Gesunder Umgang mit Medien

Kinder ab wann tablet, YouTube

Jeder kennt es, jeder weiß es, Medien sind in der heutigen Zeit unabdingbar und vor allem ist es nicht zu verhindern,  dass unsere Kinder täglich mit Medien  in Berührung  kommen werden.

Bevor wir Kinder hatten, lief bei uns der Fernseher immer mal nebenher, ob jetzt jemand drauf schaute oder nicht, das spielte keine Rolle,  es war sozusagen die Hintergrundmusik.

Unser Medienverhalten änderte sich erst, als unser Sohn auf der Welt war. Er war einige Monate alt, als uns auffiel,  wie gebannt er die bunten Bildchen im Fernsehen verfolgte.

Dass dies nicht gut sein konnte, war uns sofort klar, denn so schnell kann so ein kleines Gehirn diese ganzen Bilder gar nicht verarbeiten. Ab sofort war Schluss mit der Dauerberieselung, der Fernseher blieb tagsüber aus, denn für unseren kleinen Racker gab es soviel Wichtigeres zu erkunden.

Doch die Medien waren nicht aus unserem Leben zu verbannen, denn es begann die Ära der Smartphones, ab und an gab es Arbeit am Laptop zu erledigen und Ruckzuck war unser kleiner Mann Feuer und Flamme. Ja, es ist wie eine Art Magnetismus,  die Kids und die Medien.

Wenn ich in meine Kindheit zurück schaue, kann ich mich daran erinnern,  dass  wir ab und an mal einen Film geschaut haben, aber sonst spielten Medien keine Rolle.

Klar gab es auch damals schon die Kids, die einen Fernseher im Zimmer hatten oder eine Spielekonsole besaßen,  und natürlich waren wir gerne dort, haben unsere Freunde um das  beneidet,  was heute (leider) schon fast normal geworden ist.

Aber wir konnten uns auch gut ohne diese Medien beschäftigen, wir haben draußen gespielt,  gebastelt, gelesen, haben uns Spiele ausgedacht und waren glücklich.

Ich möchte, dass meine Kinder lernen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, sie sollen spielen, wie ich damals und keine Stubenhocker werden. Das wünsche ich mir, doch ganz so wird es nicht werden.

Die Kinder wachsen heute sehr intensiv mit verschiedenen Medien auf, vorenthalten bringt nichts, denn sie kommen spätestens beim Besuch von Spielgefährten damit in Kontakt. Natürlich möchte ich meine Kleinen auch nicht benachteiligen, also muss ein verantwortungsbewusster Umgang mit Medien her.

Alles fing damit an, dass unser damals zweieinhalbjährige Junge gerne eine tägliche Kinderserie am Abend sah. Also schaute er abends eine viertel Stunde fern und dies haben wir bis heute fortgeführt, seine kleine Schwester schaut sie nun auch. Sonst bleibt der Fernseher in der Regel aus.

Haben wir schlechtes Wetter oder ist eines der Kinder krank,  schauen wir auch mal einen Film, wir besitzen auch eine Spielekonsole, woran der Große ( mittlerweile sieben Jahre) jeden zweiten Tag  für dreißig Minuten spielen darf, wenn er das möchte.

WIR setzen also klare Zeitgrenzen, und bei schönem Wetter geht es grundsätzlich raus. Bis jetzt kommen wir gut damit zurecht, ohne dass die Kinder  meckern oder wir als Eltern das Gefühl haben,  dass  es zuviel wird.

Für unsere Kinder sind die Medien wie Fernsehen, Tablet, Computerspiele, Smartphones völlig normal und gehören zum Alltag dazu, sie wachsen bereits damit auf, wir dagegen mussten in diese neuen Techniken erst reinwachsen.

Lassen wir unseren Kindern also ein Stück weit die Freiheit, die Welt auf ihre heutige Art und Weise zu entdecken,  lassen wir sie lernen, achtsam und sinnvoll mit Medien umzugehen.

Kontrollierter Umgang mit Medien macht unsere Kinder stark, doch  Überkonsum schränkt sie in ihrer Kreativität ein.

Wie handhabt ihr das?

Eure Yvonne