24/7 Mama – von Dauerbelastung und fehlenden Pausen

mama blog, Magazin, entspannung

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Fast jede Mama kennt wohl das Gefühl der Erleichterung, wenn der Partner heimkommt und man nach einem anstrengenden Tag endlich ein wenig Unterstützung mit dem Baby/Kind bekommt. In meinem Fall kommt mein Mann erst gegen 23 Uhr oder später von der Arbeit, also dann, wenn unsere Tochter (hoffentlich 😉 ) schon schläft.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich also schon einen sehr langen Tag alleine mit unserer Kleinen hinter mir und fühle mich manchmal absolut erschlagen. Da ist es eigentlich schön, dass wenigstens nachts noch jemand da ist, der mich unterstützen kann, denn vom Durchschlafen ist unsere Tochter noch sehr weit entfernt. Ich sage eigentlich, denn seit mittlerweile 5 Monaten ist der tagsüber heißgeliebte Papa nachts ein absolutes NO-GO. Plötzlich hat sie entschieden, dass nachts nur noch die Mama kommen darf. Und wehe der Papa nimmt sie aus dem Bett, dann wird sich völlig in Rage gebrüllt, bis sogar das Atmen schwer fällt. Die einzige Lösung ist dann, dass ich sie zu mir nehme und sie stille, bis sie sich wieder beruhigt hat. So oder so, ich komme nicht mehr drum herum, bei jedem Mal nachts aufzustehen und mich allein um sie zu kümmern. So gerne würde ihr Papa sie nehmen, um ihr ein Gefühl der Sicherheit zu geben und um mich zu entlasten. Aber sie akzeptiert ihn nachts nicht und ich komme somit auch nachts kaum zur Ruhe. Seit Monaten bin ich daher 24/7 im Dauereinsatz und das hinterlässt Spuren. Mir fehlt tagsüber die Energie, um 100% zu geben und nachts fällt es mir sehr schwer, die nötige Ruhe zu bewahren. Nach vielen Wochen ohne Pause war es dann auch mal soweit, dass ich einfach nicht mehr konnte und nach dem dritten oder vierten Aufwachen innerhalb kurzer Zeit komplett ausgeflippt bin, nur noch geweint habe und gesagt habe, dass ich nicht mehr kann und jetzt auch nicht aufstehen will. Mein Mann holte die Kleine aus ihrem Bett und sie schrie wie gewohnt. Das Ganze endete dann auch noch in einem riesigen Streit, weil er absolut nicht verstehen konnte, warum ich mich gerade so verhalte. Am Ende sah er jedoch ein, dass ich in dem Moment einfach ausgebrannt war und mehr Hilfe benötigte. Diese Hilfe ist jetzt, dass er mich an seinen freien Tagen länger schlafen lässt oder sich zwischendurch allein um die Kleine kümmert, damit ich einen Mittagsschlaf machen kann. Er achtet jetzt auch sehr auf mich und schickt mich ins Bett, wenn ich mal wieder eine harte Nacht hatte. 😀

Dieses Verständnis von seiner Seite tut mir sehr gut. Der Streit hatte im Übrigen ein Gutes… unsere Kleine war von der Diskussion ihrer Eltern so abgelenkt, dass sie sogar in Papas Armen eingeschlafen ist.

Es gab schon viele Momente in denen ich keine Energie mehr hatte und mir nichts sehnlicher wünschte, als dass sie sich nur ein einziges Mal vom Papa beruhigen ließe und ich weiterschlafen dürfe. Aber es ist nun mal so, wie es ist. Im Moment fühlt sie sich in der Nacht nur bei mir sicher und ich möchte ihr diese Sicherheit natürlich geben. Irgendwie ist es ja auch ein schöner Gedanke, dass dieser Kleine Mensch mir, ihrer Mama, so viel Vertrauen schenkt und sich nachts nur bei mir völlig geborgen fühlt.

Mein Rat an alle erschöpften Mamas, vor allem die alleinerziehenden, ist:

Holt euch jede Hilfe, die ihr bekommen könnt. Jeder kleine Mittagsschlaf, ein erholsames Bad oder 1-2 Stunden beim Sport können schon richtige Wunder bewirken und die Energiereserven wieder ein wenig auffüllen.

Was sind eure Strategien, wenn mal alles zu viel wird? Gönnt ihr euch ab und zu eine Mama-Auszeit?

Eure Sabrina