Generationenproblem

generation gap mama probleme

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Schon oft habe ich über die scheinbar unüberbrückbaren Schluchten zwischen mir und meiner Oma geredet. Habe erzählt wie sehr sich unsere Ansichten unterscheiden, habe darüber nachgedacht wie ich es ihr recht machen könnte, diese Ideen wieder verworfen und nach einem neuen Ansatz gesucht. Ich habe versucht ihren Standpunkt zu verstehen und nachzuvollziehen.
Schwierig, aber machbar!

Mittlerweile sehe ich mich einer neuen Herausforderung gegenübergestellt. Ich schaue mich in meiner Generation um und frage mich wie ich mich je über meine Oma habe aufregen können. Fast jeden Tag sehe ich mich nun mit jungen Frauen konfrontiert, die ganz andere und neue Möglichkeiten haben als meine Oma vor 60 Jahren, die freien Zugang zu Bildung und Wissen haben, die aus den Vollen schöpfen können und es einfach nicht tun. Warum? Aus Bequemlichkeit? Unlust? Ich sehe junge Frauen, die es besser machen könnten, die für sich und für ihre Kinder, an sich arbeiten und neue Wege einschlagen könnten, aber sie tun es nicht. Denn der Weg, den viele Frauen vor uns gegangen sind ist ja schön ebenmäßig und gut ausgebaut. Nicht so holprig wie eine neue Richtung die man gehen könnte, um für sich und seine Familie, für die Zukunft seiner Kinder, einschlagen könnte.

Wieso fällt es ihnen so schwer umzudenken? Haben sie Angst? Angst, dass etwas schief laufen könnte? Dann doch lieber so wie man es schon immer getan hat, denn hat ja funktioniert. Aus uns ist ja auch was geworden. Ja, natürlich gehen Dinge schief, wenn man was neues ausprobiert. Nur so lernt man doch dazu.

Komischerweise ist es genau diese Angst die mich anhält, die mich motiviert immer Neues auszuprobieren, zu schauen wie ich mein Leben mit zwei Kindern und Mann, für uns alle am harmonischsten gestalten kann. Denn immer nur die alte Weise zu übernehmen ist für mich gleichgestellt mit Stillstand.

Ja, auch hier fällt wieder das Stichwort “Vorbild sein” !! Ich möchte meinen Kindern zeigen, wie toll es sein kann neue Dinge zu entdecken, wie hilfreich und befriedigend es ist seinen Horizont zu erweitern und über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Ich will, dass meine Kinder neugierig sind, dass sie Fragen und in Frage stellen, wenn sie merken, dass etwas für sie nicht in Ordnung ist. Das sie nach Lösungen suchen, wenn sie sich mit etwas nicht wohl fühlen, anstatt es einfach auszuhalten. Sie sollen wie kleine Schachtelteufel aus den Schubladen hinaus springen, in die die, Leute versuchen sie hineinzupressen. Ich setze voraus, dass sie irgendwann zu mir sagen “Mama, das fand ich nicht gut, das möchte ich anders machen!” Dann werde ich dastehen und ihnen innerlich applaudieren. Eine emotionale LaOla-Welle wird mich mitreißen und ich hoffe, dass sie das Beste aus meiner Generation mitnehmen und vieles Neues in ihrer eigenen verankern!

Alles Gute

Eure Denise