„Das kauf ich für unsere Tochter“

Heute erzähle ich Euch von all den Dingen, die ich (mit gutem Gewissen) machen kann, seitdem ich Mutter bin. Na gut, wenn ich ehrlich bin, habe ich einiges davon auch vorher schon gemacht, denn so richtig erwachsen bin ich irgendwie nie geworden. Allerdings habe ich, seitdem ich Mutter bin, immer eine Ausrede parat, denn ich mache es ja für unsere Tochter.

1. Glitzer
Ja, ich gebe es zu – ich liiiiebe Glitzer!! Schon immer. Kennt ihr diese Zauberstäbe, die mit einer Flüssigkeit und Glitzer gefüllt sind? Ein Traum 🙂 Und jetzt habe ich endlich die perfekte Ausrede, alles glitzerige zu kaufen. Meine neueste Errungenschaft ist flüssige Seife mit Glitzer. Die kann man schütteln und dann glitzert sie. Auch Glitzernagellack trage ich gerne mit unserer Tochter im Partnerlook.

2. Kinderbücher kaufen
Ich habe schon vorher sehr gerne auf Flohmärkten alte Kinderbücher gekauft und gesammelt, was zu enormen Platzproblemen in unserem Bücherregal führte. Jetzt stehen sie schön sortiert in den Regalen unserer Tochter und werden dazu auch noch regelmäßig gelesen.

3. In andere Rollen schlüpfen
Verkleidet habe ich mich immer gerne und trage auch so gerne ausgefallene Kleidung. Allerdings bin ich kein großer Freund von Faschingsveranstaltungen für Erwachsene. Umso mehr Spaß macht es mir jetzt, mich gemeinsam mit unserer Tochter zu verkleiden.

4. Schlaf schätzen lernen
Nachdem ich fast vier Jahre lang nie mehr als zwei Stunden am Stück schlafen konnte, genieße ich mittlerweile jede Nacht, in der ich sechs bis sieben Stunden am Stück schlafen kann. Es muss Ewigkeiten her sein, dass ich freiwillig bis vier Uhr morgens aufgeblieben bin.

5. Spielzeug kaufen und dann selber damit spielen
Durch Spielzeuggeschäfte bin ich auch früher schon gerne gebummelt, allerdings habe ich selten etwas gekauft. Dabei gibt es so viele schöne Spielsachen. Da ist unsere Tochter die perfekte Ausrede, wenn mir etwas gefällt.

6. Neues Ausprobieren
Es gibt viele Sachen, die ich schon vorher gerne ausprobiert hätte, allerdings fehlte oft der letzte Anstoß. Unsere Tochter möchte einfach ALLES ausprobieren, egal ob neue Rezepte, Spiele oder Sportarten.

7. Über den eigenen Schatten springen – mutig sein!
Ich habe gerne festen Boden unter den Füßen und meide große Höhen oder wackelige Untergründe. Da unsere Tochter allerdings das genaue Gegenteil ist, überall hochklettern möchte, gerne Riesenrad fährt, oder über lange, sehr hohe Wackelbrücken laufen möchte, habe ich mich das ein oder andere Mal überwunden und hinterher erstaunt festgestellt, dass ich es überlebt habe. Ich würde mich ihr zu Liebe sogar nochmal in ein Flugzeug setzen. Ihre Begeisterung ist so ansteckend, dass ich meine eigenen Ängste vergesse.

8. Altes Wissen neu erlernen
Warum gibt es bloß soo viele langweilige, unverständliche Sachbücher, wenn die Wissensbücher für kleine Kinder doch viel bunter und besser verständlich sind? Ich habe mich früher immer über das sehr gute Allgemeinwissen meiner Mutter gewundert, aber mit Kind frischt man sein Wissen auf und lernt automatisch jeden Tag dazu – spätestens, wenn das „Warum-Alter“ beginnt.

9. Lauter erste Male
Nachdem sich in meinem eigenen Leben recht lange nichts Neues mehr ereignet hatte, gab es seit der Geburt unserer Tochter kaum einen Tag, an dem nicht irgend etwas zum ersten Mal passierte: Das erste Lächeln, zum ersten Mal auf den Bauch oder Rücken drehen, das erste Wort, und vieles mehr.

10. Liebe geben
Klar habe ich vorher auch schon geliebt, aber eben nicht auf diese einmalige, unvergleichliche, intensive, vorurteilsfreie Art und Weise, in der ich unsere Tochter liebe.

Gerade heute, wo ich eben an diesem Artikel schreibe, beschrieb mir eine kinderlose Kollegin – nachdem sie eine Weile mit unserer Tochter gespielt hatte – wie konzentriert, präsent und gefordert sie sich plötzlich gefühlt hat. Sie sagte auch, dass sie manche Veranstaltungen oder Unternehmungen interessieren, sie sich dabei aber ohne Kind komisch vorkommen würde (und diese dann gerne mit Bekannten und deren Kindern besucht). Im Beisein von Kindern bekommt man einfach ein Stück der eigenen Kindheit zurück.

Natürlich gibt es auch einige Dinge, die ich nicht mehr mache, seitdem ich Mutter bin: In aller Ruhe Duschen oder auf Toilette gehen („Mama, Maaaamaaaaa,..“), mir Gedanken über mein Äußeres machen, bevor ich das Haus verlasse (und unterwegs merken, dass wir uns vorher gegenseitig geschminkt haben), die Wohnung aufräumen (Spaß beiseite..allerdings nicht mehr so gründlich wie früher).

Wenn ich meine Liste so betrachte, überwiegen allerdings eindeutig die dazugewonnenen Dinge, daher trauere ich den verlorenen kaum hinterher.

Was hat sich in Eurem Leben verändert, seitdem Ihr Kinder habt?

Liebe Grüße

Rebekka

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