Geburtsbericht Jana

mama blog, geburt, PDA, schwanger mit 18, Teeniemama

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Als ich das erste mal schwanger wurde, war ich erst 18 und hatte eigentlich ganz andere Dinge im Kopf. Umso mehr musste ich mich also rund um Schwangerschaft und Geburt informieren, damit ich mich wohl und sicher fühlte. Und so hatte ich zum Ende der Schwangerschaft hin, eine Menge Bücher verschlungen und mich innerlich auf das kommende vorbereitet. Trotzdem, je näher der Tag rückte, wurde ich immer nervöser. Als ich ca. zwei Wochen vor dem errechneten Termin Wehen bekam, war  ich froh das meine Mutter grade bei mir war und meine Kliniktasche ,seit einem Tag , fertig gepackt im Flur stand. Zunächst registrierte ich überhaupt keine richtigen Wehen sondern hatte Bauchweh und musste ständig zur Toilette. Die Bauchschmerzen wurden kontinuierlich mehr aber verschwanden zwischendurch auch wieder und gegen zehn fing meine Mutter an, die Abstände zu messen und tatsächlich waren die Abstände ca  8 -10 Minuten lang.

Ich wurde total aufgeregt und wollte direkt ein Taxi rufen aber meine Mutter hatte die Ruhe weg und meinte, das wir noch etwas warten sollten. So kontrollierten wir noch mal die Kliniktasche und ich zog mir etwas frisches an. Dann riefen wir ein Taxi und ich merkte auch langsam wie das Bauchweh auch von einem Schmerz im Rücken begleitet wurde. Als wir im Krankenhaus ankamen, musste ich zuerst zum Zehenschreiber (CTG) und der zeigte an, das ich alle sieben Minuten Wehen hatte. Aber die Hebamme meinte, ich hätte noch etwas Zeit und da ich nicht sehr starke Schmerzen hatte, schickte Sie mich noch etwas spazieren. So schlurfte ich also mit meiner Mutter und dem Papa, den Gang auf und ab. Je später es wurde desto schmerzhafter wurden die Wehen und die Hebamme schlug vor , das ich in die Wanne gehen könnte . Durchgeschwitzt wie ich war, nahm ich das Angebot dankend an. Als ich in die warme Wanne stieg, fühlte ich mich zunächst richtig wohl aber das änderte sich relativ schnell, da mein Kreislauf schlapp machte. Ich stieg wieder heraus und war ziemlich erschöpft als ich mich auf das große Bett im Kreißsaal legte.

Die Wehen kamen nun in immer kürzeren Abständen und ich bemerkte im Becken einen starken Druck nach unten. Die Hebamme kontrollierte immer mal wieder den Muttermund aber es tat sich trotz großer Schmerzen nur langsam etwas. Ich verkrampfte mich etwas vor Müdigkeit und weil ich mir wünschte, das es bald vorbei wäre. Dann kam eine Ärztin und fragte mich, ob ich eine PDA haben möchte und klärte mich darüber auf. Da ich ziemlich starke Schmerzen und einige Stunden hinter mir hatte, entschied ich mich dafür  und eine Schwester bereitete meinen Rücken vor. Ich war ziemlich abgelenkt von den Wehen und habe das Legen der PDA nicht wirklich registriert aber ich bemerkte etwas Entspannung als das Medikament wirkte. Dann ging plötzlich alles relativ schnell und trotz der PDA merkte ich deutlich wie der Druck nach unten immer größer wurde und die Wehen immer stärker. Die Hebamme meinte das käme, weil ich mich entspannt hätte und kontrollierte den Muttermund. Er war fast ganz verstrichen und der Kopf drückte ins Becken . Sie sagte mir, er hätte lange dunkle Haare und ich war ziemlich erschrocken darüber , das es jetzt wirklich soweit war und mein Baby auf die Welt kam. Inzwischen war es Acht Uhr am Morgen und die warme Juli Sonne schien durchs Krankenhaus Fenster, aber ich lag in den Presswehen und hatte langsam wirklich genug. Als.mir ein ,,Ich kann echt nicht mehr “ entwich, meinte die Hebamme, es wäre gleich soweit, wenn die Mütter das sagen, steht die Geburt kurz bevor. Ich war wenig motiviert von ihrem Optimismus aber die Wehen wurden nun richtig stark und die Ärztin kam wieder dazu und untersuchte den Muttermund. Sie sagte, das ich jetzt mithelfen und Pressen muss. Ich wollte nicht mehr mithelfen aber ich wusste, es ist bald geschafft und so ließ ich mich etwas von der Ärztin anleiten und um 8.25 kam dann mein erstes Kind zur Welt, ein wunderschöner Junge.

Er war so perfekt, süß und klein,  ich konnte meine Augen nicht von ihm lassen. Die Anstrengungen und die  Schmerzen waren sofort vergessen. Er hörte auf zu weinen als er in meinen Armen lag und wir schauten uns gegenseitig an und ich hatte den Eindruck, er musterte mich ganz genau. Es war ein wunderbarer und wohlverdienter Moment. Insgesamt war die Geburt rückblickend „schön“, trotz der Schmerzen. Ich konnte mich jederzeit zwischen mehreren Möglichkeiten wie unter anderem Wanne, Bett oder Gymnastikball umentscheiden, die Position ändern oder im Raum  hin und her laufen. Die Hebamme und die Ärztin waren sehr geduldig  und lieb und haben mich gut begleitet. Es war definitiv anders als ich es mir vorgestellt hatte, aber definitiv einer der eindrucksvollsten Erfahrungen in meinem Leben.

Eure Jana-Eliza