Ein Hoch auf das Familienbett

familienbett, mama blog
Unser Weg zum Familienbett war irgendwie anders. Im Juli 2015 sind wir umgezogen. Ein Haus mit vielen Zimmern und so auch eines für unseren Sohn, der im Juni 1 Jahr alt geworden ist. Er schlief vom ersten Tag im neuen Haus in seinem Zimmer und seinem Bett und das sogar wirklich gern. Abends rief er ganz selten nach Mami oder Papi. Meistens schlief er tatsächlich durch. Es war für uns alle okay, wie ich jetzt ein wenig verwundert feststellen muss. Doch die Silvesternacht sollte alles verändern.
Wir hatten uns für den bevorstehenden Jahreswechsel nichts besonderes vorgenommen. Da mein Mann am 01.01. arbeiten musste und ich nicht ohne ihn losziehen wollte, blieben wir einfach daheim. Wir aßen gemeinsm und tranken ein Gläschen Champagner zusammen.
Pünktlich um 00:00 Uhr standen wir auf der Terrasse und begrüßten das neue Jahr indem wir uns das Feuerwerk der Nachbarschaft ansahen. Wirklich schön. Und schon “rief” unser Sohn das erste Mal durch das Babyphone. Er beruhigte sich auf meinem Arm recht schnell und ich legte ihn wieder ab.
Da wir auf dem Dorf wohnen war mittlerweile auch das Feuerwerk verebbt, der Geräuschpegel jedoch nicht wesentlich leiser, denn unser gegenüberliegender Nachbar feierte eine angekündigte Silvesterparty. Klar, haben wir ja auch Verständnis, es war ja Silvester und da will man auch keine Spaßbremse sein und sich beschweren.
Es wurde 01:00 Uhr und mein Mann und ich gingen ins Bett. “Rums, Rums, Rums” ” düdel düdel düdel”… in einer Tour. Ich dachte noch, Wahnsinn, dass das Kind da schlafen kann. Es war wirklich abartig laut.
Wir lagen mit offenen Augen im Bett und versuchten irgendwie in den Schlaf zu finden. Es wurde 02:00 Uhr. Das Kind “rief” wieder. Es war so laut, dass er die Augen aufschlug und mich ansah. Ich nahm ihn mit zu uns, da er auf dem Arm nicht mehr einschlafen konnte. Auch bei uns im Bett wälzte sich der kleine Mann immer noch lange hin und her. Aber mit der Zeit fand er dann in den Schlaf.
Mama und Papa starrten immer noch an die Decke und wippten mit dem Beat des Nachbarn unweigerlich mit. Gegen 05:30 Uhr lief mein Mann dann doch mal zu unserem Nachbarn, da sich die musikalische Gestaltung nunmehr so darbot, dass ein Song für 10 Sekunden in einer ohrenbetäubenden Lautstärke angespielt wurde, unter großem Protest der Betrunkenen Meute ausgeschaltet wurde, nur um nach ca 20 Sekunden einen neuen “Hit” anzuspielen. So wiederholte es sich schon eine gefühlte Ewigkeit. Als er dann gegen 05:45 Uhr zurückkam war es endlich ruhig und wir sanken  sofort einen tiefen Schlaf. Der kleine Mann war schon immer ein Langschläfer (ja, es gibt solche Kinder) und ließ uns beide bis 10:00 Uhr schlafen.
Den Blick am Morgen in seine kleinen, braunen Augen werde ich nie mehr vergessen. Ein freudestrahlendes “Mami” als er die Augen aufschlug und so ist es auch heute noch. Nur mit dem Unterschied, dass mich morgens 4 kleine braune Augen anblinzeln. Die morgendliche Kuschelzeit gibt uns allen wahnsinnig viel. Voller positiver Gefühle und Gedanken lässt es sich so super in den Tag starten.
Ein Hoch auf unser Familienbett!
Wie war es bei euch? Habt ihr euch von Anfang an für ein Familienbett entschieden? Gab es einen Unterschied, als die zweiten oder dritten Kinder dazukamen?
Liebe Grüße
Eure Franzi