Mandeln, Polypen und Paukenröhrchen OP

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Ein Krankenhausaufenthalt mit Kind kann zur Herausforderung werden. Die Aufregung vor einem geplanten  (oder auch ungeplanten) Eingriff ist immer groß,  und daher ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Natürlich kommt es auch auf das Alter der Kinder an. Die große Krabbe war drei als wir, zu einem geplanten Eingriff, ins Krankenhaus mussten. Es sollten die Polypen und Mandeln entfernt und Paukenröhrchen eingesetzt werden.

Da dies ein Routine-Eingriff ist, war ich nicht sehr aufgeregt, hatte aber dennoch Angst, vor allem wegen der Narkose und wie sich die Krabbe im Krankenhaus fühlen würde. Natürlich mussten wir eine Woche zur Kontrolle dort bleiben und so hieß es für mich erstmal Sachen packen.  Zuerst rief ich auf der Station an um zu fragen, ob wir irgendwas beachten sollten oder dringend benötigen. Außerdem fragte ich, ob wir Windeln mitbringen sollten, manche Krankenhäuser haben bestimmte Hygiene Vorschriften.
Die Krabbe sollte nüchtern kommen und Windeln sollten wir selbst mitbringen. Ich überlegte, wie wir die Krabbe bei Laune halten konnten. Der Papa übernahm zwar die Nachtschicht, weil ich mit der kleinen Krabbe nicht da bleiben konnte aber tagsüber wollte er ja auch beschäftigt werden. Fernsehen ist natürlich vorhanden aber schnell uninteressant. Ein Tablet haben wir nicht, aber rückblickend hätte es wahrscheinlich einiges erleichtert. So packte ich verschiedene Spiele ein, eine Magnet Maltafel, beliebte Bücher und ein paar Spielzeug Autos, in der Hoffnung  das wir damit etwas Zeit überbrücken können. Ansonsten nur bequeme Hosen, Longsleeves, Unterwäsche, Zahnbürste, Waschzeug, Pantoffeln und dicke Socken.
Als es dann los ging und David nüchtern bleiben musste, konnte er natürlich morgens nichts Frühstücken, da der Eingriff um Neun Uhr morgens stattfinden sollte. Dementsprechend war er sehr schlecht gelaunt als wir im Krankenhaus ankamen und hatte keine Lust auf die Voruntersuchungen. Gott sei dank ging alles relativ schnell und die Schwestern hielten die große Krabbe, mit Handschuh Luftballons und bunten  Pflastern, bei Laune. Als alles überstanden war und er aus dem Op gebracht wurde, bekam er überhaupt nichts mit und schlief, mit winzigen Pausen, den ganzen Tag und die Nacht durch.
Am nächsten Morgen war er wieder fitter und wollte natürlich sofort essen. Da er relativ lange nichts gegessen und nur getrunken hatte, wollte ich natürlich vorsichtig starten aber das war natürlich ganz und gar nicht in seinem Sinn. Als er einen Joghurt gegessen hatte und alles gut war, ließ er sich das Frühstück schmecken und natürlich einige der Kleinigkeiten, die sein Besuch ihm schon mitgebracht hatten.
Er war aber noch ziemlich schlapp und wegen des Zugangs am Fuß meinte er, er könne nicht laufen.  Also schauten wir Fernsehen, spielten Spiele, Besuch kam und er untersuchte natürlich ausgiebig, das elektrische Bett. Am nächsten Tag wollte er immer noch nicht laufen und langsam stellte sich das als etwas umständlich heraus, da ich dann immer zwei Kinder tragen musste, weil sie kleine Krabbe noch nicht laufen konnte. Er bekam einen Zimmernachbarn in seinem Alter und der sagte ihm, daß er ja auf einem Bein springen könne. Ich fragte mich nur, warum ich nicht darauf gekommen war. Nun hatte er immerhin jemanden, mit dem er quatschen konnte und die beiden spielten mit ihren Autos oder guckten sich Serien auf dem Tablet des Jungen an. Nach drei Tagen durfte der Junge nach Hause und die beiden waren etwas traurig. Nun war der Krabbe langweilig aber zwei Tage hieß es noch, aushalten. Sein Papa ließ ihn auf dem Handy spielen, wir verarzteten seinen „Baby Hundi“ mit ein paar Sachen die wir von den Schwestern bekamen und dann gingen wir noch zusammen ins Spielzimmer, wo Malzeug und verschiedene Spielsachen zu finden waren.
Alles in allem bekamen wir die Zeit dort gut um. Es war so aufregend für die Krabbe, das erst nach fast einer Woche, langweile aufkam aber da auf einer Kinderstation immer was los ist, erledigte sich das schnell von alleine. Als kleinen Tipp noch von mir, vielleicht besorgt ihr ein, zwei neue Bücher oder ein neues Spiel. Er war von den mitgebrachten Sachen schnell gelangweilt weil er sie kannte, dafür war das neue Wimmelbuch der Renner. Vielleicht habt ihr ja noch Tipps oder Erfahrungen, ich freue mich über eure Antworten,
Eure Jana-Eliza