Der Traum vom Eigenheim (Tipps zum Hauskauf)

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Als wir vor 3 Jahren in unsere jetzige 4 Zimmer Wohnung (zur Miete) gezogen sind, dachten wir: Hier können wir ewig bleiben. Letztendlich haben wir jedoch unterschätzt, wieviel Platz wir mit zwei Kindern benötigen. Ich liebe unsere Wohnung, wir haben einen wunderschönen, wilden Garten mit unendlich vielen Fahrzeugen und Spielsachen für unsere beiden Kinder, die Wohnung ist groß und hell – aber es ist einfach zu eng. Unser Büro ist der Raum für Vieles: Die zweite Abstellkammer, mein Nähzimmer, das Arbeitszimmer von mir und meinem Mann, mein Wäsche- und Bügelzimmer…. Dementsprechend sah das Zimmer aus. Überfüllt, chaotisch und zum Schämen ;-).
Bisher teilen sich die Kinder ein Zimmer, was ich absolut in Ordnung finde, auch unser Schlafzimmer ist groß genug und das Ess-/Wohnzimmer mit offener Küche war immer freundlich und schön. Unser großer Flur ist perfekt, um Bobbycar-Rennen zu veranstalten. Mein Unmut wuchs immer mehr über diesen Zustand des zu engen Wohnens. Auch mein Mann realisierte nach und nach, dass wir auf Dauer umziehen werden müssen. Bauen oder lieber kaufen? Ich berichte euch im folgenden Text über unsere Gedanken zu unserem Traum vom Eigenheim und wie wir uns letztendlich entschieden haben.
Die Entscheidung fiel letzten Sommer kurz vor unserem Urlaub: Auf Dauer muss mehr Raum her. Auf jeden Fall ein Haus, entweder selbst bauen oder kaufen, notfalls auch mieten.
Mieten fiel relativ schnell weg, aus dem Grund, dass ein Haus zur Miete kalt so viel kosten würde, wie ein eigenes Haus abzuzahlen. Zuerst gefiel uns die Option zu Bauen recht gut, da es keine ansprechenden Häuser in unserer Gegend gab. Wir reservierten zwei Bauplätze, jedoch zerschlugen sich beide Bauträume aus folgenden Gründen:
Der 1. Bauplatz war an einem Hang und es stellte sich heraus, dass wir mit Keller bauen müssten. Der Bauplatz war in einem Gebiet, an dem es ein Jahr zuvor die Jahrhundertflut gab und alle Keller voll liefen. Das schreckte uns allgemein von dem Bauplatz ab. Mit Keller zu bauen, überschritt unser Budget um eine Menge.
Der 2. Bauplatz war flach und wir hätten ohne Keller bauen können. Wir haben uns das Grundstück, glaube ich, etwas schön geredet. Denn es war am Hang, es war in einem Ort, der nicht ganz ideal für unsere Arbeitsstelle war, es war recht weit von den Großeltern entfernt. Im Nachhinein bin ich dankbar und froh darüber, dass dieser Bauplatz nicht geklappt hat.
Nach den zwei fehlgeschlagenen Plänen/Versuchen, waren wir schon niedergeschlagen. Unser eigener Bauplatzkrimi fing an uns zu nerven. Wir beschlossen das Thema ad acta zu legen. Ich versuchte wieder nach Häusern zur Miete zu schauen, ich suchte im Internet aber fand nie etwas, was uns, ob Kauf oder zur Miete, was uns überzeugte oder zu uns passte.
Unsere Wünsche? 6 Zimmer, Garten, Garage und ein guter Zustand (wir sind beide beruflich sehr eingespannt und schaffen es nicht nebenbei noch zu renovieren). 1 Ess-/Wohnzimmer, 3 Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer und ein Schlafzimmer.
Es hat insgesamt fast ein Jahr gedauert, aber nun haben wir unser Traumhaus gefunden. Es erfüllte jeden unserer Wünsche. Wir müssen noch etwas renovieren, und zwar werden wir alle Tapeten rausreißen und einen Innenputz machen, den wir beliebig farbig tönen können. Die Tapeten wollte ich weg haben, da sie 20 Jahre alt sind und ich glaube, dass es für das Raumklima gut ist, wenn man da etwas Neues macht. Es ist schließlich unser Neuanfang. Die Böden (Laminat und Fliesen) werden wir bewusst nicht erneuern. Sie sind sehr gut erhalten und ich vermute, dass ich, wenn wir sie neu legen lassen, immer meckern werden. „Passt auf, werfe das nicht so auf den Boden, du machst den Boden kaputt, du hast da Kratzer gemacht….“ Usw.. So möchte ich nicht werden. Ich möchte entspannt sein, meine Kinder ermutigen und nicht meckern, nur weil ich Angst habe, dass sie etwas Neues kaputt machen könnten.
Meine Tipps für jeden, der mit dem Gedanken spielt, etwas zu kaufen:
Wichtig für die Finanzierung vom Haus ist, dass man beruflich auf sicheren Beinen steht, etwas Eigenkapital vorhanden ist und auch, dass nur wenig Renovierungen vorgenommen werden müssen. Bei Renovierungen ist es immer schwierig: Es kann sein, die Kosten der Renovierung übersteigen, die damit verbundene Wertsteigerung des Gebäudes. Wenn dies dann nicht mit vorhandenem Eigenkapital ausgeglichen werden kann, wird es schwierig. Dies kann auch bei Neubauten passieren, wenn ein Wertverlust aufgrund beispielsweise des Bauplatzstandortes geschieht. Diese Wertminderung kann dann schnell einfach mal 80000 Euro betragen.
Haus oder Wohnung?
Macht euch Gedanken, wieviel ihr Platz ihr benötigt. Möchtet ihr eine Wohnung, ein Reihenhaus, eine Doppelhaushälfte oder ein frei stehendes Einfamilienhaus? Jede Möglichkeit hat ihre eigenen Vorteile.
Was ist euch wichtig? Wie soll die Zimmeraufteilung sein? Wieviel ihr Zimmer benötigt ihr?
Lage, Lage, Lage! Wo soll euer neues Eigenheim sein? Welches ist die beste Lage für Arbeit, Kindergarten/Schule und zu euren Freunden/Familie?
Wie ist eure Erfahrung? Reicht euch der Platz noch oder habt ihr, wie ich, auch den Traum vom eigenen Heim mit mehr Platz? Habt ihr Tipps, um in wenig Raum, dennoch entspannt zu leben?
Im nächsten Bericht werde ich euch von meinen Renovierungs- und Umzugstipps berichten. Fall ihr Wünsche zu einem besonderen Thema zum Traum vom Eigenheim habt, freue ich mich über eure Kommentare.
Ganz liebe Grüße,
Eure Jasmin

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