Alkohol in der Schwangerschaft

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„Ein Gläschen schadet doch nicht!“ Eigentlich ist das Thema Alkohol in der Schwangerschaft ziemlich ausgelutscht, denn heutzutage ist allgemein bekannt, wie schädlich es für das Ungeborene ist, wenn die Mutter Alkohol konsumiert. Aber wissen das wirklich Alle?

In meinem eigenen Bekanntenkreis habe ich schon zu hören bekommen, dass ein Gläschen in der Schwangerschaft ja nicht so schlimm sei. Insgesamt haben mir drei Mütter davon berichtet, dass sie sich ein Glas Sekt gegönnt haben. Nur eine von den Dreien, nämlich die Oma meines Mannes, berichtete mir, dass sie es aus Unwissenheit getan hatte. Damals, vor 50-60 Jahren, wusste man um die Risiken für das Kind noch nicht. Die beiden Anderen, die in den letzten paar Jahren entbunden haben, meinten, dass bei einer geringen Menge Alkohol nichts passieren könne.

Ich möchte Niemanden belehren, denn jede Schwangere muss selbst entscheiden, was sie macht. Ich möchte auch Niemanden verurteilen, der trotz Baby im Bauch getrunken hat. Mir ist lediglich wichtig darüber aufzuklären, was passieren kann (nicht muss) und zu ein wenig mehr Vorsicht aufrufen, eurem Baby zuliebe.

Nun aber zu den Fakten:

Trinkt eine Frau während der Schwangerschaft Alkohol, kann es vorgeburtlich zu Schädigungen des Babys kommen.

Alkohol ist auch in kleinen Mengen unter Umständen schädlich für das ungeborene Kind. Vermutlich seid weder ihr, noch das Baby, von einem Glas betrunken. Aber Alkohol hemmt schon in geringen Mengen die Zellteilung. Dies kann somit im schlimmsten Fall dazu führen, dass wichtige Nervenbahnen im Gehirn nicht ordentlich verknüpft werden oder die Organe des Fötus einen Schaden nehmen. Bei jedem Wachstumsschub entwickelt der Fötus wichtige Funktionen, geistige und körperliche. Letztendlich kann man nie wissen in welcher Phase sich das Ungeborene gerade befindet. Vielleicht hat es gerade keinen Wachstumsschub und ein Gläschen Sekt o.ä. richtet keinerlei Schaden an. Vielleicht habt ihr aber Pech und euer Kind steckt gerade in einer wichtigen Organbildungsphase und dieses eine Gläschen Sekt wirkt sich auf die dafür so wichtige Zellteilung. Wachstumshemmung, Fehlbildungen der inneren Organe und Fehlgeburten können Folgen des sog. Fetalen Alkoholsyndroms (FAS) oder auch Alkoholembryopathie (AE) sein. Auch Konzentrationsprobleme und Lernschwächen können manchmal auf Alkoholgenuss in der Schwangerschaft zurückgeführt werden. Und wie gesagt, es reicht schon der einmalige Genuss von Alkohol, dafür müsst ihr nicht regelmäßig trinken!

Fazit ist: Jeder Tropfen Alkohol kann in der Schwangerschaft schädlich sein.

Ich habe mich dazu entschieden, in der Schwangerschaft und in der Stillzeit komplett auf Alkohol zu verzichten. So gehe ich auch nicht das Risiko ein, meinem eigenen Kind vielleicht Schaden zuzufügen.

Wie steht ihr zu dem Thema „ein Gläschen schadet nicht“? Verzichtet ihr auf Alkohol oder haltet ihr das für übertriebene Vorsicht?

Eure Sabrina