Mit Baby beim Friseur

Ich war das letzte Mal im Dezember beim Friseur, wir haben mittlerweile Mitte Juli und mein Kopf sieht aus wie, na ja, nennen wir es mal liebevoll einen Müllhaufen.
Ich hatte letztes Jahr die grandiose Idee mal wieder blond zu werden. Eigentlich meine Naturhaarfarbe. Seit ich 16 bin trug ich meine Haare allerdings dunkel, meist schwarz oder dunkelbraun. Experimentiert habe ich eigentlich nur mit der Länge. Meine Haare waren lang bis fast zum Hintern und kurz darauf hatte ich den Nacken ausrasiert und trug einen ganz schrägen Bob.
Schreibt man die Frisur überhaupt so? Keine Ahnung. Ich verwende nämlich für meine Haare ungefähr so viel Zeit, wie ich für’s Zähneputzen brauch.
In meist weniger als zwei Minuten bin ich gekämmt und hab mir einen Haargummi reingefummelt.
In letzter Zeit trug ich immer einen typischen Mama-Knuddel. Ziemlich weit oben auf dem Kopf habe ich mein Stroh zusammengeknotet. Da ich ja blond war, also blondiert, könnt ihr euch den Ansatz vermutlich vorstellen.
Oh mein Gott! Warum hat mir eigentlich niemand gesagt, wie scheiße ich damit aussehe?
Nun gut, es war praktisch. Stimmt. Mehr aber auch nicht.
 Mein absoluter Lieblingsnachbar fragte mich dann, dezent durch die Blume, ob ich nicht sein Haarmodel sein will und meine Haare färben lassen will.
Nun gut, jetzt musste ich nur noch die Abholung des Süßfischs aus dem Kiga organisieren und das Speckbaby musste wohl oder übel mit.
Der Süßfisch verbrachte einen tollen Tag bei Oma und Opa.
Nun gut, ich wusste, der Termin soll 3-4 Stunden dauern. Ein ganz kleines bisschen mulmig war mir schon, ob das Speckbaby so lang durchhält! Und wer geht schon mit Baby zum Friseur? Ja genau, ich!
Das Speckbaby schlief schon auf der Hinfahrt selig. Er hielt sich die meiste Zeit auf meinem Schoß auf und für meinen Lieblingsnachbarn gestaltete sich das Färben und letztlich auch schneiden als kleine Herausforderung.
Zwischendrin wurde er müde. Ich legte ihn auf die Seite in meinen Arm und strich ihm sanft über sein zuckersüßes Näschen. Tja und was soll ich sagen? Das Speckbaby schlief seelenruhig in meinem Arm bei all den unbekannten Friseurgeräuschen. Beim Schneiden übernahm kurz der Ladenbesitzer und das Speckbaby schaute sich noch mal aus der Vogelperspektive den Laden an.
Letztlich verbrachte ich gute 4 Stunden mit meinem Baby beim Friseur. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Ich trage keine rausgewachsenen, ellenlangen, blonden Haare mehr, sondern einen braunen Long-Bob.
Das Baby war die ganze Zeit super lieb. Das Beste kam jedoch abends als der Süßfisch nach Hause kam. Er wollte mir eigentlich von seinem Traktor erzählen, bemerkte aber, dass etwas anders war. Er spielte die ganze Zeit mit meinen Haaren und auf ein Mal platzte es aus ihm heraus:“ Mami! Du siehst ja so toll aus!“.
Also, liebe Mamis, wagt euch einfach zum Friseur mit Baby. Man kann zwar nicht 100% entspannen, aber man sieht wieder vernünftig aus und fühlt sich gleich viel besser.
Wie war es bei euch? Schon mal mit Baby beim Friseur gewesen? Wie lange ist euer letzter Friseurbesuch her?
Bis bald!
Eure Franzi