Kampf dem Chaos (Reloaded)

Ordnung, Kinderzimmer, mama und Haushalt

Neulich bekam ich auf Facebook die Erinnerung meines Artikels „Kampf dem Chaos“ angezeigt, den ich im Mai vor einem Jahr geschrieben habe, den ihr hier nachlesen könnt. Wie es weiter ging, erfahrt Ihr in diesem Artikel, Kampf dem Chaos (Reloaded)

Kampf dem Chaos?

Grund genug, ein Resümee zu ziehen. Versuche ich noch immer, Herrin über das alltägliche Chaos zu werden? Herrscht nun, ein Jahr später überhaupt noch Chaos? Oder verläuft bei uns alles in geordneten Bahnen?

Nun, ich sage mal so, ohne das gewisse alltägliche Chaos wären wir nicht wir, planbar und ruhig kann jeder, wir nicht 😀

Die Kinder trinken noch immer ihren Kakao, allerdings inzwischen meist vor 7:00 Uhr und mein Sohn hat sein Mischungsverhältnis 2/3 Kakao auf 1/3 Milch sehr zu meinem Leidwesen beibehalten, was meine Tochter versucht zu übernehmen.

Zumindest was die Sauerei auf dem Tisch betrifft, ist es in diesem Jahr besser geworden, da ich nur noch ca. jeden 2. Tag Kakaopulver und Milch auf wischen muss.

Spülmaschine aus- und wieder ausräumen sind geblieben, ebenso das Richten der Brotdosen für den Kindergarten. Letzteres mit deutlichen Ansagen, was ich bitte mitgeben soll, inklusive der Anweisung, ob „normales “ Brot genehm ist oder es Toast sein muss. Beim Toast ist wichtig, dass ich nachfrage, ob es getoastet oder ungetoastet sein muss, aber ich muss das ja nicht essen, von daher ist mit das egal;)

Unsere Katzen sind inzwischen Freigänger, somit hat sich zumindest das Thema „Katzenklo saubermachen“ in Luft aufgelöst.

Aktuell verlassen wir das Haus gegen 8:00 Uhr und ich bringe nach wie vor die Kinder in den Kindergarten. Das Fertigmachen für den Kindergarten geht nun sehr schnell, da meine Tochter das alles alleine macht und nur noch mein Sohn Unterstützung und Hilfe braucht.

Ein Großteil des Spielzeugs ist im Laufe des Jahres in die Kinderzimmer im ersten Stock gewandert; man erkennt inzwischen jeden Tag, dass dieses Zimmer unten ein Wohnzimmer darstellt und keine Spielwarenabteilung ;). Ja, auch dann, wenn nicht aufgeräumt ist! Ganz ehrlich!

Da wir ca. 30 Minuten früher das Haus verlassen, bin ich in der Regel auch 30 Minuten früher im Büro, was sehr gut ist, da die Arbeit mehr geworden ist und ich stunden mäßig aufstocken konnte.

Die Ruhe im Büro im Vergleich mit zu Hause ist eine andere geworden und oft einer gewissen Hektik gewichen, da immer mehr Vorschriften immer mehr Zeitaufwand bedeuten, den keiner der Kunden auch nur erahnen kann.

Nach wie vor hole ich die Kinder um 14:00 Uhr vom Kindergarten ab. Der Dienstag ist unser neuer Bummeltag geworden, an dem wir Getränke kaufen gehen und bei gutem Wetter durch die Stadt bummeln und den Kleinkram besorgen, der gebraucht wird.

Samstags ist nach wie vor unser „Großeinkaufstag“, an dem wir für die ganze Woche einkaufen, sodass ich unter der Woche nur frisches Fleisch und Obst- und Gemüsenachschub kaufen muss, wo ich einen Großteil an unserem „Bummeltag“ besorge, weil bis dahin der Essensplan für die Woche im Feinschliff steht.

An den anderen Tagen besucht meine Tochter ihre Freundinnen oder diese besuchen uns, oder wir sind einfach im Garten oder erledigen Besorgungen für meine Eltern. Es gibt sogar Tage, an denen wir einfach gar nichts tun.

Mit jedem Jahr, das die Kinder älter werden, werden sie selbständiger, ich kann es wirklich bestätigen und ich kann ungestört auf Toilette gehen und sogar ungestört duschen – auch dann, wenn mein Mann nicht zu Hause ist.

Was das Bügeln betrifft: da halte ich es auch in 2017 noch ganz nach Scarlett O´Hara: „Morgen ist auch noch ein Tag“. Wäsche falten habe ich aber nun auf Samstag gelegt, während die Kinder in der Badewanne sitzen. Da ist Wäsche falten genau das Richtige 😀
Ich bin im Bad mit dabei und kann nebenbei Hausarbeit erledigen. Zwei Fliegen mit einer Klappe oder so 😉

Gefühlt habe ich ein Jahr später viel mehr zu tun als noch im letzten Jahr, ich arbeite mehr, die Wäsche wird nicht weniger, aber einiges läuft einfach so nebenbei mit.

Vielleicht habe aber auch ich mich geändert. Ich habe zwar noch immer hohe Ansprüche an mich selbst, die ich nach wie vor erfülle – aber nicht auf Gedeih und Verderb!

„Kampf dem Chaos“ ist bei uns noch immer aktuell, aber es ist anders geworden, ruhiger und irgendwie leichter. Vielleicht, weil ich mich selbst mehr achte, mehr auf meine Bedürfnisse achte? Ich weiß es nicht, aber es ist gut so, wie es ist.

Wir werden sicher niemals die Familie sein, bei der alles komplett durch strukturiert ist, das geht alleine durch unsere Berufe nicht. Aber: Zumindest für den Moment habe ich das größte Chaos bekämpft!

Wie ist es bei euch? Ich hoffe, es wird auch leichter, je älter eure Kinder werden?

Liebe Grüße

Eure Nadine