Mama ist krank- wenn gar nichts mehr geht

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Wir alle haben mal so Tage, an denen wir uns einfach unwohl fühlen, kraftlos und lustlos. Doch manchmal kann dieser Zustand auch überhand nehmen. So ist es mir jetzt erst ergangen. Hintergründig sollte ich wohl erwähnen, dass ich unter Schwangerschaftsübelkeit leide und mich entsprechend extrem schlecht fühle.

Aber krank werden kann man ja immer, und wie übersteht die Familie diese Zeit? Der Haushalt liegt brach, die Kinder sind unzufrieden, der Ehemann überfordert. Jetzt plötzlich merken alle, was man als Mutter doch so alles geleistet hat.

Es reichen bei uns schon drei Tage, dann türmt sich in der Küche das Geschirr, die Wäschekörbe quellen über und wir leben in einem Saustall. Eigentlich kann ich es mir gar nicht leisten, krank zu sein. Meine Familie hat Glück, denn ich bin äußerst selten krank. Aber die letzten Wochen waren der Horror. Mir ist immer schlecht, ich behalte wenig drin, ich kann kaum etwas trinken. Entsprechend steht es nun auch um meinen Kreislauf. Ich bin kurzatmig und habe ständig Schwindelattacken. Da noch groß etwas im Haushalt zu schaffen, ist eher schwierig.

Also steht die Aufgabenverteilung an. So muss unser Großer nun statt einmal täglich, zweimal täglich den Gassigang mit dem Hund übernehmen, den Tisch abräumen, das Geschirr in die Spülmaschine einräumen und die Wäsche einsammeln. Unsere Kleine hat Spielzeugdienst, das heißt, sie räumt auf.

Mein Mann ist den ganzen Tag am Arbeiten, kommt erst gegen Abend nach Hause. Was soll ich da noch erwarten? Nun, er kümmert sich um das Abendessen und räumt ein wenig die Küche auf und bringt den Müll raus. Am Wochenende kümmert er sich um den Garten. Der Rest muss dann liegen bleiben, bis ich wieder fit bin.

Naja, so war der Plan. Aber es kommt ja immer alles anders, als gedacht. Ich leide nun schon über Wochen an dieser Übelkeit, sodass meine Schwiegermutter sich erbarmt hat und nun für uns wäscht und bügelt. Wenn ich sonst nicht mit ihr auf einer Wellenlänge bin, so bin ich nun dankbar für ihre Hilfe. Sie erkundigt sich auch jeden Tag nach meinem Befinden und scheint sich um mich zu sorgen.

Das tut gut, da fühle ich mich zumindest verstanden. Denn für meinen Mann ist diese Übelkeit nicht fassbar, da ich diese in der Vergangenheit so nicht hatte. Vielleicht versteht ihr, dass ich mich teilweise echt in einer Konfliktsituation befinde, ich bin unzufrieden mit mir selbst, weil ich mein Soll nicht leisten kann, gleichzeitig weiß ich, dass diese kräftezehrende Zeit bald vorbei ist.

Wenn ich nun alleine wäre, dann wäre es das eine, jedoch bin ich dies nicht. Da sind auch noch meine Zwerge, die sich zanken, Hilfe bei den Hausaufgaben benötigen oder einfach mal nur spielen wollen. Und schon das strengt mich an. Ausprobiert habe ich schon vieles, von Akupunktur bis Ingwer, nichts hilft so richtig. Mittlerweile habe ich die 12. Woche überschritten und tatsächlich wird es nun von Tag zu Tag besser. Endlich!
Nun muss ich erst mal alles aufholen, was an Arbeit liegen geblieben ist.

Auch eine Mama hat das Recht mal krank zu sein!

Eure Yvonne