Vorbereitung auf das Geschwisterchen

Als ich zum zweiten Mal schwanger war, war alles anders. Nun hatte ich bereits ein Kind. Auf keinen Fall wollte ich, dass mein Sohn sich weniger geliebt fühlen würde, wenn unsere Tochter auf die Welt kommen wird. Wie kann ich mein erstgeborenes Kind auf das Geschwisterchen vorbereiten? Kann meine eigene Vorfreude auf das Erstgeborene überschwappen?
Letztendlich war es genau das, was ich versucht habe meinem Sohn zu vermitteln, als wir ihm gesagt hatten, dass er noch ein Geschwisterchen bekommen wird:
DU wirst der beste große Bruder sein. Deine Schwester freut sich so auf DICH!
DU wirst für sie der Tollste auf der Welt sein, weil DU schon so viel kannst und ihr alles beibringen kannst!
Wir haben nur positive Gefühle vermittelt, sodass er gar keinen Eindruck bekommen konnte, dass es Grund gäbe deswegen ängstlich oder eifersüchtig zu sein. Das hat auch wirklich geklappt, er war richtig gepusht darauf endlich der beste große Bruder der Welt zu werden und das ist auch wirklich mein einziger Tipp, den ich mitgeben kann.
Viele Menschen in meinem Umfeld fragen immer wieder, ob das Erstgeborene nicht eifersüchtig sei. Oder auch besonders liebenswert waren die Kommentare wirklich kurz vor der Geburt zu unserem Sohn: „Wenn deine Schwester da ist, musst du aber teilen! Dann musst du das lernen!“
Letztendlich so viel dazu: Es gab keine Probleme aus seiner Sicht.
Das einzige Problem war ich. Ich hatte gerade in der ersten Zeit unendlich Angst, dass mein Sohn sich weniger geliebt fühlen könnte. Ich habe mich zerrissen gefühlt und hatte das Gefühl, dass ich beiden nicht gerecht werden kann. Dieses Gefühl blieb ungefähr zwei bis vier Wochen. Danach fühlt es sich so an, als wäre es schon immer so gewesen. Als wäre ich schon immer eine Mama von zwei wundervollen Kindern.
Aber die Füße meines Sohnes, die waren auf einmal „über Nacht“ so groß. Vor der Geburt seiner Schwester war er „Der Kleine“. Plötzlich wurde er zu „Mein Großer“. Ich versuche immer im Blick zu haben, dass er nun wirklich „Der Große“ ist, aber dass er dennoch ein kleiner Mensch ist mit Gefühlen und Ideen, mit dem Recht auf schlechte Laune.
Wie erging es euch nach der Geburt des zweiten Kindes?
Besonders interessieren mich auch eure Erlebnisse nach der Geburt des dritten oder
vierten Kindes.
Lieber Gruß
Eure Zweifach-Mami Jasmin