschaft und Geburt noch nicht vollkommen belastbar. Während der Schwangerschaft lockern sich die Bänder und Sehnen, damit das Baby auch durch den Geburtskanal passt. Das dafür verantwortliche Hormon Relaxin ist noch bis zu einem Jahr nach der Geburt in eurem Körper vorhanden. Daher ist die Verletzungsgefahr z. B. beim Joggen viel höher. Meine Empfehlung lautet ganz klar, langsam zu beginnen. Schwimmen ist eine super Möglichkeit sich sportlich zu betätigen. Der Beckenboden wird kaum beansprucht.

Sobald euer Kind 1 Jahr alt wird könnt ihr allmählich wieder mit Sportarten beginnen, die den Beckenboden etwas mehr herausfordern können. Es ist aber ratsam den Beckenboden auch weiterhin noch zu trainieren. Über Anspannen und Entspannen. Dazu findet ihr im Internet auch sehr viele hilfreiche Tips und Tricks bzw. auch das ein oder andere Video.

Wie habt ihr es mit dem Sport nach Schwangerschaft und Geburt gehandhabt. Braucht ihr Bewegung als Ausgleich zum Mama Alltag?  Welchen Sport habt ihr für euch entdeckt?

Eure Vanessa