Der erste Schultag

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An einem Donnerstag Mitte September war es soweit – der lang herbei gesehnte und doch gefürchtete 1. Schultag stand an!

Schon Wochen vorher redete meine Tochter nur noch davon, dass sie bald zur Schule kommen wird, sie endlich, endlich in die Schule möchte, damit sie endlich, endlich lesen und schreiben lernen kann.

So plötzlich wie Weihnachten kam dann der Einschulungstag. Am Tag zuvor stand natürlich Kuchen backen auf dem Programm! Der Wunsch: ein Nusskuchen und eine Schoko-Sahne-Torte. Beides war für mich kein Problem und ich war ziemlich relaxed. Zumindest am Vortag der Einschulung.

Am Einschulungstag war mein Sohn am Vormittag nochmal im Kindergarten und ich konnte den Tag mit meiner Tochter richtig genießen, in Ruhe alles vorbereiten, dekorieren und so weiter.

So der Plan. In der Realität merkte ich, wie ich immer aufgeregter wurde, genauso wie meine Tochter. Da wir uns vom Wesen her teilweise sehr ähnlich sind, flogen leider verbal die Fetzen und die gute Stimmung war zunächst dahin.

Zum Glück kam mein Mann mit unserem Sohn rechtzeitig zum Mittagessen nach Hause. Bald nach dem Essen hatten wir uns auch alle beruhigt, bereiteten die letzten Kleinigkeiten vor und zogen uns um.

Um 15 Uhr fuhren wir dann mit Schwiegermama, meinen Eltern und der Patentante zur Schule und harrten der Dinge, die da kamen.

Die Einschulungsfeier war schön gestaltet, die Klassen 2-4 zeigten ein Theaterstück, sangen Lieder und anschließend wurden die neuen Erstklässler gesegnet.

Es war ein wirklich süßer Anblick, wie sie alles so aufgeregt, mit Schulranzen und Schultüten, in der ersten Reihe saßen und es kaum abwarten konnten, endlich ihr Klassenzimmer und den Klassenlehrer bzw. die Klassenlehrerin kennen zu lernen.

Da mich ja der Kindergartenabschied sehr mitgenommen hatte (das könnt ihr hier nachlesen), hatte ich etwas Bammel vor der Einschulungsfeier. Aber zu meiner Überraschung war ich einfach nur stolz auf mein kleines und nun doch schon so großes Mädchen!

Mit strahlenden Augen kam sie nach der 1. Schulstunde, die sie am Einschulungstag hatte, auf mich zu gerannt und war total begeistert. „Mama, hoffentlich ist bald morgen, ich will wieder in die Schule“

Hach ja!

Wieder zu Hause angekommen, war die Freude darüber, ihre Patenschwester nach langer Zeit wieder zu sehen, größer als das Verlangen, die Schultüte auszupacken! „Das mach ich später, E. und ich müssen jetzt erst mal spielen“. Irgendwie machte mich das ganz stolz, dass ihr die Freundschaft so viel wichtiger war an diesem Tag als die Geschenke. Selbst die heiß und innig gewünschte Delfinuhr war Nebensache.

Da meine Tochter am Einschulungstag nichts Großartiges machen wollte, sondern sich nur ein gemütliches Beisammensein mit der Familie gewünscht hatte, war der Tag sehr stressfrei und gemütlich. Bei Schnitzel mit Kartoffelsalat und Pommes fand der Tag einen gemütlichen Ausklang. Da wir erst gegen 17:30 Uhr zu Hause waren, gab es Kaffee und Kuchen kurzerhand nach dem Abendessen. Aber Kuchen schmeckt ja sowieso immer 😉 Voller Vorfreude auf den ersten “richtigen” Schultag ging es an diesem Abend ins Bett.

Inzwischen sind die ersten Schulwochen vergangen und die Umstellung fiel uns allen leichter, als ich es zuvor befürchtet hatte. Mit nur 16 Schülern in der Klasse ist bisher noch alles gemütlich und ruhig und die Kinder verstehen sich (noch?) sehr gut.

Ich hoffe, dass mein Mädchen den Spaß am Lernen und der Schule beibehalten wird und wünsche ihr eine so wunderschöne Grundschulzeit wie ich sie hatte!

Wie war der erste Schultag bei euch? Mag jemand erzählen?

Liebe Grüße

Eure Nadine