Was tun, wenn das Kind trödelt?

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Wer kennt das nicht? Man hat es eilig und das Kind befindet sich im Schneckenmodus. Zunächst sollte man wissen, dass Kinder ein anderes Zeitgefühl, als wir Erwachsene, haben. Sie leben nicht nach der Uhr. Auf jedem Weg gibt es viel zu bestaunen, alles ist spannend und muss untersucht werden. Wenn man genügend Zeit hat, ist es amüsant, zuzusehen, wie das kaputte Rad des Einkaufswagens solche Begeisterung auslösen kann. Wenn man jedoch unter Zeitdruck steht, auf die Arbeit muss, oder einen Termin hat, und das Kind trödelt, dann wird es problematisch.

Was kann man also tun?

Falls möglich, plant Verzögerungen ein. Ein paar Minuten früher aufstehen, etwas früher das Haus verlassen usw.. Ein Zeitpuffer entspannt nicht nur die Eltern, es wirkt sich auch auf das Kind aus. Wenn Eltern ruhig reagieren, ist das Kind ebenfalls entspannter und kooperiert eher.

Ich bereite gerne am Abend davor schon alles vor: die Brotboxen werden gerichtet, der Apfel gewaschen danebengelegt, alles befindet sich in Griffweite. Morgens kann ich zügig die Boxen befüllen und im Rucksack verstauen. Genauso handhabe ich es mit der Kleidung: am Abend davor werden Unterwäsche, Oberteile und Hosen gerichtet. Auch meine Sachen! Alles, das mitgenommen werden muss, wird griffbereit auf der Kommode deponiert, sodass man in der morgendlichen Hektik nichts vergisst.

Viele Kinder machen viel besser mit, wenn man ihnen eine „wichtige“ Aufgabe überträgt: den Einkaufkorb holen, den Einkaufszettel halten, den Brief halten und in den Briefkasten einwerfen usw. Damit kann man sie bei der Stange halten.

Wenn man Kinder unvermittelt aus dem Spiel reißt, sind sie meist bockig und trödeln erst recht. Dann lieber 10 Minuten vorher Bescheid geben, dass es bald losgeht. Dann die Erinnerung fünf Minuten vorher, dass es bitte sein Spiel beenden soll, weil man gleich das Haus verlässt. Wir räumen dann meist gemeinsam auf und dann geht es los.

Meist bringt es nichts, das Kind ununterbrochen daran zu erinnern, dass man viel zu spät dran ist. Dies führt eher dazu, dass es auf Durchzug schaltet und noch mehr trödelt. Hier sollte man lieber einmal ganz klar und deutlich sagen, dass nun Eile geboten ist, weil es zu spät zum Kindergarten/Schule kommt usw. Lieber alle 10 Minuten das Kind daran erinnern, anstatt 10x pro Minute. Wenn das Kind weiterhin trödelt, lasst logische Taten folgen: Trödelt es weiterhin, wird es in den Einkaufswagen gesetzt, obwohl es lieber laufen würde. Wenn es sich um Schulkinder handelt, müssen sie den nächsten Bus nehmen, wenn sie durch ihr Trödeln ihren Bus verpassen.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar nützliche Tipps liefern. Was sind eure Tricks und Kniffe, um eure Kids vom Trödeln abzuhalten?

Eure Alice

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