Kinder im Garten

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Mein Mann und ich haben bei unserer damaligen Wohnungssuche keinen großen Fokus auf einen Garten gelegt. Wir haben in kleinen Wohnungen mit Balkon gewohnt und ein Garten war für uns nur mit viel Arbeit verbunden. An Kinder im Garten war erstmal nicht zu denken.

So mag es nun überraschen wenn ich erzähle, dass unser Zuhause einen 400 qm Garten hat. Aber als wir das Haus besichtigt haben und wir durch das weite Küchenfenster den kleinen Apfelbaum und die Schaukel an der alten Kirsche gesehen haben, sah ich auch Kinder über die Wiese laufen und hörte klares, schallendes Kinderlachen. Unsere Entscheidung stand also, es war das Haus mit riesen Garten.

Zwei Jahre später kam unser Sohn zur Welt und drei Jahre später begann mein Mann mit dem Bau eines Hochbeetes. Durch die Kinder hat sich unser Bewusstsein für viele Dinge geändert. So auch für unsere Ernährung.

Wir begannen mit dem Anbau von einfachen Sachen, anfängertauglichem Gemüse, Zucchinis und ein paar Salatköpfen, Kohlrabi und Gurke. Durch unsere Erfolge animiert wuchs unser Hochbeet und wurde erweitert. Im Jahr darauf habe ich meinen Sohn das erste Mal mit einbezogen und Apfelmus eingekocht. Es war schön zu sehen, mit wieviel Freude er beim Pflücken der Äpfel geholfen hat. Die Küche war total versaut, als er das Mus in die Gläser gefüllt hat. Aber die Augen haben geleuchtet und es tut gut zu wissen, dass mein Kind seine Nahrung kennt, selbst zubereitet hat und somit das Essen erfährt und viel mehr zu schätzen weiß.

Mittlerweile haben wir zwei Kinder und der Teil unseres Gartens der bebaut wird ist genauso gewachsen wie unsere Familie. Die Kinder haben ein eigenes Erdbeerbeet um das sie sich kümmern. Im Frühjahr beseitigen wir zusammen die alten und welken Blätter, sie legen Stroh unter sobald die Pflanzen beginnen zu blühen, sie gießen und sie ernten. Ich werde den Moment nie vergessen, als sie das erste Mal voller Stolz und einer handvoll roter, kleiner Früchte vor mir standen.

Es ist uns wichtig, dass die Beiden wissen wo das, was sie essen her kommt, dass sie um den Wert wissen, was es bedeutet freien Zugang zu Nahrung zu haben. Sie kommen abends aus dem Garten und haben schwarze Fingernägel, Sand in den Haaren und Flecken auf der Kleidung. Sie haben Spaß an der Arbeit im Garten, haben frische Luft, die ihnen um die Nase weht und ihre Haut ist gebräunt. Sie lernen was es heißt Verantwortung für etwas zu übernehmen, sich um etwas zu kümmern. Denn wenn sie sich nicht kümmern, dann gibt es keine Erdbeermarmelade oder Erbeerkuchen. Und dieses Risiko will keine kleine Naschkatze eingehen.

Diese Naturnähe ist mir jedes weitere Jahr wichtiger und ich bereue nicht einen Moment, dass wir uns für das spießige Haus mit Garten entschieden haben.

Zu sehen wie gut es den Kindern tut und wie unbeschwert sie hier aufwachsen können, bestätigt uns immer wieder in unserer Entscheidung. Auch in diesem Jahr wird der Garten wieder ein Stück wachsen und das Hochbeet wird erweitert. Ich bin gespannt, was wir alles ernten werden.

Wie ist das bei euch? Habt ihr auch einen Garten und helfen eure Kinder mit?

Alles Liebe

Denise

1 Kommentar

  1. Wir haben uns in diesem Jahr einen Schrebergarten zugelegt. Ich selbst bin mit Garten aufgewachsen und möchte das auch für meine Kinder. Dort können sie nackig über die Wiese rennen und Beeren von den Sträuchern naschen 🙂

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