Kindergartenabschied

ade du schöne kindergartenzeit

ade du schöne kindergartenzeit

Kürzlich war es so weit, das bis dahin so weit entfernte, von den Kindern herbei gesehnte und von den Eltern gefürchtete Abschiedsfest der „Schlauen Füchse“, wie die Vorschulkinder in unserem Kindergarten heißen, stand bevor.

Drei Wochen vor dem Termin gründeten wir Mamas eine Handygruppe, in der wir uns Gedanken über die Abschiedsgeschenke für die Erzieherinnen machten und vorab unter uns ausmachten, wer welchen Salat zum Grillfest beisteuern würde.

Wir beschlossen, ein „Freundebuch“ für die Erzieherinnen zu machen, das die Kinder gemeinsam mit den Eltern gestalten sollten.

Gemeinsam mit einer anderen Mama übernahm ich die Organisation und für alle überwog die Vorfreude auf das Fest, weil wir alle gemeinsam feiern konnten.

Als es dann soweit war, hatte ich den ganzen Tag ein sehr seltsames Gefühl im Bauch, ich fühlte mich ganz komisch, meine Tochter war voller Vorfreude.

Als die „Schlauen Füchse“ dann im Laufe es Abends ihre selbst gebastelten Schultüten präsentierten und aus voller Kehle „lange muss ich nicht mehr warten, ich geh fort vom Kindergarten“ sagen, musste nicht nur ich schlucken.

Zum Abschluss des Festes hatten die Erzieherinnen eine Präsentation über das Jahr der „Schlauen Füchse“ zusammengestellt. Es war sehr interessant zu sehen, wie sehr sich alle Kinder seit September letzten Jahres verändert hatten. Alle waren sie unheimlich gewachsen und heute sehen sie alle wirklich wie Schulkinder und nicht mehr wie die „kleinen“ Kindergartenkinder aus.

Es war ein sehr seltsamer Abend, denn uns Eltern wurde klar, dass die Kindergartenzeit nun endgültig vorbei sein würde und ein völlig neuer Abschnitt beginnt.

Als wir dann noch die gebastelten Stundenpläne, den Kalender und die Jahresuhr, die jedes Vorschulkind gebastelt hatte, in die Hand gedrückt bekamen, war das unbeschreiblich.

Auf dem Weg zum Auto meinte meine Tochter plötzlich, wie aus heiterem Himmel zu mir: „Mama, ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich bald nicht mehr in den Kindergarten gehe“.

Meine Tochter freut sich seit letztem Jahr auf die Schule, freut sich darauf, endlich lesen und schreiben zu lernen, aber an diesem Abend war sie zu Hause sehr still und zog sich in ihr Zimmer zurück.

Vergangene Woche bekamen wir am Freitag den „Ordner“ der Kinder in die Hand gedrückt, nebst „Meine Wünsche für dich“ von der jeweiligen Bezugserzieherin. Darauf war ich in keinster Weise vorbereitet, obwohl ich wusste, dass wir das Portfolio noch vor den Ferien mit nach Hause bekommen würden. Als ich den Brief gelesen hatte, habe ich Rotz und Wasser geheult über die lieben Worte von Frau S. Schade, dass nicht alle so viel Glück mit ihren Erzieherinnen haben!

Der Brief ist so wahnsinnig warmherzig und liebevoll geschrieben, alleine beim Schreiben jetzt laufen mir wieder die Tränen vor lauter Rührung. Meine Tochter möchte übrigens nicht, dass ich ihr den Brief vorlese. Sie möchte ihn erst lesen, wenn sie lesen gelernt hat und ihn alleine lesen kann.

Mit dem Ordner hat sich meine Tochter nochmals verändert und sie war das Wochenende sehr in sich gekehrt und ruhig und wollte nun lieber doch nicht in die Schule gehen. Auch hat sie viel geweint; auf Nachfrage, was denn los sei, wusste sie aber keine Antwort.

So langsam wird auch den Kindern klar, dass etwas völlig Neues auf sie zukommen wird.

Wir wissen nun, in welche Klasse sie kommen wird, haben die Materiallisten erhalten und so weiter.

Ich muss mir nun noch Gedanken über die Füllung der Schultüte machen, die „großen“ Dinge wie ihre von Herzen gewünschte Armbanduhr liegen verpackt bei meinen Eltern.

Als letztes brachte sie ihr Mäppchen und den Schnellhefter mit den Wochenaufgaben vom Fuchsbautreff mit nach Hause. Am Freitag muss ich nun nur noch ihren Beutel mit Wechselkleidern mit nach Hause nehmen und dann ist, bis auf 4 Tage Ende August, die Kindergartenzeit meiner Tochter unwiderruflich zu Ende.

Daher möchte ich diesen Artikel nutzen, um den Erzieherinnen für alles, was sie für meine Tochter und auch für uns Eltern getan und organisiert haben, von Herzen danken. Ich weiß,dass dieses Engagement nicht selbstverständlich ist.

Von Herzen „Danke“ für alles!

Anmerkung: Die Torte vom Bild wurde für die Abschiedsfeier im Kindergarten von einer Mama selbst gebacken und verziert; selbst die Stifte sind aus Fondant! Das Foto hat mir die „Bäckerin“ freundlicherweise für diesen Artikel zur Verfügung gestellt und mir erlaubt, es zu veröffentlichen.

Wie waren die letzten Kindergartentage bei euch? Seid ihr auch traurig gewesen oder ward ihr froh, als eure Kinder endlich in die Schule gekommen sind?

Liebe Grüße

Eure Nadine