Anzeichen der Zahnlückenpubertät

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In meinem vorhergehenden Artikel über die Zahnlückenpubertät habe ich einen kurzen Einblick in die Thematik gegeben. Viele Fragen haben uns seither zu diesem Thema erreicht. Darum haben wir uns entschlossen noch auf die Anzeichen der Zahnlückenpubertät einzugehen. Vielleicht fällt es so leichter die Zahnlückenpubertät bei euren Schätzen richtig zu deuten.

Heute möchte ich euch drei Anzeichen erläutern bei denen ihr merkt, dass sich euer Kind in der Zahnlückenpubertät befindet.

  1. Ein Wackelzahn
    Ein Wackelzahn ist das sicherste Anzeichen dafür, dass sich euer Kind in der so genannten Zahnlückenpubertät befindet. Bei meiner Tochter beginnen die Stimmungsschwankungen immer zeitgleich mit einem neuen Zahn, der wackelt, und enden, wenn der Zahn rausgefallen ist.
  2. Stimmungsschwankungen
    Euer liebes, pflegeleichtes Kind mutiert plötzlich über Nacht zu einen kleinen Monster. Gerade eben war Friede, Freude, Eierkuchen und 2 Sekunden später geht die Welt unter – und wieder 10 Sekunden später ist alles in Ordnung.
  3. Neue Selbständigkeit oder plötzliche Hilflosigkeit
    Über Nacht möchten eure Kinder Sachen machen, die sie sich nie zuvor alleine getraut haben. Bei uns war es der Wunsch, alleine in den Kindergarten zu laufen. Da wir auf dem Dorf wohnen und zwei Freundinnen meiner Tochter in unmittelbarer Nähe wohnen, haben wir sie darin bestärkt und nun laufen die drei Mädels gemeinsam in den Kindergarten.

Im Gegenzug zur neu gewonnenen Selbständigkeit gibt es Tage, an denen so gar nichts klappen will, was vorher selbstverständlich war. Hier ein paar Beispiele aus unserem Alltag.

Sich zurück ziehen / alleine sein wollen
Von heute auf morgen verschwand unsere Tochter nach dem Kindergarten in ihr Zimmer und blieb dort für mindestens zwei Stunden ganz alleine und hat sich Hörspiele angehört. Jedes Nachfragen, ob alles in Ordnung sei, wurde mit „Ja, lass mich in Ruhe“ und anschließendem Türenknallen beantwortet.
Oft möchte sie auch keinen Besuch bekommen oder ihre Freundinnen besuchen. Ebenso haben gemeinsame Freizeitaktivitäten ihren Reiz verloren. Selbst ihr sonst so heiß geliebtes Einkaufen gehen, macht meinem Mädchen im Moment nur selten Spaß.

Vom Mama-Kind zum Papa-Kind
War meine Tochter die ganzen Jahre ein absolutes Mama-Kind, bin ich jetzt öfter abgeschrieben und der Papa ist am Zug. „Mama, ich glaube ich mag im Moment den Papa ein ganz kleines bisschen lieber als dich“- harte Worte, aber zum Schlafen gehen ist dann doch fast immer die Mama gefragt.

Plötzliches Weinen
Urplötzlich fängt euer Kind an zu Weinen. Auf die Frage, was denn passiert sei, antwortet euer Kind: „ich weiß es doch auch nicht, ich musste einfach so weinen“.

Angst vor der eigenen Courage
Unsere Tochter schläft noch immer bei uns im Bett. So langsam, dass muss ich ehrlich gestehen, möchte ich das nicht mehr, weil sie so unruhig schläft und ich nie wirklich ausgeschlafen bin. Jeden Abend erzählt sie mir, dass sie nun endlich im eigenen Bett schlafen wird. Kaum im eigenen Bett, steht sie nach maximal fünf Minuten wieder bei uns. „Mama, ich mag doch lieber bei dir schlafen“

Fürsorglichkeit und „Lass mich in Ruhe“
Plötzlich ist unsere Tochter total fürsorglich ihrem kleinen Bruder gegenüber. Sie beruhigt ihn, mag ihm helfen sich zu waschen, Zähne zu putzen und so weiter. Leider hält das oft nicht lange an und bei einer Frage des kleinen Bruders zu falschen Zeit brüllt sie ihn wutentbrannt an: „Lass mich in Ruhe, ich hab dich nicht mehr lieb“

Das äußere Erscheinungsbild verändert sich
Aus den kleinen Kindergartenkindern werden über Nacht plötzlich große Kinder. Die Gesichtszüge verändern sich, wirken erwachsener und nicht mehr so kindlich. Die Kinder machen tatsächlich eine äußere Verwandlung durch, quasi von der Raupe zum Schmetterling. Mir selbst sind diese Veränderungen ganz massiv aufgefallen, als wir Bilder von den Schulanfängern zu Beginn der Vorschule im letzten September angeschaut haben und dazu die Bilder der Kinder aktuell. Diese äußere Veränderung konnte man bei allen 16 Vorschulkindern sehen.

Sicherlich sind das keine hundertprozentigen Anzeichen für eine Zahnlückenpubertät, einiges davon sind oftmals ganz normale „Begleiterscheinungen“ bei einem neuen Entwicklungsschritt 😉

Wenn ihr weitere Anzeichen für die Zahnlückenpubertät habt, schreibt sie mir doch in die Kommentare!

Liebe Grüße

Eure Nadine

Anmerkung: Diese Anzeichen sind nicht wissenschaftlich belegt, sie wurden von mir bei meiner Tochter und ihren Freundinnen beobachtet und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit.